Samstag, 23. Februar 2013

Die Woche gegen Wintergrau Teil III


Erkenntnis der Woche: Hamburg ist wenig geeignet, mir genug Zeit zu lassen, regelmäßig zu bloggen ;-)... Egal, nun geht es weiter. Trotz Hamburg. Hoff ich ;-).

Nachdem es in den letzten beiden Posts eher um Äußerlichkeiten ging, möchte ich heute darüber reden, wie wir es schaffen, uns innerlich gegen das Wintergrau zu wappnen – und die Frage mit Dir teilen, ob das überhaupt immer nötig ist.

Wenn Dich das innere Wintergrau erwischt, wenn Du knatschig, müde und grummelig bist, dann hast Du genau zwei Möglichkeiten: Du kannst etwas dagegen tun, oder Du kannst es genießen.

Genießen?!

Ja, richtig, genießen.

Wann passiert es denn schon einmal, dass die eigene schlechte Laune so vorzüglich zum Wetter passt? Wann haben also viele Leute Verständnis, wenn man missmutig durch den Tag stapft, weil es ihnen selbst ähnlich geht?
Eben.
Also, wenn Du Dir mal einen muffeligen Tag gönnen magst, jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür ;-).

Dann gibt es die Menschen wie mich.
Auch wenn ich mir fest vornehme, einen ganzen grantigen Tag zu schaffen, es gelingt mir nicht.
Nach 1, allerspätestens 2 Stunden nerve ich mich nämlich selbst. Fakt ist, ich finde mich schrecklich, wenn ich so bin. Ich geh mir selbst auf die Nerven. Ich bin für langanhaltende schlechte Laune einfach nicht gemacht, da fehlt mir ein Gen oder ein Schalter oder was-auch-immer.
Das führt dazu, dass ich mich immer schleunigst aufmache, meine Laune zu verbessern und das miefige Wintergrau zu vertreiben. Mir bleibt schließlich kaum etwas anderes übrig ;-).

Hm...und wie macht sie das nun?
Wie schaffe ich es, das innere Grau gegen andere Farben zu tauschen?

Ich kann Dir da keine allgemeingültige Antwort geben, aber ich kann Dir verraten, wie ich es mache.

Egal, wirklich GANZ EGAL wie das Wetter ist, ich geh raus. Laufe eine Runde durch den Wald, durch die Stadt, wohin auch immer. Das muss nicht lang dauern, eine halbe Stunde reicht. Danach geht es mir immer besser, selbst wenn ich durchgefroren bin und bis auf die Knochen durchweicht (denn Regenjacken schützen die Beine nicht.). Zur Not leg ich mich danach eben in die Badewanne, das ist auch bestens geeignet, meine Laune zu heben.
Praktisch bei den Spaziergängen: Du kannst Ausschau halten nach dem Frühling. Nach den ersten Schneeglöckchen (blühen daheim im Garten schon), nach Winterlingen, nach Grün.

Ich tue etwas, irgend etwas. Hauptsache, es lenkt ab und hält mich auf Trab.
Ich backe (wenn DAS nicht die Laune verbessert ;-) ) oder lese oder tue all die Dinge, auf die ich sowieso keine Lust habe.

Klingt komisch.

Ist es, wirkt aber.

Sieh es mal so...wenn Du sowieso schon schlechte Laune hast, dann kann Dir der Anblick des Bügeleisens den Tag auch nicht mehr verderben. Wenn Du aber den ganzen großen Haufen Bügelwäsche abgearbeitet hast, ist Dir
1. warm und
2. zufrieden zumute. Du hast ja schließlich richtig viel geschafft ;-).

Ich wende die Ideen aus den letzten beiden Posts an. Äußerliche Farbe sorgt schließlich auch für innerliche gute Laune.

Ich plane. Ich sammele Ideen für den Frühling, wälze Kochbücher, suche nach neuen Ausflugszielen, überlege mir, wie der Sommerurlaub aussehen könnte. Mit anderen Worten – ich bin im Kopf überall, nur nicht im Winter ;-).
Diese Ideen kannst Du nun aufschreiben, oder Du legst Dir ein Journal an, in dem neben geschriebenen Ideen auch Photos, Zeichnungen, Sonstiges landen. Der Vorteil: Du schlägst das Journal auf und hast gleich gute Laune, einfach, weil es so schön aussieht. So sonnig. Vorfreuen kannst Du Dich natürlich auch noch. Wie schön.

Dich mit lieben Menschen zu umgeben ist natürlich auch immer ein perfekter gute-Laune-Bringer. Also, ran ans Telefon und stundenlang gequatscht – ob am Hörer oder im Café oder im Wohnzimmer...das ist doch egal :-).

Also, wie sagst Du dem Wintertief den Kampf an?

Liebst,
Sabine

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