Freitag, 19. Juli 2013

Lost in PAX

Liebes, die Tage fliegen im Moment nur so dahin.
Meine überschaubare freie Zeit nutze ich vor allem dazu, die neue Wohnung zu planen. Also Möbel auszusuchen (die, die mitkommen und die, die neu angeschafft werden), anzuordnen, eine Idee zu entwickeln, wie alles aussehen wird.

OH je!!

Es gibt so schrecklich viele Möglichkeiten und ich hatte in  dieser Woche ein paar Mal das überwältigende „Wie soll ich das nur SCHAFFEN?!“-Gefühl.
Kennst Du das?
Du stehst vor einem Berg, ach, vor einem Gebirge an Möglichkeiten und weißt gar nicht, wohin Du Dich zuerst wenden sollst?
Nun, ein bisschen so ging es mir.

Landhaus oder Shabby-Chic, clean, industrial oder doch skandinavisch?
Hilfe, ich find alles toll?!

Würde ich bei Null starten, hätte ein Haus und kaum Dinge, die ich unterbringen muss, ich wüsste ziemlich gut, was ich machen würde.
Hübsch reduziert, viel weiß, etwas grau, ein paar Farbtupfer.
Viel Licht, noch mehr Luft, alles sehr überschaubar und viel Raum für das Leben.
Himmlisch!

Blöderweise hat die neue Wohnung aber eine bestimmte Anzahl an Quadratmetern (für hauptsächlich Einen eigentlich schon echt gut), ich besitze Etliches und ach ja, ich habe ein Budget.

Also müssen sich bei mir, wie ja in aller Regel, Machbares und Wunschschlösser irgendwie in der Mitte treffen.

Das hat mich ein paar lange Tage und fast schlaflose Nächte gekostet, aber eine Grundidee hab ich.
Und wer sagt, dass eine Wohnung gleich nach dem Einzug schon fertig sein muss ;-)? Völlig langweilig, die soll schließlich mit mir mit leben!


Und das wird es (In etwa. Fertig ist ja noch nichts.)...



...Schlafzimmer

Die Vormieterin hat im ganzen Raum einen dunkel-violetten Streifen an die Wand gemalt. Da die Zeit bis zum Umzug sowieso knapp genug ist, habe ich alle möglichen (und unmöglichen) Streichaktionen auf unbestimmte Zeit verschoben.
Lila spielt irgendwie so gar keine große Rolle in meinem Leben, aber neue Wohnung, neue Farbe, ich  schau mal, was ich draus mache. Oder wie lange ich es aushalte und dann doch zum Pinsel greife ;-).

Gesetzt ist auch mein Bett. Es auf jeden Fall mit um, weil schön und bequem und MEINS ;-).
Das gute Stück ist aus weiß lackiertem Holz, grob würde ich sagen Landhausstil, mit einem leisen Einschlag in Richtung Skandinavien (wenn auch nicht beim Schweden gekauft ;-)).

Neu dazu kommen müssen ein Kleiderschrank, Nachttisch und ein paar Kleinigkeiten.

Liebes, ich kann nur sagen: Lost in PAX!

Bisher ist meine Kleidung über diverse Räume verteilt, das geht nun nicht mehr.
Und ich hab so....einiges.
Nach diversen Versuchen, woanders einen bezahl- und anschaubaren Kleiderschrank zu finden, sind wir doch beim Schweden gelandet und dann hatte ich nur noch gefühlt 1000 Entscheidungen zu treffen, angefangen von Schiebe- oder Scharniertüren, über das Design, die Innenaufteilung, die Größe (muss ja alles rein- und das Ungetüm noch ins Zimmer passen).
PUH!
Ich bin mittlerweile halbwegs fast ganz und gar entschlossen, was es werden wird.




Wie bin ich nun bei der Planung vorgegangen?

Ob Hochzeit oder Schlafzimmer, bei mir fängt Planung oft mit Farben an.
Weiß und violett waren gesetzt, ich habe mir zuerst überlegt, was dazu noch passen könnte. Ein helles Grau, Silber, etwas in der Art fiel mir sofort ein.
Das Violett ist schon sehr dominant, eine weitere kräftige Farbe fiel damit aus und Silber sorgt schnell für einen edlen Touch. Leider auch dafür, dass ein Raum kalt wirkt, da muss ich aufpassen und im Zweifel mit ein paar dezenten Farbtupfern entgegensteuern.

Ausgehend von den drei Farben (viel mehr sollten es nicht sein, das Zimmer wirkt sonst sehr schnell unruhig) habe ich mich um den Stil der Einrichtung gekümmert.

Das Bett war auch gesetzt und damit die Richtung Landhaus mit einem Hauch Skandinavien (da möglichst leicht und nicht so massiv).
Ein Glück für mich, dass der Schwede was DIESEN Stil angeht, goldrichtig ist!
Passende Schranktüren und sogar ein harmonierender Nachttisch waren irgendwann schnell gefunden.

Mit Hilfe eines online-Raumplaners (z.B. HIER) habe ich dann alles angeordnet und so schon eine ganz gute Idee davon, wie das Schlafzimmer aussehen wird :-).



...Wohnzimmer

Das wird zugleich auch Arbeitszimmer sein, der Raum ist aber so groß, dass das locker unterzubringen ist.

Ich bin wieder von bereits vorhandenen Farben ausgegangen (dunkles Beige, bzw. helles Braun an der Wand, meine weißen Möbel) und habe nach einer damit harmonierenden Farbe gesucht.
Schließlich bin ich auf blau gekommen, ein helles Blau, bzw. grau-blau.
Das ist dezent, passt zu Weiß und Beige, wirkt frisch und ist fast unzählig zu variieren.

Und es passt zu meinen Augen, wenn DAS mal kein Argument ist ;-)!

Wie für das Schlafzimmer hab ich Dir auch hier eine kleine Collage gebastelt (das Blau trifft den gewünschten Ton allerdings nicht ganz).

Welche Möbel und Accessoires es am Ende genau werden?

Nun...werden wir sehen,ich freu mich darauf :-)!




Soweit der kurze Einblick in mein Planungschaos.
Nun wäre ich ja nicht ich und das hier nicht LiebesSeelig, wenn mir bei all dem Planen nicht auch noch der eine oder andere Gedanke davongeflogen wäre.
Kennst mich ja ;-).

Mir ist aufgefallen, wie schwer es mir teilweise fiel, Entscheidungen zu treffen.
Zum Einen, weil es noch ein paar Unbekannte gab, zum Anderen aber auch, weil ich manchmal dazu neige, nicht gleich das Wesentlich zu sehen.
Ich verliere mich dann in Kleinigkeiten, möchte alles gleich entscheiden – und kann nur verlieren.

Also Schluss mit dem Unsinn und her mit dem Wesentlichen.
Beim Umzug und im Leben.
Das kannst Du schließlich immer gebrauchen und ich auch.


Du möchtest etwas ändern und weißt nicht, wo Du anfangen kannst?

Im Grunde wie beim Planen der Räume.

Auch das, was für Dich wesentlich ist, ist zum Teil schon vorgegeben.
Durch das, was wir den lieben langen Tag so tun, dadurch, wie und wo wir leben, mit welchen Menschen wir uns umgeben etc.

Bei meinem Beispiel war es eben der lila Streifen.

Wobei ich den jederzeit ändern kann und das gilt wahrscheinlich für die allermeisten Rahmenbedingungen, die wir im Leben vorfinden.

Ob Du am Ende die Kraft und den Aufwand investieren möchtest, dieses Vorgegebene zu ändern, das ist Dir überlassen.

Wenn ich überlege, was für mich wesentlich ist, was also behalten wird und was weg kann (ganz egal, ob auf die Möbel oder das Leben bezogen), dann weiß ich ziemlich schnell, woran mein Herz hängt.
Was mit muss.
Ohne was es nicht geht.
Das Bett.
Oder die Freunde.
Oder in welche Richtung Du grad auch immer denkst ;-).

Und dann kommt noch die dritte Komponente dazu, das Neue.

Ob radikal anders oder sanft harmonierend, das kannst nur Du entscheiden.

Mach Dir einen Plan, fühl Dich in Dein neues Zuhause, Dein neues Leben ein.

Dabei ist es ganz egal, ob Du umziehst, auswanderst, den Job schmeißt, um Straßenmusikerin zu werden (bitte nur bei entsprechendem Talent ;-)!) oder ob Du über einen Salsa-Kurs nachdenkst.

Neu ist gut.
Neu ist spannend.
Neu ist voller Möglichkeiten.
Besteigst Du diesen Berg?


Liebst,
Sabine



Schlafzimmer
Nachttisch HIER
Schild HIER
Teppich HIER
Kissen HIER
Lampe HIER
Türknauf HIER
Tagesdecke HIER
Schrank HIER


Wohnzimmer
Sofa I HIER
Kissen I HIER
Kissen II HIER
Stoff HIER
Sofa II HIER
Tischchen HIER
Teppich HIER

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