Dienstag, 31. März 2015

Drei mal Anders - zum Osterbrunch


In meiner Familie gibt es, wie in sicher vielen Familien auch, die wunderbare Tradition des Osterbrunches.
Heute in etwas kleinerer Runde war dieser Brunch jahrelang eine feste Institution im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis, es musste gar keine Einladungen mehr geben, wer immer wollte und Zeit hatte, schaute am Ostersonntag bei uns vorbei. So gab es Jahre, in denen pausenlos von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends die verschiedensten Gäste durch Haus und Garten spazierten.


Den Ostersamstag habe ich mit meiner Mutter in der Küche verbracht, gewirbelt und Berge von Essen zubereitet.
Davon inspiriert habe ich mir ein schönes, kleines Fingerfood-Rezept für Dich ausgedacht, glutenfrei und absolut brunchtauglich für unsere diesmonatige Runde der Aktion Drei mal Anders.
Drei mal Anders, das sind Britta, Sandra und ich, drei sehr verschiedene Bloggerinnen, die sich sehr mögen und in unregelmäßigen Abständen aus unseren jeweiligen Perspektiven über ein gemeinsames Thema bloggen. Zeitlich passend haben wir heute die Osteredition aufgelegt, bei Sandra findest Du entzückende Vorlagen für Osterkarten HIER, die Du Dir herunterladen kannst und Britta nimmt Dich HIER mit zum Osterfeuer.


Nach dem Kartenschreiben auf dem Weg zum Osterfeuer kannst Du Dir hier also noch eine kleine Stärkung für den Weg mitnehmen.
Klingt gut?
Schmeckt noch besser!


Gefüllte Teigtäschchen mit Möhren-Petersilien-Pesto ohne Gluten

Du brauchst für etwa 12 Täschchen

Quark-Öl-Teig
135g Reismehl 
45g Buchweizenmehl 
90g Quinoamehl 
130g Maisstärke (Kartoffel- oder Tapiokastärke geht auch)
4g Xanthan (alternativ 5g Johannisbrotkernmehl)
1 Packung (Weinstein)Backpulver 
1 TL Salz
Pfeffer
½ TL Kräuter der Provence (optional)
200g Quark (bei mir Magerstufe)
8 EL Olivenöl
2 Eier
2-3 EL Milch 

Möhren-Petersilien-Pesto
450g junge Möhren (bei mir ¾ Bund)
1 mittelgroße Zwiebel
60g Pecannusskerne
½ Bund Petersilie
½ EL Olivenöl
2-3 EL Wasser
Abrieb ½ Zitrone
Salz
Pfeffer

1 Ei, verquirlt

Wieder einmal liest sich die Zutatenliste lang, die Zubereitung ist aber ziemlich einfach und nach einer guten Stunde bist Du auch schon fertig.

Zunächst werden die trockenen Zutaten für den Teig sorgfältig vermischt, es sollten sich dabei keine Klümpchen bilden. Dann werden mit den Knethaken des Mixers der Quark und das Öl untergearbeitet. Nun solltest Du die Konsistenz des Teiges testen, die Masse sollte sich feucht anfühlen, aber nicht kleben. Ist der Teig zu trocken, knete (gern mit den Händen) esslöffelweise Milch unter.
Der Teig ist nun fertig und sollte etwa 15-30 Minuten ruhen.

In der Zeit werden die Möhren geschält und fein gerieben, die Zwiebel geputzt und in kleine Würfel geschnitten.
In etwas Olivenöl wird die Zwiebel angebraten, nach etwa 2 Minuten kommen die Möhren dazu und braten unter Rühren für etwa 3 Minuten, das Gemüse sollte noch Biss haben, sich aber schon zu einer Masse verbunden haben.

Nach dieser Zeit kommen Pecannüsse, Petersilie, ein Esslöffel der Möhrenmasse, Öl und Wasser (nimm nicht gleich alles auf einmal) in einen Zerkleinerer und werden zu einem feinen Pesto verrührt.

Das Pesto kommt schließlich unter die Möhrenmasse in die Pfanne, alles vom Herd und nun musst Du das Möhren-Petersilien-Pesto nur noch mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Der Teig wird nun esslöffelweise abgestochen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausgerollt (03-0,5cm dick).
Nun kannst Du entscheiden, welche Form Du den Teigtäschchen geben magst, ich habe Rechtecke ausgeschnitten und Dreiecke für kleine Hörnchen.

So oder so, ein knapper Esslöffel Pesto kommt auf den Teig, die freien Flächen werden mit Ei eingestrichen und dann kannst Du alles in die gewünschte Form bringen. Zum Schluss alles noch mit Ei einstreichen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech brauchen die guten Stücke im auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen nun etwa 25 Minuten, bis sie goldig und gar sind.

Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und genießen.


Die Möhrenpestoteilchen schmecken warm und kalt ganz wunderbar, sie lassen sich vorbereiten, einfrieren und nur noch einmal kurz aufbacken, die Füllung kannst Du variieren und wie immer aus der Idee machen, was Dir gefällt.


Das Gebäck ist dank Quark-Öl-Teig und Xanthan herrlich fluffig geworden, was ja in der glutenfreien Bäckerei eher schwierig ist. Ich jedenfalls bin begeistert und mein Hinterkopf arbeitet schon an einer süßen  Varainte...


So, jetzt aber schnell zu Sandra und Britta schauen, eine Idee für den Osterrunch hast Du ja jetzt. Übrigens...der Teig funktioniert auch mit normalem Mehl, dann einfach das Xanthan weglassen...ich wollt’s nur gesagt haben ;-).

Welche Ostertradition hast Du?

Liebst,
Sabine

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