Mittwoch, 3. April 2013

Herzchenkuchen – ein Bericht und zwei Rezepte


Kindergeburtstag, was für ein Spaß :-)!

Liebes, ich hoffe, Du hattest heute einen ebenso süßen Tag wie ich!

Wie versprochen lüfte ich noch schnell das Geheimnis um den Herzchenkuchen – TADAA:



Sieht der nicht toll aus? Ich muss zugeben, dass ich selbst ziemlich begeistert bin, wie gut das Ganze geworden ist, ich hatte da ja meine Zweifel ;-)...

Auf diese Art ‚eingebackenes Bild’ im Kuchen bin ich schon vor längerer Zeit auf Pinterest gestoßen und habe sofort gewusst – DAS back ich für meinen Neffen! Nun hat das Kind zwei Formen, die es liebt – Busse und Herzen.

Busse?!
Ja, Busse.
Wir können an keinem Bus vorbeigehen, sein liebstes Spielzeug ist der Schulbus, den der Weihnachtsmann gebracht hat.
Ich habe also zuallererst nach einem Keksausstecher in Busform gesucht. LANGE gesucht.
Vergeblich, es gibt keine Busse. Wenn das Kind Zahnarztbohrer toll fände, ja DAMIT könnte ich dienen...aber Busse gibt es nicht. (Oder ich war nicht in der Lage, sie zu finden, dann bin ich schlicht begeistert über Deinen Hinweis ;-).)

Aber da war ja noch was – Herzen mag er auch und so wurde es ein eingebackenes Herz.


Wie das geht?

TOTAL einfach. Echt.

Magst Du wissen, wie?

Na dann los:

Herzchenkuchen

125g Butter
125g Zucker
3 Eier, Größe M
200g Mehl
½ Päckchen Backpulver
4TL Kakaopulver
etwas Milch

Aus den Zutaten fertigst Du einen einfachen Rührteig an und backst ihn in einer möglichst großen, flachen Form (meine hatte die Maße 20x30cm) bei 175°C Ober-/Unterhitze in 15-20min gar.
Lass den Kuchen auskühlen.

Dann brauchst Du noch einen hellen Rührteig, der wird aus

125g Butter
125g Zucker
3 Eier, Größe M
200g Mehl
½ Päckchen Backpulver

gemacht.
(Wenn Du Dich jetzt fragst, wie man einen Rührteig macht:
Butter & Zucker schaumig rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann einzeln die Eier unterrühren. Das Backpulver sorgfältig unter das Mehl mischen und das Gemisch esslöffelweise unter den Teig rühren. WICHTIG: Nicht zu lange rühren, der Kuchen kann sonst zäh werden. So einfach ist das :-).)

Eine kleine Kastenform sollte ausgefettet bereitstehen, ein Herzchenausstecher und der gebackene wie der rohe Teig.

Jetzt geht’s los:

Du verteilst eine dünne Schicht vom hellen Teig in der Form, das sollte maximal ¼ des Teiges sein.

Mit der Keksform stichst Du vorsichtig ‚Kuchenkekse’ aus und stellst sie behutsam hintereinander in die Form, so dass die dunklen Herzchen in einer Reihe stehen und von einem schmalen Ende der Form ans andere reichen.
Das ist ein bisschen kniffelig und je ordentlicher Du arbeitest, desto besser wird das Bild im Kuchen.

Wenn die Reihe steht, verteilst Du den restlichen hellen Teig um die Herzchen herum. Sei vorsichtig dabei, die Herzen sollten allen stehen bleiben.

Bei 175°C Ober-/Unterhitze wird Dein Kunstwerk nun in etwa 40min fertig gebacken (Stäbchenprobe).

Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, kannst Du ihn noch mit Schokolade überziehen (der Teig ist nicht allzu süß), dann hält er sich deutlich länger.

Das war es – einfach, nicht?

Aus den Resten vom Schokokuchen habe ich dann die Cake-Pops zubereitet, die ich Dir schon heute früh gezeigt habe.
Das war überraschend zeitaufwändig, wenn auch nicht schwer.

Du brauchst:

Cake-Pops

Fertig gebackenen Kuchen (Rühr- oder Biskuitteig)
250g (fettreduzierten) Frischkäse
4 EL Puderzucker
1 Bio-Orange
weiße Kuvertüre (oder welche Du magst)
Kokosfett
Zucker- und Schokostreusel zum Verzieren (oder was Du hast & magst)

Frischkäse, Abrieb und Saft der Orange und der Puderzucker werden mit dem Mixer cremig aufgeschlagen.
Ich habe zunächst nur den Saft der halben Orange verwendet, damit die Masse nicht zu feucht wird. 

Der Teig wird möglichst klein zerbröselt und mit einer Gabel nach und nach unter den Frischkäse gemischt, bis eine feuchte, nicht allzu klebrige Masse entsteht.
Ich habe noch den Saft der zweiten Orangenhälfte gebraucht, bis ich mit der Konsistenz zufrieden war.

Mit den Händen habe ich möglichst gleichmäßig große Kugeln geformt, die ich dann erst einmal eine gute halbe Stunde ins Gefrierfach gestellt habe.

Die Kuvertüre wird zusammen mit dem Kokosfett geschmolzen, dabei sollten maximal 5% Kokosfett zugegeben werden. (Das Fett sorgt dafür, dass die Schokolade nicht ganz so hart wird, das Reinbeißen macht dann mehr Spaß ;-) )

In die kalten Kuchenkugeln steckst Du Stiele, ich habe das Ende, das in den Kuchen kam, vorher noch in die geschmolzene Schokolade getunkt, damit die Stiele besser halten.
Das Ganze kam wieder ins Gefrierfach und dann fing die große Schokolieraktion an.

In ein paar Gläser schüttest Du Sand, Dekosteinchen oder irgend etwas in der Art.

Die geschmolzene Schokolade habe ich in ein Glas geschüttet, damit ich die Cake-Pops ganz einfach eintauchen konnte.

In ein Schälchen kamen die bunten Zuckerstreusel, in ein zweites die Schokostreusel.

Dann habe ich die Cake-Pops einzeln (! Sie werden sonst zu warm) aus dem Frost geholt, in die Schokolade getaucht, die überflüssige Schokolade gut abtropfen lassen und dann durch die Streusel gezogen.
In die mit Sand gefüllten Gläser kannst Du dann die Cake-Pops stellen, sie fallen nicht um und können in aller Ruhe trocknen – und Du kannst fröhlich weitermachen, denn es wartet noch ein ganzer Berg Kuchenkugeln, die alle ein neues Schokokleid bekommen wollen.

Ich habe aus dem restlichen Schokokuchen übrigens noch 26 Cake-Pops gebastelt, die wie der Herzchenkuchen auch den Kindertest fulminant bestanden haben :-).

Wie süß hattest Du’s?

Liebst,
Sabine

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