Samstag, 14. März 2015

Baking a difference* – Mango-Mousse-Torte

* Einen Teil der Zutaten hat mir die Firma nu3 zur Verfügung gestellt. Das Rezept stammt wie immer allein von mir und meine Meinung sowieso.


Als ich vor einiger Zeit gefragt wurde, ob ich an einer Aktion teilnehmen wollte, bei der es darum ging, Kuchenrezepte mit Alternativen zu normalem Zucker zu entwickeln war ich begeistert – mache ich ja gezwungenermaßen sowieso andauernd.
Nach nur wenigen Tagen war das Päckchen mit den gewünschten Zutaten bereits bei mir und ich konnte loslegen.


Da ich ja Herausforderungen liebe, habe ich mich neben dem mir bereits bekannten Kokosblütenzucker noch für eine etwas ungewöhnlichere Süßungsmöglichkeit entschieden: Fruchtpulver. Ja, das sind einfach pulverisierte Früchte und das fand ich so spannend, dass ich um diese zentrale Zutat herum den Kuchen gebaut habe.

Gut ist der geworden, da trifft nun fruchtige Mango auf eine sehr luftige Creme auf einen schönen, feucht-gehaltvollen Tortenboden, der, eigentlich nicht eingeplant, passt aber super, dezent nach Marzipan schmeckt.
Kuchenglück, was willste mehr!


Die Zubereitung liest sich lang, aber keine Sorge, das ist alles ziemlich fix erledigt und lässt sich auch gut auf 2 Tage aufteilen.


Wollen wir?

Mango-Mousse-Torte (glutenfrei und ohne raffinierten Zucker)

Du brauchst für eine Springform von 18cm Durchmesser (4-6 Personen)

Boden
3 Eier, Gr. M
100g Kokosblütenzucker
¼ TL Vanille, gemahlen
100g Mandelmehl
75g gemahlene Mandeln

Mousse
200g Sahne
¼ TL Vanille, gemahlen
200g Joghurt (bei mir 1,8% Fett)
200g Quark (bei mir Magerstufe)
40g Mangofruchtpulver
1 geh TL Hagebuttenpulver
1 mittelgroße, reife Mango
etwa 200ml Flüssigkeit (Wasser oder Milch, bei mir Mischung aus beidem)
3 gestr. TL Agar-Agar

Deko
¼ Mango
Hagebuttenpulver nach Belieben

Für den Boden werden die Eier mit dem Kokosblütenzucker und der Vanille etwa 5 Minuten lang mit dem Mixer zu einem dicken Schaum aufgeschlagen.
Vorsichtig das Mandelmehl und die gemahlenen Mandeln unterheben (Teig wird recht zäh) und in einer gefetteten Springform verteilen.

In den KALTEN Backofen geben, diesen auf 200°C Ober-/Unterhitze einstellen und dann den Boden etwa 25 Minuten backen, bis er goldig ist, gut duftet und nicht mehr an einem Holzstäbchen kleben bleibt.

Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen.

Für die Mousse die Sahne mit der Vanille steif schlagen und zur Seite stellen.

Joghurt, Quark, Mango- und Hagebuttenpulver werden mit dem Mixer zu einer glatten Masse verrührt. Es dauert ein paar Minuten, bis das Mangopulver sich auflöst, so lange weiterrühren.
Die Mango wird geputzt, in gleichmäßige Würfel geschnitten und unter die Creme gehoben.

Nun wird das Agar-Agar in der Flüssigkeit aufgelöst, die Mischung kommt anschließend in einen kleinen Topf und muss nun unter ständigem Rühren (wichtig!) mindestens 5 Minuten köcheln. Wird die Masse zu zäh, schluckweise Wasser zugießen.

Nun muss es schnell gehen:
Nach den 5 Minuten wird ein Teil der Creme (etwa 2-3 EL) mit der Agar-Agar-Mischung verrührt, damit sie temperiert wird.
Parallel wird die Sahne unter die restliche Creme gehoben.
Dann kommt die Agar-Agar-Mischung zur Sahne-Creme-Masse und wird zügig (!) und gleichmäßig untergehoben.

Die Masse sollte sofort anziehen und wird unverzüglich auf dem Tortenboden verteilt. Das kannst Du mit Hilfe eines Tortenringes machen oder einfach, indem der Boden wieder in die Backform gelegt wird.

Im Kühlschrank darf die Torte nun mindestens 1 Stunde fest werden, bevor sie mit Mango und Hagebuttenpulver garniert wird.

Anschneiden und – genießen!


Der Boden ist recht fest und schmeckt durch die verwendeten Mandeln nach Marzipan, die Mousse ist schön luftig und nicht zu fettig und durch die Mango fruchtig-süß, ohne pappig zu werden.

Das Mangofruchtpulver süßt die Creme tatsächlich ausreichend, wenn Du aber einen ganz schlimmen süßen Zahn hast, kannst Du selbstverständlich noch mit etwas (Kokosblüten)Zucker nachhelfen.
Ich kann mir die kleine Torte auch sehr gut mit anderem Fruchtpulver, z.B. aus Him- oder Erdbeere sehr gut vorstellen. Wenn Du kein Fruchtpulver im Laden finden kannst und online nicht kaufen magst, einfach gefriergetrocknete Früchte durch den Zerkleinerer jagen, das klappt wunderbar.


Von dem Hagebuttenpulver habe ich scheinbar nicht so viel verwendet, es schmeckt aber sehr intensiv und hat vorzüglich zur Mango gepasst. Mir persönlich hat da ein gehäufter TL gereicht, Du kannst wie immer abschmecken, wie es Dir passt.

Ein Wort noch zum Agar-Agar: Es gibt auf dem Markt viele verschiedene Sorten und man sollte sich was die zu verwendende Menge und auch die Kochzeit angeht, immer, wirklich immer (!) an die Angaben auf der Packung halten.
Während das Agar-Agar köchelt riecht es, ich bin ehrlich, schon etwas komisch. Keine Sorge, im Kuchen (oder wo auch immer Du es verwenden magst) ist das Zeug dann völlig geschmacks- und geruchsneutral.
Agar-Agar fängt schon bei ziemlich hohen Temperaturen, ab etwa 30-40°C, an zu gelieren, also viel früher als Gelatine. Es ist deshalb wichtig, alle Zutaten für die Creme beisammen und bereits vermischt zu haben, bevor das Agar-Agar untergezogen wird, weil sich sonst Klümpchen bilden können.


Der Tortenboden lässt sich prima auch schon am backen und der Kuchen hält sich gut verpackt im Kühlschrank einige Tage, ohne, dass Geschmack oder Konsistenz leiden würden.

Was kommt auf Deine Frühlingstorte?

Liebst,
Sabine

1 Kommentar:

Fashion ahoi hat gesagt…

Die Torte sieht absolut fantastisch aus :)und die Bilder sind auch total schön.

Ehrlich gesagt backe ich nie eine Frühlingstorte, sondern immer "Frühlingsmuffins". Mit Himbeeren und Quark :)

Ich würde mich freuen, wenn Du meinem Blog auch einen Besuch abstattest :3

Liebe Grüße ♥
Ivi