Dienstag, 23. April 2013

Tschüss, Kuh!


So Liebes, es ist offiziell – ich hab eine Laktoseunverträglichkeit. 
 
Leider auch eine Unverträglichkeit gegen Weizen und bei Zucker spielt mein Magen auch verrückt. 
Nicht soo tragisch, wenn ich selbst backe und koche, eher ungünstig, wenn ich unterwegs versuche, ein Brötchen zu finden ;-).

Neue Herausforderung: Dran denken, immer etwas zu Essen dabei zu haben, das mich nicht umbringt ;-).
Na, ich bin mal gespannt....

Die Kuh und ich, wir haben uns jedenfalls verabschiedet, wir gehen nun getrennte Wege (wobei...Butter und Käse in geringen Mengen funktionieren ganz gut), ich hoffe, der Weizen und ich, wir vertragen uns irgendwann wieder.

Meine Rezepte werden sich also von nun an ein wenig ändern, ich geb Dir aber auch in Zukunft immer auch eine Variante mit Milch an. Damit sollten wir beide dann gut zurecht kommen :-).

Heute ist also Prämiere und ich präsentiere Dir fröhlich, satt und sehr zufrieden die laktosefreie Variante eines meiner liebsten Seelentröster. Eine kleine Köstlichkeit, die in wenigen Minuten zubereitet ist, durchwärmt und irgendwie sehr glücklich macht – Sahlab.

Sahlawie?

Sahlab.


Ich habe es in Ägypten kennen gelernt, in einem eher kühlen März und bin seitdem dieser seidig-cremigen Tasse Glück verfallen.

Und was ist das nun?
Sahlab ist eine Art...trinkbarer Pudding mit gerösteten Nüssen, ich denk, das kommt dem am nächsten. Ich hab aber auch schon Varianten gelöffelt, die Konsistenz kann also variieren.

Hier kommt nun meine kreativ nachgebastelte Variante, ich bin mir sicher, es gibt mindestens eben so viele Rezepte, wie es Hausfrauen in Ägypten gibt ;-).

Bist Du neugierig?
Dann mal los...


Sahlab

Du brauchst für 1 große Tasse:

400ml (Soja)Milch
1-2 EL Reismehl
Reissirup, Agavensüße oder Zucker nach Belieben
1 EL Mandelblättchen, Kokoschips, Pistazien,.... gemischt
½ TL Rosinen
Vanillepulver

Es ist ganz einfach:
Du rührst mit einem Schneebesen das Reismehl in die Milch. Je nachdem, ob Du den Sahlab am Ende trinken oder löffeln magst, nimmst Du weniger oder mehr von dem Reismehl.
Du süßt das Ganze wie Du magst.
Ich habe etwa ½ EL Reissirup verwendet, der hat keine so starke Süßkraft. Ich würde Dir raten, immer mit etwas weniger Süße anzufangen, es ist irgendwie schwierig, die wieder rauszubekommen ;-).

Nun kochst Du das Ganze unter Rühren auf, drehst die Hitze runter und lässt alles etwa 5-10 Minuten köcheln. Die Masse sollte eindicken und nicht mehr nach Stärke schmecken.

In der Zeit röstest Du die Nüsse/Kokosflocken in einer kleinen Pfanne ohne Fett an, bis sie anfangen zu duften und leicht braun werden.

Wenn Dir der Sahlab schmeckt, wird er in eine Tasse umgeschüttet, die gerösteten Nüsse kommen darauf, dazu ein paar Rosinen (wenn Du die magst) und etwas Vanille.


Und dann...genießen!

Du kannst statt des Reismehls auch Maisstärke verwenden, unter den Sahlab noch Orangen- oder Rosenwasser mischen, statt Vanille schmeckt auch Zimt...ach Liebes, es gibt so viele Möglichkeiten!

Heute war es jedenfalls genau das Richtige, um verrückte Nachrichten und Nieselregen einfach wegzugenießen ;-)!
Oh und das Beste? - Geschmacklich hat die Sojamilch überhaupt keinen Unterschied gemacht, I like :-)!

War Dein Tag süß?

Liebst,
Sabine

1 Kommentar:

Papyrus hat gesagt…

Oh wie schön, jemand der Sahlab kennt. Ich glaube im Original wird es aus Maisstärke gemacht, deine Variante hört sich aber auch gut an könnte ich irgendwann glatt mal ausprobieren.
Kleiner Tipp, probier mal Soja-Reis-Milch die schmeckt noch besser als die reine Sojamilch. Sojamilch hat immer so einen leichten Pappegeschmack.

Liebe Grüße Papyrus