Donnerstag, 14. November 2013

Neue Freunde

Was fällt Dir spontan ein, wenn Du Rotkohl im Supermarkt siehst?
Ich meine nicht die Gläser mit dem fertig vorbereiteten Kohl, sondern diese hübschen rot-blauen Kohlköpfchen, die in der Gemüseabteilung wohnen, bis sie adoptiert werden.
Die wesentlich vielseitiger sind, als Du denkst und viel einfacher zuzubereiten, als Du fürchtest.
Ehrlich.


Was also fällt Dir dazu ein?
Klassischer Rotkohl vielleicht? So etwas Schweres mit Klößen?

Hmm...mir fiel heute ganz etwas anderes ein.
Basilikum und Parmesan und Reis nämlich.
Klingt verrückt?
Schmeckt verrückt-gut, Liebes!

Und die Farbe erst...himmlisch!


Die Kombination aus Rotkohl mit seinem leicht erdigen Geschmack und dem pfeffrigen Basilikum ist wunderbar - tatsächlich sind sie neue beste Freunde –, und der Parmesan verbindet cremig-würzig alle Zutaten zu einem wunderbaren Gericht.
Einem Gericht übrigens, das schön durchwärmt und das Beste ist gegen diese nass-graue Novembersuppe.

Wollen wir?


Rotkohlrisotto

Du brauchst pro Person:

½ Zwiebel
100g Rotkohl, geputzt
1 Hand voll Risottoreis
½ Glas Weißwein
400-500ml kräftige Gemüsebrühe
kleines Stück Ingwer
1-2 Nelken

Stich Butter
20g frisch geriebenen Parmesan

Du stellst Dir zu Beginn die Brühe griffbereit neben den Herd.

Die Zwiebel wird in feine Würfel geschnitten und in Olivenöl glasig gebraten.

In der Zeit schneidest Du den Rotkohl in möglichst feine Streifen und gibst ihn dann zu den Zwiebeln.
Ich habe das Ganze kurz angebraten, dann mit wenig Wasser abgelöscht und etwa 4 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl anfing, weich zu werden und das Wasser verkocht war. Dabei habe ich Ingwer und Nelken, in einem zugeknoteten Teefilter mitkochen lassen und nach diesen 4-5 Minuten gleich wieder herausgenommen. Die Zeit reicht, um dem Rotkohl Würze zu geben, ohne, dass Ingwer oder Nelken am Ende dominant zu schmecken wären.

Dann kommt der Risottoreis dazu und wird so lange mitgebraten, bis die einzelnen Reiskörner glasig aussehen.
Sobald das der Fall ist, wird alles mit dem Weißwein abgelöscht.

Jetzt beginnt das große Rühren, je besser Du das machst, desto cremiger wird das Risotto durch die austretende Stärke.

Also, bitte rühren und sobald der Weißwein verkocht ist, kommt schöpflöffelweise die Brühe zum Risotto. Weiter rühren, bis die Flüssigkeit weg ist, dann wieder eine Schöpflöffelladung Brühe dazu und so weiter und weiter und weiter.

Nach etwa 15-20 Minuten solltest Du anfangen, zu probieren, ob Dir der Reis weich genug ist. Bissfest sollte er auf jeden Fall bleiben.
Achte dabei auf jeden Fall darauf, dass noch etwas Flüssigkeit im Risotto ist, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist.

Nun werden nur noch Butter und Parmesan untergerührt, gerade so lange, bis sich Beides aufgelöst hat.
Erst jetzt solltest Du das Risotto abschmecken, der Parmesan bringt recht viel Salz mit und wenn Du vorher würzt, wird’s schnell auch zu viel.


Am Ende das Risotto auf einen Teller schwappen lassen (Risotto soll sich wie eine Welle über den Teller bewegen, also nie zu trocken sein), mit einigen Basilikumblättchen bestreuen und sofort warm genießen – am besten mit einem Schlückchen Weißwein.
Himmlisch!


So, Liebes – was fällt Dir zu Rotkohl ein?

Liebst,
Sabine

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