Sonntag, 1. Mai 2016

Huch, da isse wieder

...oder: Bloggen, wenn auf einmal alles anders wird (ABCFeeParade)

Ja, mich gibt’s noch, das gleich vorweg.

In den letzten Wochen ist mir mein gut eingerichteter Alltag, höchst willkommen, um die Ohren geflogen und hat sich völlig neu sortiert.
Ganz neuer Job, neue Stadt, neue Lebensumstände, neue Alltagsorganisation. Bald auch eine wunderschöne neue Wohnung mit einer, noch zu planenden, neuen Küche.
Und das alles äußerst kurzfristig.

Toll und spannend und wunderbar – aber eben auch fordernd und ab und an ein wenig anstrengend.
Fee hat in der letzten Woche einen sehr wahren, sehr klugen Beitrag dazu gepostet, wie sie das Bloggen und ihre neuen 40-Stunden-Wochen unter einen Hut bekommt und das war der perfekte Anlass für mich, mich endlich wieder hinzusetzen und zu schreiben.
Das fehlt mir nämlich ganz schön.

Aber der Reihe nach.
In den letzten Jahren habe ich viel gearbeitet und bin locker auf 40-Stunden-Wochen gekommen. Nichts Neues an dieser Stelle also. Allerdings habe ich rund die Hälfte der Arbeit vom heimischen Schreibtisch und nicht vom Büro aus gemacht und ich hatte einen luxuriös kurzen Arbeitsweg.

Seit zwei Wochen bin ich jeden Tag von Montag bis Freitag locker 11 Stunden außer Haus und das ist schon sehr anders. Gar nicht mal schlecht, ich habe wirklich frei, wenn ich das Büro verlasse und nehme nicht noch eine ellenlange To-Do-Liste mit, aber eben auch anstrengend, weil noch ungewohnt.

Das wird sich einspielen, keine Frage.

Daneben stehen momentan abends Küchen- und Umzugsplanung auf dem Programm und ich versuche mir anzugewöhnen, mir etwas Vernünftiges zu Essen mitzunehmen für die Arbeitspausen.

Kurz: Bloggen und eine 40-Stunden-Woche, das ist momentan nicht nur schlecht drin, sondern war es in der letzten Zeit so gar nicht.
Abends bin ich entweder zu kaputt oder auch schlicht zu beschäftigt gewesen, um auch nur mein Notebook aufzuklappen und so konnte ich nicht mal guten Gewissens die Freitagsfunde mit Dir teilen. Einfach weil es keine Funde gab, es sei denn, Du interessierst Dich für meinen Browserverlauf zum Thema Küchenplanung.

Das ist nicht nur richtig blöd für Dich, das ist auch blöd für mich. Bloggen ist meine Leidenschaft, schreiben, fotografieren, Neues ausprobieren, alles zusammenbringen und Dir zeigen. Das macht mir wahnsinnigen Spaß und ist reine Freude.
Es muss sich also in meinen verrückten Alltag momentan quetschen lassen.
Gefälligst!

Ich habe schon ein paar Ideen, wie sich das in Zukunft besser organisieren lässt und bin guter Dinge, dass sich alles wieder ganz entspannt einspielen wird. Bis dahin aber sind meine Photohintergründe noch in Umzugskisten und gibt es unter der Woche eher schnelle Süppchen. Bis dahin wird es schwierig, diverse schon geschossene Bilder zu sortieren und liegen die dazugehörigen Rezepte irgendwo ganz unten, ja, Du ahnst es, in einer weiteren Umzugskiste. Im Alltag habe ich gerade das Nötigste und für ein paar Wochen lässt es sich so prima leben – nur eben nicht ganz so prima bloggen.

Und so habe ich mir überlegt, dass Du in den nächsten 4-6 Wochen einfach etwas anders von mir hören und lesen wirst, wenn Du magst. Etwas seltener, aber nicht weniger gern für Dich geschrieben, mit Bildern, die mich vielleicht nicht immer ganz glücklich machen, aber im Zweifel dann doch lieber ohne Post als hässlich. Ganz so kompromissbereit bin ich nämlich nicht ;-).
Je nachdem, welche Küche wir bestellen, kann es auch gut sein, dass es den Sommer über eine Reihe ‚Basic Cooking für Anfänger gibt’, denn momentan sieht es so aus, als würden mir über Wochen genau zwei Herdplatten und eine Mikrowelle zur Verfügung stehen – ich denk noch gar nicht drüber nach und freue mich im Zweifel einfach auf die Herausforderung.
Und wer kann schon sagen, in den eigenen vier Wänden Campingrezepte entwickelt zu haben?
Eben! 
Wenn Du zwischendurch mal nichts von mir hörst, dann bin ich im Leben 1.0 kleben geblieben und das ist, denke ich, auch ganz ok.

Ich freue mich jedenfalls sehr, mich wieder an den Blog zu setzen, die Spinnweben aus den Ecken zu fegen und alles mit Leben zu füllen.

Wie bringst Du Alltag und Bloggen unter einen Hut?

Liebst,
Sabine


PS: Danke, liebe Fee für Dein ABC und die wunderbaren Gedankenstubser!

Kommentare:

Fee ist mein Name hat gesagt…

Wie schön, dass du dabei bist :)! Won hat es dich verschlagen? München?

Carolin hat gesagt…

Das kann ich gut nachvollziehen. An Tagen, an denen ich lange unterwegs bin, egal ob beruflich oder privat, habe ich meist gar keine Energie mehr zum Bloggen.
Und halbherzig Artikel schreiben, bring auch nichts.
Auf die nächsten Rezepte bin ich mal gespannt. Erstens überfordert mich Kochen auf 4 Herdplatten, zweitens gehen wir einmal im Jahr zelten.
Liebe Grüße
Carolin