Dienstag, 22. Oktober 2013

Lunch to go

Liebes, kennst Du diese Tage, an denen Du von A nach B nach X rennst, kurz bei K,L und M Halt machst und so viel zu tun hast, dass Du kaum zum Essen kommst?
Kennst Du?
Dann weißt Du, wie meine letzte Woche war ;-)!


Seitdem Gluten und Lactose meinen Speiseplan verlassen haben, fällt an solchen Tagen der verzweifelte Gang zum Bäcker, um zumindest ein Käsebrötchen zu essen, weg.
Und nun?
Ganz einfach, wenn auch manchmal nervig: Vorbereitet sein, heißt es.
Ich habe etwas zu Essen dabei.
Also, fast immer.
Seit einem guten halben Jahr heißt deshalb meine gefühlte Daueraufgabe: Finde etwas, das lecker ist, transportiert werden kann, kalt schmeckt und all Deine verrückten Unverträglichkeiten berücksichtigt.

Öhm...ja.

Was anfangs eine Herausforderung war, ist mittlerweile ziemlich einfach. Alles eine Frage der Übung eben ;-).


Als all-time-favourite haben sich dabei Quiches in allen nur denkbaren Varianten entpuppt.
Weil sie so unfassbar wandelbar sind.
Weil sich Mürbeteig so hervorragend in glutenfreier Variante zubereiten lässt.
Weil die herzhaften Küchlein nicht nur toll sind, wenn Gäste kommen, sondern auch in kleinen Förmchen gebacken werden können und dann problemlos in die Handtasche passen.
Weil...Du merkst schon, sie haben es mir einfach angetan :-)!

Heute möchte ich Dir eine Variante vorstellen, die das ganze Jahr durch funktioniert. Die, könnte ich mir vorstellen, auch Kindern schmeckt. Die warm ebenso eine gute Figur macht, wie kalt, als Lunch to go oder auf dem Buffet und die sich zu allem Überfluss auch noch wunderbar einfrieren lässt.
Zu gut, um wahr zu sein?


Nö, ganz einfach

Frische Erbsenquiche – gluten- & lactosefrei

Du brauchst für 4 Tartelette-Förmchen oder 1 Springform Ø 24cm:

200g glutenfreies Mehl (Mischung Deiner Wahl, bei mir Buchweizen & Hafer)
25g Haselnussmehl (Mandel oder Walnuss geht auch)
100g Margarine/Butter
¾ TL Salz
Pfeffer
3 EL kaltes Wasser (bei Bedarf mehr)


wenn Du magst weitere Gewürze wie Currypulver, Koriander,...

Füllung:

200g Erbsen (bei mir TK)
1 kleine Zwiebel
Schluck Weißwein oder Brühe
100g Magerquark/Joghurt/Saure Sahne (was Du gerade da hast, lactosefrei wenn nötig)
2 Eier
50g Feta (lactosefrei, wenn nötig)
Salz
Pfeffer
Frische Kräuter (bei mir Minze und Petersilie)

Aus den Zutaten für den Teig knetest Du rasch einen Mürbeteig, verteilst den gleichmäßig auf 4 Tarteletteförmchen oder eine Springform, stichst das Ganze mehrmals mit einer Gabel ein und dann geht es abgedeckt für eine halbe Stunde ins Gefrierfach.
(Zu schnell? Eine ausführlichere Anleitung für Mürbeteig, incl. Trick und Rezept für normales Mehl findest Du HIER).

Während der Teig durchkühlt, wird die Zwiebel geputzt, in kleine Würfel geschnitten und dann in einem kleinen Topf mit einem Schuss Olivenöl glasig angebraten.
Zu den glasigen Zwiebeln kommen dann die Erbsen, werden unter Rühren ein paar Momente mitgebraten und dann wird alles mit einem Schluck Weißwein oder Brühe abgelöscht.
Lass alles kurz köcheln, deck aber den Topf nicht ab, die Flüssigkeit sollte verkochen.

Nach etwa 3-4 Minuten sollten die Erbsen weich und die Flüssigkeit weg sein.

Ist das der Fall, werden die Erbsen püriert und anschließend mit dem Quark und dem zerbröselten Feta vermischt.
Mit Salz, Pfeffer und den Kräutern kräftig abschmecken und anschließend, wenn die Masse gut abgekühlt ist, die Eier untermischen.

Mittlerweile sollte die halbe Stunde rum sein.


Die Füllung wird möglichst gerecht auf die Tarteletteförmchen verteilt, dann werden die Quiches im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten gebacken, bis die Masse gestockt ist.
Wenn Du statt der Tarteletteförmchen eine Springform nimmst, verlängert sich die Backzeit.

Und das war es.
Genieß sie warm, pack sie abgekühlt in die Handtasche, frier sie ein, iss sie alle allein auf oder teil sie mit lieben Menschen – so lange Du Deine Quiches nur genießt :-)!


Was sind Deine all-time-favourites?

Liebst,
Sabine, die sich jetzt sehr auf ihr Erkältungsbad freut :-)

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