Samstag, 15. Dezember 2018

Plätzchenkalender Türchen 15: Zimtsternenhaufen


Meine nicht ganz so geheime Superkraft ist es, aus allem das Beste zu machen. Das Ergebnis wird dann zwar nicht, wie erwartet, aber es wird in aller Regel trotzdem richtig gut, nur eben anders.
the taste of Christmas: Cinnamon-Almond-Cookies, easy to make and gluten free
So auch beim heutigen Rezept. Zimtsterne sollte es geben. Gab es in meiner Kindheit nie, denn Plätzchen wurden gebacken und nicht gekauft und meine Mutter hat sich kategorisch geweigert, Zimtsterne zu backen. Das hatte sie nämlich einmal versucht und ein traumatisches Erlebnis mit furchtbar klebrigem Teig gemacht. Also keine Zimtsterne.
gluten free Cinnamon-Almond-Cookies, a delicious treat for the Holidays
Ich wollte das ändern und habe viel Zeit in die Recherche der verschiedensten Rezepte gesteckt. Zimtsterne können nur mit Mandeln oder mit Mandeln und Haselnüssen hergestellt werden, ob Zucker oder Puderzucker zum Einsatz kommen ist offenbar auch ein Unterschied. Nun, ich habe mir, wie üblich, mein eigenes Rezept gebastelt und losgelegt.
Und hatte die klebrigste Masse der Welt. Im Ernst, sollte je die Welt auseinanderfallen, ich hab das Rezept für den Superkleber hier, kein Thema.
Cinnamon-Almond-Cookies, easy to bake and oh-so good (and they're gluten free, too!)
Der zweite Anlauf wurde etwas besser, aber immer noch zu klebrig, um ausgerollt und ausgestochen zu werden, bei Nummer drei dann kam mir schließlich die Idee.
Als nämlich auch nach 2 Stunden Kühlung der Zeit immer noch nicht formbar wurde, habe ich gemacht, was ich am besten kann: das Beste aus der Situation. Und so bin ich gedanklich weg gereist von Sternen, ein bisschen tiefer hinein in die Galaxie und habe Sternenhaufen gebacken.
Die sind köstlich geworden und ganz unbedingt zur Nachahmung empfohlen. Himmlisch luftig und leicht, weiche Zimtwölkchen mit Mandelgeschmack.
gluten free, easy to make and oh-so good: Cinnamon-Almond-Cookies
Wenn Dein Teig klebt oder Du Dir sehr viel Zeit und Arbeit sparen magst, dann rate ich Dir ganz unbedingt zu meinen

Zimtsternenhaufen (natürlich glutenfrei)

Du brauchst für etwa 20 Stück

100g Mandeln, ungeschält und gemahlen
1 Eiweiß
Prise Salz
60g Feinzucker
1 gut gehäufter TL Zimt
½ TL Zitronensaft

Zunächst werden die Mandeln in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren geröstet. Das dauert ein paar Minuten. Sobald Deine Küche anfängt, wunderbar zu duften und die Mandeln ihre Farbe in Richtung goldig verändert haben, werden sie auf einen Teller gegeben und dürfen dort abkühlen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz halb steif schlagen, dann den Zucker nach und nach zugeben. So lange schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Schließlich werden noch Zitrone und Zimt untergemischt.

Die mittlerweile abgekühlten Mandeln vorsichtig mit einem Spatel unterheben, achte dabei darauf, möglichst viel vom Volumen des Eischnees zu erhalten.
Nun wird die Masse mit einem Teelöffel abgestochen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt. Da die Plätzchen beim Backen ein wenig aufgehen, sollten sie etwas Abstand zueinander haben.

Im auf 155°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine Zimtsternenhaufen nun 15 Minuten, bis sie gar sind.
Aus dem Ofen nehmen und unbedingt noch 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Dann erst sind die Plätzchen so stabil, dass Du sie auf ein Kuchengitter umsetzen kannst. Dort komplett auskühlen lassen und das war es auch schon.

Kleine zimtige Mandelwölkchen sind ein schöner Ersatz für die Zimtsterne – aber keine Sorge, an denen arbeite ich auch noch! Trotzkopf und so…
just delicious: gluten free Cinnamon-Almond-Cookies
Vor drei Jahren beim letzten Adventsknusperkalender jedenfalls war das Rezept deutlich schneller entwickelt und auch kooperativer – es gab Bethmännchen, aber in einer wenig klassischen Variante. Eher fruchtig und mit Pistazien. Klingt gut? HIER findest Du das Rezept.

Morgen wird es ein wenig aufwändiger hier im Kalender, dafür aber unverschämt lecker. Es geht in die Vergangenheit meiner Familie und ostwärts. Mehr wird aber noch nicht verraten.

Hab einen schönen dritten Adventssamstag.

Liebst,
Sabine

Freitag, 14. Dezember 2018

Plätzchenkalender Türchen 14: Gebrannte Lebkuchen-Nüsse


Zum Ende der Woche habe ich ein ganz schnelles und einfaches Rezept für Dich, das nicht nur ein köstliches Ergebnis, sondern auch grandioses Mitbringsel ergibt.

Denn ganz egal, ob Du Dich am Wochenende mit der Familie oder Freunden triffst, ob Du Deinem Paketboten Danke sagen oder dem Kellner im Lieblingscafé eine Freude machen möchtest, gerade in der Weihnachtszeit ist es schön und sehr praktisch, kleine Geschenke zur Hand zu haben.
the taste of Christmas: spices sugar roasted hazelnuts (gluten free)
Dieses hier hat zum Beispiel gestern ein Paketbote bekommen und sich wie verrückt gefreut. Einfach, weil sein harter Job (den er toll und immer freundlich macht) sowieso schon so wenig Anerkennung bekommt. Da hat ihm mein essbares Dankeschön gerade in dieser stressigen Zeit offenbar richtig gut getan.

Es gibt gebrannte Haselnüsse, Lebkuchen-Haselnüsse, um ganz genau zu sein. Schon im letzten Adventsknusperkalender habe ich Dir HIER gezeigt, wie Du gebrannte Mandeln in Nullkommanix ohne raffinierten Zucker selbst herstellen kannst. Daraus hat meine liebste Freundin K. eine Version mit Haselnüssen gemacht, die ich ihr einfach gemopst und noch ein bisschen umgebaut habe. So gesellt sich in meinem Rezept Lebkuchengewürz zum Zimt und ergibt mit den gerösteten Haselnüssen einen himmlischen Geschmack. Wie Weihnachten und doch neu.

Sugar roasted hazelnuts with spices, an easy way to create that Christmas market feeling in your own kitchen
Und damit Du auch schnell was davon hast, kommt nun das Rezept.

Gebrannte Lebkuchen-Haselnüsse (natürlich glutenfrei)

50ml Wasser
100g Zucker
200g Haselnüsse, ungeschält
½ TL Zimt
¾ TL Lebkuchengewürz

Wasser und Zucker werden in einer Pfanne mit hohem Rand (die am besten beschichtet ist) zum Kochen gebracht.
Wenn Die Mischung sprudelnd kocht, kommen die Haselnüsse und Gewürze dazu.
Unter Rühren bei voller Hitze kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft.

Ist es soweit, wird sich eine Art weißer Schaum bilden, das ist der Zucker, der sich nun krümelig-hell um die Nüsse legt.

Du rührst noch weiter, aber langsamer, denn Teile des Zuckers sollen jetzt wieder schmelzen und sich glänzend um die Nüsse legen.
Die Kunst ist es an dieser Stelle den richtigen Moment abzupassen, um nicht all den knusprig-krümeligen Zucker wegschmelzen zu lassen und gleichzeitig noch genügend Karamellgeschmack durch den wieder geschmolzenen Zucker zu erhalten.
Ich habe mich in dieser Variante für weniger Karamell entschieden, um den Lebkuchengeschmack etwas mehr heraus zu kitzeln. Mach das aber, wie Du es am liebsten magst.

Die fertigen Nüsse sofort aus der Pfanne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech schütten und mit Hilfe eines Teigspatels oder Kochlöffels verteilen.

WICHTIG: Fass die Nüsse an dieser Stelle auf gar keinen Fall an! Geschmolzener Zucker ist sehr, sehr heiß und Du würdest Dich sofort verbrennen!

Nach etwa 15 Minuten sind die Nüsse abgekühlt und können bei Bedarf noch auseinandergebrochen werden.
the taste of Christmas: spiced sugar roasted hazelnuts (and they're gluten free, too!)
In kleine Tütchen verpackt sind sie nun ein schönes Mitbringsel, Wichtelgeschenk oder leckeres Dankeschön und in eine große Schale gefüllt prima zum Adventskaffee. Oder als köstliche Kleinigkeit im Vorbeigehen.

Wie immer bei wenigen Zutaten ist es wichtig, dass diese hochwertig sind. Nimm gute Nüsse und vor allem auch Gewürze. Ich selbst verwende nur Gewürze aus Reformhaus und Bioladen, die, wieso auch immer, deutlich intensiver schmecken als Vieles, das sich im Supermarkt findet. Irgendwann ist mir das mal aufgefallen und wenn ich weniger vom Gewürz brauche, passt der höhere Preis für mich auch wieder.
gluten free sugar roasted hazelnuts with holiday spices
Das solltest Du also im Hinterkopf haben, wenn Du meine Gewürzmengen liest, es kann sein, dass Du von Deinen Gewürzen ein bisschen mehr brauchst.
Aber das kennst Du ja schon von meinen Rezepten – mach wie immer draus, was Dir schmeckt!

Hab einen knuspersüßen Tag!

Liebst,
Sabine

PS: Du fragst Dich, was es vor 3 Jahren im Adventsknusperkalender gab? Köstliche Kürbiskern-Makronen, das Rezept findest Du HIER.