Montag, 25. August 2014

Summer of Love - Woche 4

Liebe Dich


In den letzten drei Wochen hast Du (hoffentlich) begonnen, Dich selbst realistischer zu sehen und weißt, dass das gerade nicht bedeutet, eine weitere Runde kritisch-madig an Dir selbst herumzumäkeln HIER, Du hast dunkle Spinnwebenecken entrümpelt und Dir 5 goldene Regeln in Glitzer an die Wand gepinnt HIER und Du hast Dich startklar gemacht, um Dich so richtig toll zu finden und nur Gutes festgehalten HIER.

Was jetzt noch fehlt?

Fast gar nichts mehr, Liebes!
Ich mir auch sicher, dass Du diese 4. Woche fast gar nicht mehr brauchst und schon mitten drin bist in der ich-liebe-mich-selbst-wie-verrückt-Phase.
YAY!

Doch noch nicht so ganz YAY?
Dann ist das heute für Dich gedacht.

In dieser Woche ist es Zeit, Bilanz zu ziehen.

Schau Deine Aufzeichnungen der letzten Wochen durch, freu Dich an den bunten Collagen, lies Deine Notizen, hör Deine Songs.
Wie auch immer Du den einen oder anderen Aha-Moment festgehalten hast, nimm Dir in dieser Woche ein wenig Zeit dafür.

Na, merkst Du’s?

Schon, oder?

Du bist ganz schön toll!

Also, so richtig!

Stimmt, oder? Gut so...und jetzt, genieß das Gefühl!

Das Bild, das Du heute von Dir hast, ist voller Selbstbewusstsein, stark und zuversichtlich, wie auch tatsächlich Deiner Selbst bewusst.

Du hast eine Idee von Deinen Stärken, von dem, was Du gut kannst, was DICH auszeichnet und auch davon, was Du selbst brauchst.
Du kannst Dich nun auf all diese guten und wichtigen Aspekte konzentrieren und sie Dir wieder und wieder vergegenwärtigen.

Und wenn Du all das zusammen nimmst – doch, Du BIST toll!

So, und wenn das nun nicht reicht?

Wenn Du zwar siehst, dass da viel Gutes auf all den Listen steht, wenn Dir bewusst ist, dass Du Vieles ganz toll kannst und machst und Du trotzdem Probleme hast, Dich zu lieben wie verrückt?
Das war ja schließlich unser Ziel, da haben wir uns vor 4 Wochen drauf geeinigt.

Wenn Du also zu diesen arg harten Nüssen gehörst, dann, Liebes, habe ich heute noch einen letzten Gedanken für Dich.

Einen zugegeben erst einmal etwas bösen Gedanken.
Der mag sich schräg anhören und vielleicht völlig weit hergeholt klingen, aber denk bitte trotzdem über ihn nach.
Könnte ja sein, dass ich doch einen winzig kleinen schwarzen Punkt getroffen habe. 
Oder so.
Völlig unbeabsichtigt, versteht sich.

Die allerletzte Frage, die Du Dir im Summer of Love stellen solltest ist die, ob Du Dir selbst erlaubst, Dich zu lieben?

Ob Du tatsächlich dafür bereit bist, Dich selbst grandios und umwerfend zu finden und die Verantwortung für Dein eigenes Glück zu übernehmen?

Das kann nämlich auch ganz schön unbequem sein, da mach ich Dir nichts vor.

Da ist auf einmal niemand mehr, der ‚Schuld’ ist daran, dass es Dir nicht gut geht.
Niemand, auf den Du schimpfen kannst.
Folglich auch niemand, der Dich tröstet und Dir erzählt, dass DU ja gar nichts dafür kannst, dass es grad nicht so läuft.
Mit der Liebe, mit der Arbeit, mit was-auch-immer.

Dich selbst zu lieben heißt ganz unbedingt auch, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es Dir gut geht.
Dass Du zufrieden und glücklich bist und zwar nicht unbedingt wegen, sondern auch trotz äußerer Umstände.

Wenn Du Dich liebst, gehst Du keine faulen Kompromisse ein, Du drückst nicht beide Augen zu, weil’s grad so himmlisch bequem ist.
Ist nämlich auch himmelschreiend feige und fühlt sich auf einmal gar nicht mehr so kuschelig an, sondern einfach nur falsch.

Voll von Selbstliebe bist Du, naja, eben liebevoll und nicht feige, Du trittst für Deine eigenen Interessen ein, dafür, dass es Dir gut geht.
Dass Du eben glücklich bist.

Ich weiß, sich mit diesem Gedanken auseinanderzusetzen ist nicht grad schön. 
Es ist ja auch keine schöne Erkenntnis, lieber auf der ich-bin-das-Opfer-die-anderen-sind-so-böse-Insel zu hocken und es sich dort in einem warmen Pool aus Selbstmitleid so richtig gut gehen zu lassen, sich am Nachmittag vielleicht noch eine kleine Alles-ist-Scheiße-Rückenmassage abzuholen und am Abend ausgiebig vom Wieso-passiert-immer-MIR-das?!-Buffet zu schlemmen.

Na, keine schöne Pauschalreise?
Ist doch alles dabei!

Ich weiß, das liest sich gemein und ich weiß auch, dass es Menschen gibt, denen es auf Opfer-Island gut gefällt.
Das ist OK, wirklich.
Da darfst Du Dich dann nur nicht beschweren, Liebes, dass es mit dem Glück und der Selbstliebe und überhaupt mit einem zufriedenen Leben und einer zufriedenen Umwelt nicht so klappen mag.

Denn das ist dann DEINE Entscheidung!

Ja, das zu erkennen ist nicht schön und hart.

Aber Liebes...da stehen genug Rettungsboote!

Einfach den Selbstliebe-Pier runterlaufen, rein hüpfen und paddeln wie verrückt!
Oder aber die letzte Woche aus dem Kokon befreiten Flügel benutzen.
Du kommmst da runter.
Wenn Du willst.
Ganz sicher.

Und dann, wenn Du flatterst oder paddelst, je nachdem, was Du bevorzugst, dann fängst Du ganz automatisch an, Dich zu lieben.
Weil Du für Dich eintrittst.
Weil Du für DICH kämpfst.
Und das tut man nun einmal für jemanden, den man liebt.

Schön, oder?
Und nach einer Weile fehlt Dir auch der Pool nicht mehr oder die Mitleids-Margaritas, die, wenn Du ehrlich bist, auch immer ganz schön Kopfweh gemacht haben.
Brauchst Du nicht.

Du hast DICH.
Und wir erinnern uns – Du bist TOLL!

Du bist großartig, Du bist liebenswert und perfekt, genau so, wie Du bist.

Du bist ein wunderbares Unikat.

Und welches Unikat macht schon Pauschalurlaub?

Liebst,
Sabine

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