Montag, 8. Dezember 2014

Ich back’s mir...Weihnachtlicher Mohnkuchen

Huch, es ist ja schon der 7.! Das heißt, es wird nun wirklich höchste (!) Zeit, Dir meinen Post zu Claras wunderbarer ‚Ich back’s mir’-Reihe zu zeigen HIER.

Jeden Monat ruft die Geschmackspolizei dazu auf, etwas Gebackenes zu einem vorgegebenen Thema zu teilen, im November war der Lieblingskuchen die Vorgabe.
Hach, schwierig!
Ich bin noch immer auf der Suche nach einem neuen, glutenfreien Lieblingskuchen. Und so zeige ich Dir heute einfach einen weihnachtlichen Lieblingskuchen, den schon meine Oma gebacken hat. Praktischerweise kommt das Rezept ohne einen Krümel Mehl aus und macht mir somit so gar keine Probleme.


Mohnkuchen zu Weihnachten, das ist irgendwie etwas typisch Oberschlesisches, bzw. Ostpreußisches. Praktischerweise kam eine meiner Omas aus Oberschlesien, die andere aus, na, ahnst Du’s? Richtig! Aus Ostpreußen!
Mohn zu Weihnachten, das funktioniert bei mir also super, wobei Mohn eigentlich zu jeder Jahreszeit super ist.

In diesem kleinen Rezept hat der Mohn nicht viele Gefährten, nur 5 Zutaten brauchst Du. Ganz wichtig – das Zitronat. Selbst wenn Du die kandierte Zitronenschale nicht magst, rate ich Dir, es zu versuchen und zwar mit sehr hochwertigem Zitronat.


Ich selbst kaufe es ausschließlich im Reformhaus/Bioladen und kann Dir nur sagen – ein Unterschied wie Tag und Nacht! Das, was ich früher an Zitronat nicht mochte, diese penetrante fiese Geschmacksnote – die gibt es nicht, die ist einfach weg. Also, gib dem Zitronat noch eine Chance, es lohnt sich.
Selbst meine Schwester, die passionierte Zitronatgegnerin ist, fand den Kuchen gut, muss ich mehr sagen ;-)?!

Jetzt aber kommt endlich das Rezept zu meinem himmlisch saftigen, fluffigen Kuchen.


Weihnachtlicher Mohnkuchen (glutenfrei)

Du brauchst für eine Springform mit 23cm Durchmesser

100g (Birken)Zucker
4 Eigelb
100g Butter, geschmolzen
5 Eiweiß
100g Dampfmohn
30g Zitronat, fein gehackt

außerdem: Puder-, oder Traubenzucker

Zunächst wird das Eiweiß zu einem festen Schnee geschlagen.

Der Zucker wird mit dem Eigelb zu einem weißlichen, dicken Schaum aufgeschlagen, das dauert etwa 5 Minuten, werd also nicht ungeduldig, es lohnt sich.
Dann wird die geschmolzene Butter eingearbeitet und der Mohn mitsamt dem fein gehackten Zitronat untergerührt.

Der Eischnee wird mit Hilfe eines Teigschabers vorsichtig untergehoben, achte darauf, dass möglichst viel Volumen erhalten bleibt.

Der Teig wird in eine gefettete und mit (Reis)Mehl oder gemahlenen Mandeln bestäubte Springform gegossen und darf dann im vorgeheizten Ofen bei 175°C Ober-/Unterhitze in etwa 40 Minuten gar backen.
Nimm den Kuchen aus dem Ofen, sobald er durchgebacken ist (Stäbchenprobe), so bleibt er schön saftig.

Auskühlen lassen und dann, wenn Du magst, mit Hilfe einer Tortenspitze und Puder-, oder Traubenzucker ein hübsches Muster auf den Kuchen zaubern.


Ich habe es versucht, aber die Rieseleigenschaften von Traubenzucker sind...nun, überschaubar!

Dem Geschmack des Kuchens hat das so gar keinen Abbruch getan, himmlisch fluffig ist er, saftig und leicht und einfach nur lecker!
Das Zitronat schmeckst Du nicht raus, es rundet den Geschmack aber schön frisch ab.
Wenn Du magst, kannst Du den Kuchen mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt abwandeln, auch 2 EL Kakao würden mit einer schönen Schokonote sicher nicht stören, mach einfach draus, was Dir gefällt!


Der Kuchen kann sofort gegessen werden, hält sich aber auch gekühlt ein paar Tage – und wird so gar nicht schlechter.

Ja, doch...das könnte ein neuer Lieblingskuchen werden, so für die Adventszeit. Denn mein neuer Plan lautet: viele Lieblingskuchen. Da hat man einfach mehr davon ;-)!


Was machst Du aus Mohn?

Liebst,
Sabine

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