Dienstag, 5. Mai 2015

Ich back’s mir...Rüblitorte ohne Gluten

Oha!

Fast hätte ich vergessen, dieses Rezept mit Dir zu teilen, ein Jammer wäre das gewesen.


Da stand ich also mit Mixer und Küchenwaage bewaffnet in der Küche, überlegte, wie ich eine Idee, die im Hinterkopf schwirrt, umsetzen könnte, denn die wunderbare Clara hat nach Torten gefragt HIER – und dann fiel es mir siedend heiß wieder ein. 
Ich habe da ja noch eine Torte, die auf die Welt losgelassen werden will, ganz unbedingt und so schnell wie möglich.
Gebacken habe ich das gute Stück schon Anfang April zum Geburtstag meines Neffen, dann kamen Ostern und diverse Reisen dazwischen und brav und geduldig hat die Torte auf ihren großen Moment gewartet.

Der ist jetzt.


Die Rüblitorte schmeckt nämlich nicht nur zu Ostern, sondern ist ganzjährig ein Genuss und da sie eine nette, kleine fruchtige Komponente in ihrem Bauch versteckt, passt sie auch super zum fortschreitenden Frühling.
So!
Und Erdbeerkuchen gibt’s dann eben nächste Woche ;-).

Die Torte besteht aus einem sehr saftigen Haselnuss-Biskuit, in dem es sich fein geriebene junge Möhren gemütlich gemacht haben, kombiniert habe ich das Ganze mit einer kühlen Quarkcreme, die eine schöne Tonkabohnen-Note hat und sich in der Torte heimlich mit herrlich säuerlicher Johannisbeermarmelade trifft.
Hach!


Keine Sorge, die Torte ist dafür, dass sie eine Torte ist, wirklich schnell und vor allem einfach gemacht und kann auch in zwei Schritten an zwei Tagen zubereitet werden.
Auch mit frischen Beeren gefüllt kann ich mir den Kuchen prima vorstellen und ich glaub, das gute Stück wird dann doch in absehbarer Zeit noch einmal zubereitet...


Wollen wir?

Rüblitorte glutenfrei

Du brauchst für eine 18cm Springform / für 6-8 Personen

Teig
4 Eier
120g feiner Zucker (ich habe kristalline Reissüße verwendet)
1 EL Zitronenschale, frisch gerieben
1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
200g Haselnüsse, gerieben
300g Möhren

Füllung
80g Butter
200g Frischkäse (meiner hatte 17% Fett)
50g (kristalline) Reissüße
100g (Mager)Quark
Saft von ½ Zitrone
¼ TL frisch geriebene Tonkabohne (alternativ: Vanille)
1/8 TL Vanillepulver

außerdem
½ Glas Johannisbeermarmelade, mind. 75% Frucht (bei mir: selbst gekocht)
35g Kuvertüre, mind. 40% Kakaoanteil
30g ganze Haselnüsse

Du beginnst mit ein paar Vorarbeiten:
Die geriebenen Haselnüsse werden in einer Pfanne ohne Fett geröstet, bis sie goldig werden und gut duften. Auf einen Teller geben und komplett auskühlen lassen.
Die Möhren werden geputzt, anschließend möglichst fein geraspelt und ebenfalls zur Seite gestellt.
Die Eier werden getrennt.

Für den Teig werden Eigelb und Zucker zu einem dicken Schaum aufgemixt, das dauert etwa 5-7 Minuten, je geduldiger Du bist, desto schöner wird der Kuchen. Anschließend werden Zitronensaft und –abrieb untergerührt, ebenso wie die vorbereiteten Haselnüsse und die Möhrenraspel.

Das Eiweiß wird mit einer Prise Salz zu einem festen Schnee geschlagen und dann ganz vorsichtig unter die Möhren-Haselnuss-Mischung gehoben. Arbeite rasch und achte darauf, dass Du nicht zu viel Luft aus dem Eischnee rührst.

Der Teig kommt in eine leicht gefettete Springform und backt dann im auf 190°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen etwa 50 Minuten, bis der Kuchen komplett durchgestockt ist, leicht goldig aussieht und gut duftet. Sollte der Teig beim Backen zu stark bräunen, deck einfach alles mit einem Stück Alufolie ab.

Nimm den Kuchen aus dem Ofen, lass ihn noch 10 Minuten stehen und löse ihn dann aus der Form. Anschließend sollte der Kuchen komplett auskühlen.

Währenddessen wird die Füllung zubereitet, das ist denkbar einfach – die Zutaten werden schlicht zu einer cremigen Masse verrührt und abgeschmeckt. Wenn Dir das Ganze nicht süß genug ist, nimm einfach etwas mehr Zucker.

Der ausgekühlte Kuchen wird quer halbiert und die untere Hälfte mit der Johannisbeermarmelade eingestrichen. Knapp die Hälfte der vorbereiteten Creme wird darauf verteilt und die obere Kuchenhälfte darauf gesetzt.
Die restliche Creme wird dann auf die Torte gestrichen und nun kannst Du dekorieren, wie Du magst.
Ich habe ein paar Haselnusskerne geröstet, grob gehackt und auf der Creme verteilt, anschließend etwas Kuvertüre geschmolzen und in recht dünnen Fäden über alles laufen lassen.

Stell die Torte noch einmal für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank und dann heißt es nur noch genießen, Liebes.


Herrlich saftig und fruchtig ist die Torte und bleibt im Kühlschrank einige Tage frisch und lecker.

Wenn Du normalen Zucker verwendest, solltest Du beachten, dass er süßer schmeckt als die Reisüße, bei Bedarf solltest Du die Mengen einfach anpassen.

Die Torte ist, das haben Torten nun einmal so an sich, eher mächtig und so reicht sie locker für 6-8 Portionen, auch wenn sie recht klein ausschaut. Es sind eben doch die inneren (Kalorien)Werte, die zählen ;-).


An Marmelade kannst Du verwenden, was immer Du magst, ich würde einfach darauf achten, dass eine gewisse Säure mit im Spiel ist. Spontan könnte ich mir ganz hervorragend Zitronenmarmelade vorstellen oder auch eine herbere Orangenmarmelade oder Du verwendest eben gleich frische Beeren.
Du weißt schon, was Dir schmeckt.

Was hättest Du fast verschusselt?

Liebst,
Sabine

Kommentare:

glückszaubermädchen hat gesagt…

Liebe Sabine,
hmm, wie lecker! Deine Torte ist ja toll geworden - genau die richtige Inspiration für den bevorstehenden Muttertag!
Liebe Grüße,
Sarah

Herbst Liebe hat gesagt…

Mmmh, ein wahrer Kuchentraum.
Herzlichst Ulla