Donnerstag, 12. September 2013

Her mit den frechen Früchtchen

Liebes, nachdem ich letzte Woche in Straßburg die ersten gelben Früchtchen entdeckt habe, gibt es sie nun auch bei uns – Mirabellen.


Wie schön :-)!

Ich mag Mirabellen, sie sind extrem vielseitig zu verwenden und da stand ich dann mit meinem halben Kilo in der Küche und habe hin und her überlegt, was nun aus ihnen werden sollte.

Ein Kuchen?
Fruchtige Unterlage für Buchteln oder Palatschinken?
Marmelade?
Obstsalat?

Hach....viel zu viele Möglichkeiten!
(Falls Du je nach einer guten Definition für ‚Luxusproblem’ gesucht hast ;-)!)

Am Ende war es aber ganz einfach.

Ein Dessert sollte es werden, natürlich kompatibel zu all meinen verrückten Einschränkungen und dabei bitte auch noch lecker für alle ‚Normalesser’. Nicht allzu schwer und sättigend und oh...vielleicht aus dem Ofen?


Mein Kopf ratterte und schließlich fiel mir wieder dieser in meiner Familie arg beliebte Nachtisch ein, den ich Dir HIER auch schon einmal gezeigt habe.
Müsste doch eigentlich auch in glutenfrei funktionieren, oder?

Liebes...es funktioniert!
Und nicht nur das, ich finde, dass die Textur durch das verwendete Reismehl noch ein bisschen cremiger wurde – auch, wenn Du also kein Problem mit dem lieben Gluten hast, kann ich Dir diese Variante wärmstens empfehlen.


Alles, was Du brauchst, hast Du wahrscheinlich sowieso im Haus, fehlt nur noch eine Portion Geduld, denn die Mirabellen wollen entsteint sein. Also, halbieren, mit dem Daumen den Kern rausschubsen, beiseite legen, halbieren, mit dem Daumen... Ich empfehle zu dieser tiefenentspannenden Tätigkeit gute Musik und beste Laune ;-)!

Wollen wir?


Mirabellenclafoutis  
...ohne Gluten und Zucker

Du brauchst für 1 Springform (oder 4-5 kleine Förmchen):

4 Eier
200 ml Milch (lactosefrei, wenn nötig)
1 EL Honig (oder auch Reissirup, Zucker, Agavensüße...wie Du magst)
¼ TL Vanillepulver
3 EL Reismehl
½ TL Backpulver
Prise Salz

500g Mirabellen

Eier und Milch mit dem Schneebesen schaumig schlagen, dann kommt der (am besten flüssige) Honig dazu und schließlich wird das Mehl, mit dem Backpulver gemischt, untergerührt.  Pass beim letzten Schritt auf, dass sich keine Klümpchen bilden.
Die Mischung stellst Du zur Seite und lässt sie etwa 30 min quellen.

In der Zeit werden die Mirabellen – genau, gewaschen, halbiert, entsteint, halbiert, entsteint... Du kannst das.

Der Teig wird in eine leicht gefettete Springform gegossen (meine hatte 28cm Durchmesser, Du kannst auch eine kleinere nehmen, dann wird der Clafoutis etwas höher) und die Mirabellen gleichmäßig darauf verteilt.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen braucht der Clafoutis bei Ober- und Unterhitze nun etwa 30 Minuten, bis er fertig ist. Das kann je nach Ofen etwas variieren und auch schon mal 10 Minuten länger dauern, keine Sorge.
Sei einfach sicher, dass der flüssige Teig komplett gestockt ist, bevor Du den Clafoutis aus dem Ofen ziehst – und am besten noch lauwarm genießt!


Du siehst, ich habe mich weitestgehend an das Familienrezept gehalten und war ganz begeistert, dass sich in diesem Fall das normale Mehl ganz einfach durch eine glutenfreie Variante ersetzen ließ.

Und jetzt...bin ich schon neugierig, was mir morgen zu den Zwetschgen einfällt, die in der Küche auf mich warten :-)!


Was machst Du aus Mirabellen?

Liebst,
Sabine

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