Freitag, 16. Mai 2014

Freitagsfunde {52}

Unglaublich, aber die Freitagsfunde werden heute ein Jahr alt!
Wenn das mal keinen Tusch wert ist :-)!

Vor einem Jahr habe ich angefangen, freitags mit Dir zu teilen, worüber ich unter der Woche gestolpert bin, rein digital, versteht sich.
Dir gefällt mein fröhliches Sammelsorium hoffentlich, mir macht es jedenfalls großen Spaß und damit eröffnen wir beide doch ganz einfach das zweite Jahr der Freitagsfunde:


In diesen Garten möchte ich einziehen. Und dann soll immer Sommer sein. Muss sich doch machen lassen!

Spannend fand ich diesen Blick hinter die Kulissen, gefunden bei der zauberhaften Amélie

Ganz entzückt bin ich von diesen schönen Ideen, Dein iPhone neu einzukleiden

Schön! Und wahr!

Da ich mich nicht entscheiden konnte und Dir gleich zwei wunder-, wunder-, WUNDERschöne Sträuße von Elodie zeigen MUSS, kommen nun noch 2 Links. Du wirst sehen, wieso!
HIER 
und HIER
Ich möchte bitte beide haben! Geht auch ohne die Schnecke ;-)!

Und das war es auch schon wieder!

Ich freue mich auf zwei wunderschöne Abende am Wochenende, einer wird voller Musik sein und der andere voll von guten Gesprächen, von Lachen und Freude. Und von gutem Essen, das soll nicht vergessen sein.

Womit füllst Du Dein Wochenende?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 15. Mai 2014

Zeit und Gier und Florentiner

Liebes, immer wieder mal einmal erreichen mich diverse „Wie machst Du eigentlich...?!“-Fragen.
Und ich komme nicht sofort zum Antworten. Und dann, dann verschleppt sich der Gedanke wieder und Schwupps! – nix war’s mit den Antworten.

Tja, heute aber, da geh ich’s an. Zusammen mit etwas Leckerem, weil das zur Frage passt und einfach zu gut ist, um es nicht mit Dir zu teilen!
Das nenn ich mal ne win-win- Situation ;-)!


Eine der Fragen, die mich schon häufiger erreicht haben geht etwa so:
„Wie machst Du das, so viel Zeit für’s Kochen und Backen zu haben?!“

Oh, Liebes...das ist SO! einfach!
Echt.

Ich koche tatsächlich sowieso jeden Tag für mich.
Ja, Du hast richtig gelesen.
Jeden Tag, das bin ich mir schlicht wert, ich möchte Gutes essen, Dinge, die ich vertrage und mag und die mir gut tun.
Dass mich Kochen tiefenentspannt zurücklässt, das ist nur ein Bonus ;-)!

Das Backen...das geht in etwa so:

Heute Mittag beim Essen mit einem lieben Kollegen haben wir zwischen einer Menge Salat darüber gesprochen, was mir richtig fehlt, seitdem sich meine Unverträglichkeiten eingeschlichen haben.
Naja, wir haben hauptsächlich über Süßigkeiten geredet und darüber, welche ich vermisse ;-).

Ich habe ihm erzählt, dass ich Kekse am Tollsten fand und alles, was irgendwie knackt und kracht und am besten ganz, ganz viele Mandeln enthielt.
Und dann, dann hab ich den Gedanken gehabt und das Wort ausgesprochen. „So wie Florentiner zum Beispiel!“

DA!
Da war es!
Liebes, ich hatte mal meinen Futterneid erwähnt, oder?
Der ist gepaart mit schlimmer Gier, es reicht, wenn ich selbst mir ein Stichwort nenne. Ja, das können wir alle in meiner Familie ;-)!


Und so habe ich heute, kaum hatte ich den Reis für das Abendbrot angesetzt, den es zum restlichen Dhal (HIER) von gestern geben sollte, in den Experimentiermodus gewechselt.
Dann fiel mir ein, dass ich Florentiner ja immer mit Sahne gemacht habe.
Natürlich hatte ich keine Sahne im Haus, das brauche ich aber eigentlich auch gar nicht extra zu erwähnen, oder ;-)?


Die Florentiner sind trotzdem super geworden, neben Reis kochen, Dhal rühren und Tisch decken habe ich fleißig abgemessen, nachgedacht und gebacken.
Während des Abendessens dann konnten die süßen Stücke abkühlen, nach dem Essen gab es kleines, schnelles Fotoshooting und Du bekommst nun das Ergebnis präsentiert.

So habe ich Zeit zum Backen!
Alles eben eine Frage von Organisation und Prioritäten – und Futterneid :-)!

Nach langer, langer Vorrede kommt nun aber das Rezept für Dich:


Florentiner – gluten-, und lactosefrei

65g Butter
60g Ahornsirup
50g (Birken)Zucker
50ml Milch (lactosefrei, wenn nötig)

100g Mandeln, gehobelt
100g Mandeln, gehackt oder gestiftelt
50g ganze Mandeln, (frisch) geschält
20g Orangeat
¼ TL Vanille
¼ TL frisch geriebene Tonkabohne

Die Zubereitung ist denkbar einfach.
Butter, Sirup, Zucker und Milch kommen in einen Topf und werden aufgekocht. Lass alles ein paar Minuten einkochen, bis die Masse dezent braun wird.
Dann kommen die Mandeln, Gewürze und wenn Du magst das Orangeat dazu und werden gut untergerührt.
Lass alles noch etwa 2-3 Minuten köcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Nun setzt Du mit einem Löffel (Vorsicht! Die Masse ist sehr heiß und kochender Zucker macht böse, böse Brandblasen!) kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
Drück die Häufchen mit dem Löffelrücken etwas an, dann halten Deine Florentiner später besser zusammen.

Bei 180°C im vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze brauchen Deine Florentiner jetzt 7-8 Minuten.
Die Häufchen zerlaufen dabei etwas, das ist kein Problem.

Nach dem Backen gut auskühlen lassen und auch erst dann bewegen.
Fertig.


Die Florentiner sind nicht so sehr stabil wie die gekaufte Variante, dafür herrlich locker und saftig.
Ich finde sie schon grenzwertig süß, Du brauchst also nicht wesentlich mehr Zucker ;-).

Wie immer lässt sich alles abwandeln.
Statt Milch geht auch Sahne oder Crème Fraiche, Du kannst die Mandeln durch jede andere Nuss ersetzen, wenn Du kein Orangeat magst (ich hatte noch einen Weihnachtsbäckereirest), kannst Du jede getrocknete Frucht der Welt nehmen – oder sie ganz weglassen. Statt Vanille schmeckt auch Zimt hervorragend und wenn Du keine Tonkabohne hast, macht das gar nichts.


Ich habe die Florentiner ‚pur’ gelassen, wenn Du magst, kannst Du die Böden nach dem Auskühlen gern mit dunkler Schokolade bestreichen.

Meine Florentiner habe ich mit Esslöffeln abgestochen, schließlich war das ganze eine gierige Aktion – Du kannst aber statt dessen auch prima mit Teelöffelgrößen arbeiten. Dann verringert sich die Backzeit auf etwa 6-7 Minuten.

Ein Espresso dazu - himmlisch! Ja, Gier kann auch ihr Gutes haben ;-)!


Liebes, so einfach kann’s gehen.
Liebe, was Du tust und tu es mit Spaß – dann findest Du wundersamerweise auch immer Zeit dazu!

Was fragst Du Dich?

Liebst,
Sabine

Dienstag, 13. Mai 2014

Unterwegs in...

...Wien


Liebes, heute nehme ich Dich an die Hand und mit nach Wien.
Der Lieblingsmensch und ich, wir waren vor mittlerweile schon 2 Monaten (!!) dort. Wahnsinn, es fühlt sich an, wie gestern...



Wir haben ein paar wunderschöne Tage in der Stadt verbracht, uns Vieles angesehen, gut gegessen und schön gewohnt (HIER) und die ersten warmen Tage genossen. Kein Wunder, dass ich nicht nur Köstliches vom Naschmarkt, sondern auch viele Sommersprossen mitgebracht habe ;-).


Heute nun aber ohne viele Erklärungen einfach ein paar Bilder zum Genießen. Sie sind teils von mir, teils vom Lieblingsmenschen geschossen, so ganz sicher bin ich mir gar nicht mehr, wer jetzt welches Photo gemacht hat...




Besonders schön war es auf dem Naschmarkt, mein Tipp: Einmal drüber gehen und Eindrücke sammeln und dann – gnadenlos einkaufen! 


Und wenn Du müde bist und ein Päuschen brauchst, etwa in der Mitte des lang gezogenen Marktes gibt es jede Menge Möglichkeiten, schnell eine Kleinigkeit zu essen und/oder einen guten Kaffee zu trinken.
Unerlässlich für den Wien-Besuch!


Besonders gut hat uns auch das MuseumsQuartier gefallen. Ein großer Innenhof mitten in der Stadt, umgeben von lauter Gebäuden – von verschnörkelt-alt bis modern -, in denen verschiedene Museen untergebracht sind. 


Dazwischen viel Fläche, viel Sonne, viele Sitzgelegenheiten, einige auch, die Dir sicherlich guten Kaffee servieren – wir haben keinen freien Platz ergattern können.

Literatur To Go


Überhaupt und sowieso hat Wien ein bisschen was von Museum – im besten Sinn, es gibt einfach SO! VIELE! schöne, alte, wichtige und gewichtige Gebäude!

Im Stephansdom





Mein Tipp daher: Einfach durch die Stadt laufen und schauen und genießen! Sehr, sehr schön!




Dabei ist Wien aber auch quirlig und modern und bunt und sehr, sehr lebendig – und damit so gar nicht museal! Eine spannende Mischung eben, die ganz definitiv einen Besuch wert ist, Liebes!




Wohin geht Deine nächste Reise?


Liebst,
Sabine

Samstag, 10. Mai 2014

Wir kochen zusammen...Italienische Muffins

Liebes, heute ist der 10. und das heißt – es wird gekocht.
Also, gekocht wird jeden Tag, aber am 10. koche ich gemeinsam mit Ina HIER.

Für diesen Monat hatte Ina das Thema ‚herzhafte Muffins’ vorgegeben. 
Wie schön, denn die wollte ich schon eine ganze Weile mal an meine Unverträglichkeiten anpassen.


Schon der erste Versuch wurde gut und zwar so richtig.
Luftiger Teig mit Kräutern und getrockneten Tomaten, gut gewürzt und mit einem frischen Pestotopping gekrönt – himmlisch!

Die zeige ich Dir nur allzu gern!


Italienische Muffins – herzhaft, glutenfrei und lecker!

Du brauchst für 6 Muffins:

100g Quinoamehl (oder anderes glutenfreies Mehl)
30g Kartoffelstärke (Maisstärke geht natürlich auch)
30g Walnussmehl (frisch aus Walnüssen gemahlen)
5g (Weinstein)Backpulver
100g Magerquark (lactosefrei, wenn nötig)
100ml Milch (lactosefrei, wenn nötig)
30ml Olivenöl
2 Eier, Gr. L
30g getrocknete Tomaten
20g Parmesan, frisch gerieben
¼ Bund Petersilie
Pfeffer
Paprikapulver
...

125g Magerquark
20g Parmesan
20g Pinienkerne
2-3 EL Olivenöl
1 große Hand voll Basilikumblätter

Das liest sich lang, geht aber recht schnell, Liebes!

Für die Muffins vermischst Du die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel sorgfältig miteinander.

Milch, Öl und Eier werden miteinander verquirlt und dann zusammen mit dem Quark unter die Mehle gemischt.

Der Parmesan wird gerieben, die Petersilie gehackt und die Tomaten in kleine Würfel geschnitten, dann wird alles zum Teig gegeben.
Kurz unterrühren und dann nur noch mit Gewürzen Deiner Wahl abschmecken. 
Ich habe nur Pfeffer und Paprikapulver gebraucht, Parmesan und Tomaten sind salzig genug.

Den Teig in eine gefettete Muffinform füllen und dann backen Deine Muffins bei 175°C Ober-/Unterhitze (vorgeheizt!) etwa 25 Minuten, bis sie goldig sind und schön aufgegangen.
Kurz abkühlen lassen, aus der Form stürzen und vollständig auskühlen lassen.


Während Deine Muffins auskühlen, bereitest Du das Topping zu, wieder geht alles fix und einfach.

Ich habe die Zutaten in einen Zerkleinerer (Blender, oder wie-auch-immer-gegeben) und schlicht so lange gemixt, bis ich eine cremige Konsistenz hatte. 
Ja, das war es auch schon.
Du kannst natürlich auch zuerst das Pesto zubereiten und dann den Quark untermischen, ganz wie Du magst.


Da meine Muffins doch sehr in die Höhe gewachsen sind, habe ich das Topping als Füllung benutzt, einfach die Muffins köpfen, einen Klecks Pestoquark hineingeben, Deckelchen drauf und...genießen!
Ich habe vor dem Backen auf ein paar Muffins noch Tomatenscheibchen gelegt, damit sie fröhlicher aussehen.


Mir jedenfalls haben die guten Stücke prima geschmeckt und auch der Lieblingsmensch war sehr zufrieden.


Wie immer kannst Du variieren, wie Du magst. Mit Käse und Kräutern sind die Muffins sicher auch gut, Du kannst die Petersilie durch so ziemlich jedes Kraut ersetzen, könntest die Gewürze in alle möglichen Richtungen gehen lassen (mit Curcuma und Kreuzkümmel müsste es auch toll werden!), statt des Walnussmehles jedes andere Nussmehl verwenden...ganz, wie Du magst!


Wenn Du kein Problem mit Gluten hast, kannst Du auch 125g normales Mehl verwenden, ich würde dann etwas weniger Backpulver hernehmen.


Saftig, luftig, einfach gut!
Danke, liebe Ina, für den kleinen Schubs in die richtige Richtung!

Mit wem kochst Du?

Liebst,
Sabine

Freitagsfunde {51}

Liebes, ich hoffe, Du hattest eine schöne Woche!
Meine war weniger nett als geplant und in anderer Hinsicht dann doch besser als gedacht...voll war sie jedenfalls!

Und so wurde es diese Woche hier bei LiebesSeelig ‚nur’ sehr lecker, aber das ist ja auch was!

Bevor es nun ins Wochenende geht und morgen noch einmal lecker wird – bei Ina kochen wir ja morgen zusammen – kommen noch fix die Freitagsfunde für Dich:



So hübsch! Das wird Neffen und Nichte freuen!

Vielleicht noch eine schöne last-minute-Idee für den anstehenden Muttertag

...und wo wir grad beim Thema waren...hach!

Noch ein Beitrag zum Thema Muttertag...mal ganz anders angegangen. Hm.

Irgendwie arg DIY-lastig heute, aber ich muss Dir diese Idee noch zeigen!

Spannend!

Liebes, das war es auch schon wieder.

Komm gut ins Wochenende, ich hoffe, Du hast etwas Schönes vor?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 8. Mai 2014

Starkes Duo

Liebes, heute mag ich Dir von einer ganz wunderbaren Kombination von Lebensmitteln erzählen, die ich neulich eher zufällig entdeckt habe.

Ich wäre eigentlich nie auf die Idee gekommen, beide zusammenzubringen, zu unterschiedlich erschienen sie mir und doch – die große Liebe!
Also, geschmacklich sowieso, aber ich glaub, die beiden mögen sich auch so richtig – Spargel nämlich und Polenta!


Ja, das klingt schräg.
Ich weiß.
Es liest sich auch für mich noch schräg. Aber ich weiß ganz sicher, dass es großartig schmeckt.


Vor ein paar Wochenenden gab es cremige Polenta zu gebratenem weißen Spargel, ein Traum!

Gestern dann hat sich der grüne Spargel nach vorne gedrängelt und wollte es auch mal mit der Polenta versuchen. Was soll ich sagen – treu ist er nicht, der Maisgrieß! Fröhlich hat er sich dieses mal mit dem grünen Bruder vergnügt!

Tztztz ;-)!


Und so zeige ich Dir heute

Polenta mit grünem Spargel

Du brauchst pro Person:

200ml Gemüsebrühe
50g Polenta
etwas geriebenen Parmesan

einige Stangen grünen Spargel (je nachdem, wie hungrig Du bist)
3-4 Cocktailtomaten
Weißwein oder Brühe
Einige Blättchen frisches Basilikum

Die Zubereitung ist denkbar einfach!

Zuerst wird der Spargel geputzt. Dazu bei grünem Spargel etwa das untere Drittel schälen, das reicht, und die ‚Augen’ (also die Blättchen, die unter der Spitze seitlich gewachsen sind) mit einem kleinen Messer entfernen. Sie sind oft sehr hart und das macht beim Essen nicht so viel Spaß.

Der Spargel wird in etwa 1 cm lange Stücke geschnitten und in etwas Olivenöl angebraten.
Lass ihn etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze unter Rühren braten, dann löschst Du alles mit einem kleinen Schuss Weißwein ab. Den lässt Du verkochen und das war es schon. Dein Spargel sollte bissfest, aber gar sein. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum garen Spargel kommen in die noch heiße Pfanne die Cocktailtomaten. Ich habe sie halbiert und mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne gelegt, so dass sie heiß werden, aber nicht matschig.

In der Zwischenzeit lässt Du die Gemüsebrühe aufkochen und lässt in die sprudelnd kochende Flüssigkeit unter ständigem Rühren die Polenta einrieseln. Nimm dafür am Besten einen Schneebesen, das bewahrt Dich vor Polentaklümpchen.
Nach ein paar Minuten Rühren wird Deine Polenta fest. Gib ihr etwa 5 Minuten, dann sollte sie gar und cremig sein.
Gib den Parmesan zum Mais und ihr ihn kräftig unter.
Noch einmal alles abschmecken und bei Bedarf Salz und Pfeffer zugeben.

Liebes, es ist fast geschafft.


Die Polenta zusammen mit dem Spargel und den Tomaten anrichten, mit den frisch gezupften Basilikumblättchen bestreuen und wenn Du magst noch ein wenig Parmesan über alles reiben.

Ein Schüsselchen voll Glück, schnell gemacht und so köstlich!


Die sanfte Polenta passt hervorragend zu Spargel und allein für diese Kombination fallen mir spontan noch so viele Möglichkeiten ein! Da kommt sicher noch mal was von mir ;-)!


Welche große Liebe hast Du entdeckt?

Liebst,
Sabine

Montag, 5. Mai 2014

Ich back’s mir...Traumhafte Zitronentarte

Liebes, das muntere monatliche Backen mit der zauberhaften Clara HIER geht in die nächste Runde. OK, es ist schon in die nächste Runde gegangen, pünktlich am 26., um ganz genau zu sein.
Ich komme aber erst heute dazu, Dir mein Rezept zu zeigen.


Zitrusfrüchte sollten es dieses Mal sein, die verbacken werden.

Wie wunderbar, dass auf meiner nach oben offenen Backliste eine an meine lustigen Unverträglichkeiten angepasste Version meiner geliebten Zitronentarte stand!


Frei nach dem Motto ‚Sauer macht lustig!’ liebe ich die frischen Tartes in so ziemlich jeder denkbaren Variante.
Bei mir standen abwechselnd zwei Versionen auf dem Tisch – eine mit einer Zitronencreme, die vor dem Backen gekocht wird und ein Baiserhäubchen bekommt und die so in der Art auch schon von Clara gezeigt wurde.

Damit war für mich klar - die zweite Version der Zitronentarte sollte glutenfrei, ohne normalen Zucker mit viel Fructose und bitte auch noch lactosefrei daherkommen.

Liebes, Du ahnst es – es ist gelungen!

Fruchtig-frisch schmeckt die Tarte, schön sauer, cremig und knusprig.
Ja, so mag ich das!


Wollen wir?

Zitronentarte

Du brauchst für 4 Tarteletteförmchen oder eine Tarteform mit 24cm Durchmesser:

Teig:
60g Hirsemehl (frisch aus Hirseflocken gemahlen)
50g Hafermehl (Frisch aus Haferflocken gemahlen; glutenfrei, wenn nötig)
90g Reismehl
2 EL Kartoffelstärke (etwa 20g)
2 EL (Birken)Zucker (etwa 25g)
90g kalte Butter
1 Ei
bei Bedarf: 1-2 EL eiskaltes Wasser

Füllung:
150g saure Sahne (lactosefrei, wenn nötig)
Schale von 2 großen Zitronen, frisch gerieben (etwa 2 EL)
Saft von 2 großen Zitronen, frisch gepresst (etwa 13 EL)
80-100g Zucker (je nachdem, wie sauer Du es magst)
4 Eier

Aus den Zutaten für den Teig knetest Du rasch mit kühlen Fingern einen Mürbeteig.  Der Teig ist ziemlich fest, gib das Wasser wirklich nur bei Bedarf zu. Der Teig wird in die Form/Förmchen verteilt, mehrfach mit einer Gabel eingestochen und kommt für 30 Minuten ins Gefrierfach. (Das ging zu schnell? Eine ausführlichere Anleitung für Mürbeteig findest Du HIER.)

Für die Füllung werden alle Zutaten gut vermischt. Ich probiere die Masse gern, bevor ich die Eier zugebe, dann kann ich die Zuckermenge anpassen. Meine Zitronen waren arg sauer, es wanderte entsprechend mehr Zucker in die Füllung.

Die Füllung wird gleichmäßig auf die Tarteletteförmchen verteilt, bzw. in die Tarteform gegossen.

Bei 185°C Ober-/Unterhitze braucht Dein Zitronenträumchen im vorgeheizten Backofen nun etwa 20-25 Minuten, bis die Füllung fest, aber noch nicht braun geworden ist.

Auf dem Ofen nehmen, in der Form komplett auskühlen lassen und dann...genießen, Liebes!


Da glutenfreier Teig kaum aufgeht, braucht Dein Boden nicht vorgebacken werden. Wenn Dir danach ist, schadet es aber auch nicht, den Teig 10 Minuten im Ofen zu haben, bevor Du die Füllung zugibst. 


Oh, dazu noch ein Tipp – ich stelle die Form/en immer auf den Ofenrost und befülle sie bei geöffneter Ofentür...so ist es viel leichter, das Ganze kleckerfrei über die Bühne zu bringen :-)!

Wie so oft kann munter ausgetauscht werden.


Statt der Hirse kannst Du auch andere glutenfreie Mehle verwenden oder Dich aber nur auf Hafer- und Reismehl beschränken (die beide keinen großen Eigengeschmack mitbringen).
Selbstverständlich funktioniert die Tarte auch mit einem ‚normalen’ Mürbeteig auf Weizen- oder Dinkelbasis (wobei Dinkel das Ganze etwas knuspriger macht).


Statt der sauren Sahne kannst Du von griechischem Joghurt über Schmand, Crème Fraiche, Sahne und Crème Double bis hin zum Mascarpone einfach alles verwenden, was Du magst. Die Füllung wird durch die festeren Konsistenzen etwas kompakter, das tut dem Ganzen aber geschmacklich so gar keinen Abbruch.


Auch mit Orangen funktioniert das Rezept übrigens hervorragend – aber davon vielleicht ein anderes Mal mehr...


Wie lustig bist Du?

Liebst,
Sabine