Freitag, 11. Oktober 2013

Zwischen Himmel und Erde

Heute gibt’s den Herbst auf den Teller.
Nein, nicht mit dem unvermeidlichen (und äußerst leckeren) Kürbis.
Dafür mit Kartoffeln und Äpfeln.
Und mit Zwiebeln.
Und ganz viel Geschmack.
In einer fleischfreien Variante, anders, als es das Original vorsieht.
Original?
Pah, ich mach einfach ein Neues!

Was es ist?


Du hast es sicher längst erraten: Himmel un Ähd.
Wie der Rheinländer sagt, wobei es sicher so viele Schreibweisen gibt, wie Varianten dieses Gerichtes.

Grob gesagt brauchst Du Äpfel, Kartoffeln, Zwiebel, im Original noch Blutwurst. Gut, die hab ich einfach mal unter den Tisch fallen lassen, geschmeckt hat es trotzdem köstlich.


In einigen Gegenden werden Kartoffeln und Äpfel zusammen gekocht, dann gibt es die Version mit Kartoffeln plus Apfelmus, manchmal werden auch die Äpfel erst dann zu den Kartoffeln gegeben, wenn die fast gar sind.

Ich habe mich für die Version entscheiden, die mir zum Einen immer schon am besten geschmeckt hat (was Wunder ;-) ), zum Anderen ist das aber auch die Zubereitung, die gerade fleischlos den meisten Geschmack bringt.

Neugierig?
Wollen wir?


Himmel un Ähd

Du brauchst:
Kartoffeln, mehligkochend (so viel Du magst und schaffst)
Äpfel (jetzt im Herbst erntefrisch, knackig und aromatisch, 1 pro Person)
Zwiebel (ich hatte eine rote; ½-1 pro Person)

Außerdem:
Butter/Margarine
(Soja-) Milch (lactosefrei, wenn nötig)

Die Kartoffeln werden geschält, in kleine Stücke geschnitten und dann in gesalzenem Wasser gekocht.
Wie’s eben so geht mit den Kartoffeln ;-).

Während die vor sich hin köcheln, schneidest Du die Zwiebel(n) in Ringe und brätst sie bei mittlerer Hitze mit wenig Fett in einer großen Pfanne so lange, bis sie goldig-braun sind. Das dauert ein paar Minuten, fang nicht zu spät damit an.

Der Apfel wird gewaschen und geputzt, geviertelt und dann in Spalten geschnitten.
In der Zwiebelpfanne werden die Apfelspalten nun von beiden Seiten je etwa 2-3 Minuten angebraten, bis der Apfel gebräunt und mürbe, aber noch nicht weich ist.

Die mittlerweile gegarten Kartoffeln werden abgegossen und mit etwas Milch und Butter (oder veganem/lactosefreiem Ersatz) grob gestampft. Das geht auch mit einer Gabel ganz gut.
Alles noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann zusammen auf einem Teller anrichten.
Ein schönes Glas leichten Weißwein, Federweißer oder auch Bier dazu – fertig.

Lecker, einfach und herrlich im Herbst.


Wenn Du Fleisch isst und Blutwurst magst: die wird in Scheiben geschnitten, mehliert und gebraten, bis sie knusprig ist – nur der Vollständigkeit halber ;-).

Mir jedenfalls hat meine fleischfreie Variante sehr gut geschmeckt, durch die gebräunten Zwiebelringe und Apfelspalten war das Gericht würzig genug – und hat soo schön durchgewärmt.


Welches Original definierst Du neu?

Liebst,
Sabine

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