Montag, 8. Juni 2015

Ich back’s mir...Flammkuchen mit Fenchel und Melone

Da bin ich wieder.
Die letzten Freitagsfunde sind schmählich ausgefallen, allerdings nicht ins Wasser, sondern in die Sonne. Das Wochenende haben der Lieblingsmensch und ich in einer liebsten Stadt verbracht, nämlich in Hamburg.
Und während wir am Freitag noch den Sommer in der Stadt genossen haben, war ich dann am Samstag in der Paartherapie.
Nein, keine Sorge, beim Lieblingsmenschen und mir ist alles super, aber meine Kamera und ich, wir brauchten Hilfe, denn unsere Kommunikation war doch arg auf den Automatik-Modus beschränkt... Aber davon erzähl ich Dir ein anderes Mal.


Heute mag ich Dir nur kurz und ziemlich stolz sagen, dass zum allerersten Mal alle Bilder, die Du siehst, im manuellen Modus fotografiert wurden. Jawoll, fotografiert und nicht geknipst.
Juhu!

So, jetzt aber zum Thema.
Das lautet Flammkuchenliebe und hat mich doch ein bisschen ins Schwitzen gebracht.
Seitdem ich glutenfrei essen muss, habe ich mich zwar ein paar Mal an Flammkuchen versucht, musste aber immer wieder einsehen, dass die guten Teile ohne Gluten echt schwer herzustellen sind.
Entweder schmeckte der Teig keksig, er war bröselig, nicht knusprig...ich hatte alles, nur keine guten Flammkuchen. Und dann habe ich das Thema einfach ruhen lassen.
Und Flammkuchen wurden nur noch eine leckere Erinnerung.

Na, so dramatisch wie’s klingt war es nun auch nicht, aber flammkuchenfrei lebt sich’s eben auch nicht perfekt.


Das ist nun vorbei, denn natürlich hat sich die Idee von ‚Das MUSS doch gehen!’ hartnäckig in meinem Hinterkopf festgesetzt. Claras Backthema war dann nur noch der willkommene Anlass, mich wieder einmal in die Versuchsküche zu stellen und auch, wenn sich der Teig erst einmal komisch und nicht ganz einfach verarbeiten lässt – das Ergebnis ist perfekt!
Dünne, knusprige Flammkuchen, die aber eben nicht trocken sind oder an Dauergebäck erinnern.
Hach!


Belegt habe ich die Teigfladen mit einer erst einmal wild klingenden Mischung, die  aber erstaunlich gut schmeckt!
Probier’s aus oder aber werf auf Deine Flammkuchen, was immer Du magst.

Jetzt backen wir aber erst einmal, oder?


Glutenfreie Flammkuchen mit Melone, Fenchel und Feta

Du brauchst für 2 große Flammkuchen (oder 4 kleine)

Teig
150ml Wasser
3g Trockenhefe
etwa ½ TL Reissirup (oder eine andere Süße)

80g Reismehl
50g Amaranthmehl
50g Kartoffelstärke (alternativ: Mais-, oder Tapiokastärke)
25g Buchweizenmehl
1,5g Xanthan
½ TL Salz
2 TL Olivenöl

Belag
2-3 EL Joghurt (Saure Sahne, Schmand o.ä.)
½ Fenchelknolle
½ kleine Galiamelone
30g Feta (bei mir 9% Fett)
Salz (bei mir Kräutersalz)
Pfeffer
Kerne von knapp ½ Granatapfel


außerdem:
einige Stängel Schnittlauch

Die Hefe wird zusammen mit dem Sirup im lauwarmen Wasser aufgelöst und für einige Minuten zur Seite gestellt, bis die Mischung kleine Blasen wirft.

In der Zeit werden die trockenen Zutaten sorgfältig miteinander vermischt, achte darauf, dass sich keine Klümpchen bilden.
Die Hefe-Wasser-Mischung und das Öl kommen dazu und mit allen wird zu einem feuchten Teig verrührt. Ich habe das mit den Knethaken des Mixers gemacht, mit einem Holzlöffel sollte das auch funktionieren.

Deck die Mischung ab und lass sie etwa 30-45 Minuten lang gehen. Der Teig sollte nicht stark aufgehen, aber lockerer werden.

Während der Teig geht, kannst Du den Belag vorbereiten.

Der Fenchel wird halbiert und von der Mitte her werden möglichst dünne Scheiben heruntergeschnitten. Ich habe für die Flammkuchen knapp 5 dieser Scheiben benötigt.
Der Granatapfel wird halbiert und vorsichtig entkernt, die Melone wird ebenfalls halbiert, entkernt und dann schneidest Du wieder möglichst dünne Scheiben herunter. Die Schale wird noch entfernt und das war es auch schon mit den Schnippelarbeiten.

Auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilst Du den Teig, ich habe 4 kleinere Flammkuchen gebacken und dafür möglichst weit voneinander entfernt je einen gut gehäuften Esslöffel des Teiges gesetzt, das ging von der Menge her genau auf.

Dann wird der Teig mit sehr feuchten Händen flach gedrückt und anschließend habe ich ihn mit einem angefeuchteten Löffelrücken zu flachen Küchlein ausgestrichen.
Der Teig ist sehr (!) klebrig und feucht und lässt sich auf gar keinen Fall ausrollen. Das muss genau so sein, gewolltes Kleben also.

Nun wird je ein guter halber Esslöffel Joghurt auf den Flammkuchen verteilt, das Ganze kräftig gesalzen und gepfeffert und anschließend mit Fenchel und Melone belegt. Der Feta wird gleichmäßig darüber gekrümelt und dann brauchen Deine Flammkuchen im auf 225°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten, bis sie gar und goldig sind.

Aus dem Ofen nehmen, mit den Granatapfelkernen bestreuen, wenn Du magst noch mit Schnittlauch garnieren, der auch geschmacklich super zum Rest passt – und fertig sind sie, meine wunderbar sommerlichen, glutenfreien Flammkuchen.


Die Mischung aus Fenchel und Melone funktioniert prima zusammen, der Feta bringt eine schöne salzige Note mit hinein und die Granatapfelkerne sorgen für eine himmlisch frische Süße.


Also, bei mir wird es jetzt wieder öfter Flammkuchen geben!


Und bei Dir?

Liebst,
Sabine

1 Kommentar:

Kulissenbummel hat gesagt…

Liebe Sabine,
die Bilder sind wirklich sehr schön geworden; hat sich doch gelohnt, die Therapie :).
Dein Rezept klingt wirklich außergewöhnlich - und lecker.
Werde ich bestimmt mal probieren.
Liebe Grüße
Julia