Dienstag, 30. Juni 2020

Salade Mechouia – Gegrillter Paprika-Tomaten-Salat

Wie schon in der letzten Woche versprochen geht es nach Norwegen HIER in unserer kulinarischen Sommerreise in den Süden. Genauer gesagt nach Tunesien, wobei Du den gegrillten Salat, den ich heute für Dich im Gepäck habe, auch in Marokko finden wirst oder in Israel.
Ich kenne ihn aus Tunesien und so ist dieses Land unser nächstes Reiseziel auf dem Teller.
veganer, glutenfreier Salade Mechouia aus Tunesien, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Salade Mechouia, das ist im Grunde ein sehr einfaches Gericht. Ein paar Zutaten werden gegrillt, das geht im Backofen oder auf dem Feuer, und anschließend zerhackt. Wenn es nach den Tunesiern geht, sehr fein gehackt. Sehr, sehr fein. Das Ganze erinnert dann eher an eine Paste, als an einen Salat. Was super schmeckt sah auf Bildern eher kurios aus, weshalb ich meinen Salade Mechouia etwas gröber gelassen habe. Du ahnst es schon, das Ganze kannst Du halten, wie Du magst.

Der Name heißt aus dem Arabischen übersetzt übrigens einfach ‚gegrillter Salat‘ – und genau das beschreibt dieses kleine Rezept hervorragend.
veganer Salade Mechouia aus Tunesien,  gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Ob wie ich pur oder aber klassisch mit ein paar gekochten, geviertelten Eiern gegessen, Salade Mechouia schmeckt besonders gut, wenn er ein paar Stunden durchziehend konnte. Also morgens zubereiten und abends essen. Der Salat passt super auf jedes Mezze-Buffet, ist eine schöne Grillbeilage, er macht sich toll auf einer Scheibe Brot und kann sogar zu Reis gegessen werden. Himmlisch vielseitig also, so mag ich das!
veganer Salade Mechouia aus Tunesien, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Salade Mechouia

Du brauchst für 2 Personen

2 große Paprikaschoten, bei mir 1x rot und 1x gelb
3 große Fleischtomaten
1 große Zwiebel
3-4 Zehen Knoblauch
Olivenöl
Zitronensaft
1 TL Kapern
Salz
Pfeffer
¼ TL Scharfes Paprikapulver
¼ TL Kreuzkümmel, gemahlen

Die Paprika, Tomaten und Zwiebel werden geputzt und geviertelt. Anschließend mit dem Knoblauch in einer Schüssel mit 1-2 EL Olivenöl und etwas Salz vermischen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, dabei darauf achten, dass bei Paprika und Tomaten je die Hautseite oben liegt.
Im auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen.

Dann wird die Ober-/Unterhitze aus- und der Grill eingeschaltet und zwar auf der höchst möglichen Temperaturstufe. Bei mir sind das 290°C.
Das Gemüse auf dem Blech wird einmal kurz durchgerüttelt, sollten sich bei Knoblauch und Zwiebeln schon braune Stelle gebildet haben, diese Stücke entweder umdrehen oder schon vom Blech nehmen.

Das restliche Gemüse kommt zurück in den Ofen und unter den Grill, bis die Haut der Paprika anfängt, dunkle Blasen zu schlagen. Das dauert bei mir auf der obersten Schiene nur etwa 5-6 Minuten.

Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Paprikastücke in eine Schüssel legen. Mit einem Teller oder Stück Frischhaltefolie für etwa 10 Minuten abdecken.
Anschließend können die Paprikastücke ganz leicht geschält werden, bzw. die Haut lässt sich einfach abziehen oder -schieben. Auch die Haut der Tomaten wird nun entfernt und der Knoblauch aus den Häuten gedrückt.

Das ganze Gemüse auf einem Brett in gleichmäßig kleine Stücke hacken. Wie Du siehst, habe ich mich für eher große Stücke entschieden, Du kannst das machen, wie Du magst.

Nun alles in die Schüssel, in der die Paprikastücke ausgedampft haben, zurückgeben. Dort hat sich nämlich etwas Gemüsesaft gebildet und der schmeckt zu gut, um ihn einfach zu ignorieren.
Mit ein bisschen Olivenöl, Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. In Tunesien weit verbreitet ist die Zugabe von gehackten Kapern, wenn Du die magst, rate ich Dir unbedingt dazu. Und wenn Du kein Kapernfreund bist, dann wird der Salat auch so richtig lecker.

Nun muss das Ganze nur noch ein paar Stunden durchziehen und schon ist er fertig, unser tunesischer Salade Mechouia.
Tunesischer Salade Mechouia, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat, glutenfrei und vegan
Statt im Backofen kannst Du das Gemüse natürlich auch auf dem Grill rösten. Die Mengenangaben sind, was ich eben heute verwendet habe und eher als Richtlinien anzusehen. Du magst es fruchtiger? Nimm mehr Tomate. Du magst es scharf? Röste einfach 1-2 Chilischoten mit oder würze alles am Ende mit ein wenig Harissa, der tunesischen Chilipaste. Auch mit der Wahl der Paprika kannst Du den Geschmack beeinflussen, probier zum Beispiel mal die grüne Spitzpaprika, die eignet sich toll für dieses Rezept.
Und wenn Du gleich für eine größere Gruppe oder auf Vorrat zubereiten magst, kannst Du die Mengen beliebig nach oben skalieren.
Tunesischer Salade Mechouia – Gegrillter Paprika-Tomaten-Salat, vegan und glutenfrei
Mit etwas Olivenöl bedeckt hält sich der Salat einige Tage im Kühlschrank und ich vermute, dass er sich auch super einkochen lässt.

Nächste Woche habe ich ein Rezept für Dich, an dem ich schon lange gearbeitet habe…lass Dich überraschen, wo wir Halt machen mit der kulinarischen Sommerreise.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Dienstag, 23. Juni 2020

Kanelboller med blåbær – Glutenfreie Zimtschnecken mit Blaubeeren

Kulinarische Sommerreise, Urlaub auf dem Teller
Willkommen bei meiner kulinarischen Sommerreise!
In den nächsten Wochen werden wir zumindest auf dem Teller weit herumkommen, für ein bisschen Urlaubsgeschmack und als leckeres Trostpflaster falls Deine Reisepläne ähnlich tief ins Wasser gefallen sind, wie meine. Nun denn, dann machen wir eben daraus das Beste!

Los geht es im hohen Norden, genau genommen in Norwegen. Dort wird, genau wie in Dänemark oder auch in Estland und Lettland erst heute, am 23. Juni, Midtsommer gefeiert. Genau genommen wird St. Hans, in Erinnerung an Johannes den Täufer, gefeiert. Am Vorabend des Geburtstags von Johannes, also genau heute, am 23. Juni, werden überall im Land Feuer entzündet und die Nacht zum Tag gemacht.
Norwegische Zimtschnecken, glutenfrei, köstlich und schön saftig
Klar darf da neben Blumenkränzen im Haar auch gutes Essen nicht fehlen. Nun ist diese Nacht eher frisch und so habe ich mich für ein Rezept entschieden, das sowohl kalt, als auch noch warm richtig gut schmeckt, das schnell gemacht ist und auch morgen noch ein perfektes Frühstück hergibt.
Norwegische Zimtschnecken mit getrockneten Blaubeeren, glutenfrei, saftig, lecker!
Für Norwegische Zimtschnecken habe ich mich entschieden und da Sommer ist, durften noch ein paar getrocknete Blaubeeren mit in die Schneckchen. Die Trockenfrüchte kannst Du natürlich auch weglassen, wenn Du sie nicht magst, ich finde sie allerdings eine super Ergänzung zum würzigen Teig.

Wollen wir?
Norwegische Zimtschnecken ohne Gluten, dafür mit getrockneten Blaubeeren
Norwegische Zimtschnecken mit Blaubeeren (glutenfrei)

Du brauchst für 12 Schnecken

Teig
275ml Milch oder Wasser (bei mir eine Mischung aus beidem)
1 Tüte Trockenhefe (alternativ ½ Würfel Frischhefe)

460g glutenfreies Mehl für Hefeteig (bei mir Mix B)
20g Tapiokastärke
1 geh. TL Kardamom, gemahlen
2g Flohsamenschalen, gemahlen
3g Xanthan
30g Zucker
50g weiche Butter
100g Magerquark
1 Ei, L

Füllung
50g Butter, sehr weich
35g Zucker
1 geh. TL Kardamom, gemahlen
2 geh. TL Zimt
35g Blaubeeren, getrocknet (kann weggelassen werden)

Milch und Wasser werden kurz auf etwa 30°C erhitzt (ich mache das etwa 20-30 Sekunden in der Mikrowelle), anschließend wird die Hefe eingerührt. Für etwa 10 Minuten zur Seite stellen, bis die Mischung anfängt zu blubbern und Blasen zu werfen.

In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten für den Teig sorgfältig vermischen, so dass die Bindemittel gleichmäßig im Mehl verteilt sind. Ich verwende dafür einen Schneebesen, das klappt wunderbar.

Anschließend die feuchten Zutaten und das blubbernde Hefe-Milch-Gemisch zugeben und den Teig für etwa 8 Minuten mit einem Knethaken gut verkneten. Das geht mit dem Handmixer genau so gut, wie mit einer Küchenmaschine. Wenn Du alles mit den Händen verkneten magst, musst Du etwa 15 Minuten einplanen, das dauert etwas länger.

So oder so, nach dem Kneten hast Du einen geschmeidigen Teig, der nicht klebt.
Abgedeckt für etwa 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig sein Volumen in etwa verdoppelt hat.

Bevor wir den Teig nun ausrollen, bereiten wir noch schnell die Füllung zu. Dafür werden die sehr weiche Butter, Zucker und die Gewürze zu einer glatten Paste verrührt.

Der Teig wird nun auf etwa 40 x 60 cm dünn ausgerollt. Mach das am allerbesten auf einer Silikonmatte, dann solltest Du überhaupt keine Probleme haben, den Teig zu verarbeiten, da er hier gar nicht klebt.

Die Fülle wird gleichmäßig dünn auf der gesamten Teigfläche verteilt, das geht mit einem Backpinsel oder auch einem Löffelrücken.

Anschließend wenn Du magst die getrockneten Blaubeeren darüber verteilen, andernfalls überspringst Du diesen Schritt einfach.

Nun wird der Teig von der kurzen Seite her aufgerollt und dann in 12 gleich große Stücke geschnitten.

Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen.

Im auf 215°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine Zimtschnecken nun 16-18 Minuten, bis sie goldig und gar sind.

Aus dem Ofen nehmen und nach ein paar Minuten auf ein Kuchengitter umsetzen und abkühlen lassen.

Und das war es auch schon.
Norwegische Zimtschnecken mit getrockneten Blaubeeren, glutenfrei und köstlich
Die Zimtschnecken sind recht schnell gemacht. Sie sind wunderbar saftig, schmecken schön würzig und dank der Blaubeeren nach Sommer. Perfekt also für Jonsok, Johanniswache, wie diese Nach auch genannt wird, für den Johannistag und ganz sicher auch für jede andere Gelegenheit.

Üblicher zu St. Hans wäre übrigens ein Rezept für Waffeln gewesen, aber da hatten wir hier auf dem Blog schon einiges – so gibt es eben Zimtschnecken.
Glutenfreie Norwegische Zimtschnecken mit getrockneten Blaubeeren
Unser nächster Reisestopp ist dann deutlich südlicher…aber mehr wird noch nicht verraten...

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Sonntag, 14. Juni 2020

Rhabarber-Orangen-Marmelade

Noch knapp 2 Wochen gibt es ihn, den Rhabarber. Wenn Du hier schon ein wenig länger mitliest, dann weißt Du, dass ich dieses besondere Früchtchen liebe (und ja…ich weiß, dass es ein Gemüse ist)! Ob Rhabarberküchlein mit Mandelcreme HIER, klassischer Rhabarber-Baiser HIER, Thaicurry HIER, Rhabarber-Eis HIER oder fruchtiger Rhabarber-Streuselkuchen HIER, ich habe schon so ziemlich alles aus den rot-grünen Stangen gemacht.
Die Rhabarbersaison verlängern, ganz einfach mit fruchtiger Rhabarber-Orangen-Marmelade
Was mir aber in all den Jahren nicht in den Sinn gekommen ist, das ist, den Rhabarber zu konservieren. Für später sozusagen. Rhabarberkompott hatte ich schon mal eingefroren, aber das Ergebnis hat mich nicht umgehauen. Und dann kam mir vor ein paar Wochen die Idee – kann man nicht Rhabarbermarmelade kochen?
Klar kann man, bekannt und auch hier beliebt ist ja die Kombination von Erdbeer-Rhabarber. Ich wollte aber ein Ergebnis, das sich voll und ganz auf den Rhabarber konzentriert.
Den Sommer einkochen mit fruchtiger Rhabarber-Orangen-Marmelade
Eher zufällig, weil gerade noch vor meiner Nase, ist dann noch eine Orange mit ins Ergebnis gewandert für eine schöne kleine fruchtige Note.

Was soll ich sagen – die Rhabarber-Orangen-Marmelade ist der Knaller! Sie schmeckt schön intensiv nach Rhabarber, ist dabei durch die verwendete Orange und einen kleinen Zusatz von Vanille aber doch auch weich abgerundet und herrlich fruchtig, ohne pappsüß zu sein! Du merkst schon, ich bin sehr zufrieden mit diesem Experiment.

Wollen wir?
fruchtige Rhabarber-Orangen-Marmelade, schnell eingekocht
Rhabarber-Orangen-Marmelade

Du brauchst für 5 Gläser à 230ml

650-700g Rhabarber (ich hatte geputzt 660g)
1 große Orange, insgesamt 750g Frucht
Gelierzucker in entsprechender Menge, ich hatte 375g 1:2 Gelierzucker
¼-½ TL Vanille, gemahlen
Schluck Zitronensaft

Der Rhabarber wir geputzt und in kleine Stücke geschnitten, die Orange wird geschält und die Filets werden ohne die weiße Haut herausgeschnitten. Den dabei austretenden Orangensaft mit auffangen und verwenden.

Anschließend werden die Früchte mit dem gewählten Gelierzucker in einem großen Topf gründlich vermischt und eine halbe Stunde abgedeckt stehen gelassen. In dieser Zeit zieht der Rhabarber durch den Zucker Saft.

In der Zwischenzeit die Marmeladengläser sterilisieren. Dafür kannst Du sie entweder auskochen, im Backofen bei 180°C für 15 Minuten backen oder aber wie ich im Dampfgarer bei 100°C für 20 Minuten stehen lassen.
So oder so, am Ende sind Deine Marmeladengläser gut vorbereitet.

Nun die Marmeladenmasse aufkochen lassen und bei geschlossenem Deckel für etwa 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist.

Wenn gewünscht, die Masse mit dem Pürierstab durchmixen. Ich habe das getan, wenn Du Deine Marmelade gern stückig magst, kann dieser Schritt auch übersprungen werden.

Dann wird die Marmelade abgeschmeckt, ich habe dafür Vanille und einen Schuss Zitronensaft verwendet. Sollte Dein Rhabarber sehr sauer gewesen sein, kannst Du nun auch noch etwas mehr Zucker zufügen, wenn nötig.
Die Marmelade wird nun noch einmal aufgekocht (Vorsicht vor heißen Spritzern!).

Die kochend heiße Marmelade in die sterilisierten Gläser füllen (ich verwende dafür einen Einfülltrichter) und sofort gut verschließen.

Und das war es auch schon!
Den Sommer auf's Brot holen, ganz einfach mit Rhabarber-Orangen-Marmelade
Eine so einfache, wie leckere Methode, meinen geliebten Rhabarber zu konservieren und damit ein bisschen länger genießen zu können.

Du kannst die Marmelade natürlich auch ausschließlich aus Rhabarber kochen, statt der Orange etwas Holunderblütensirup zufügen, das Ganze schmeckt auch gut mit Tonkabohne statt Vanille und wenn Du es ganz klassisch magst, dann probier mal eine Variante aus 50% Rhabarber und 50% Erdbeeren.
Natürlich kannst Du die Marmelade auch aus Gelierzucker 1:1 oder 1:3 einkochen, das Ergebnis wird einen Tick anders schmecken, aber sicher auch wunderbar gelingen.
Rhabarber haltbar machen mit Rhabarber-Orangen-Marmelade
Wie immer gilt: Mach draus, was Dir gefällt und verwende, was Du im Haus hast!

Ich überlege jedenfalls schon, ob ich nicht doch noch ein paar weitere Gläschen einkochen sollte…so für alle Fälle? 
Den Sommer einkochen: Rhabarber-Orangen-Marmelade
Liebst,
Sabine
(die sehr glücklich über dieses neue Marmeladenrezept ist und es deshalb noch schnell bei Katrins #sonntagsglück HIER verlinkt.)







Sonntag, 7. Juni 2020

Glutenfreie Schoko Cookies

Dieser graue Sonntag am Ende einer drückend schweren Woche verlangt nach ein bisschen Freude aus dem Backofen. Mehr zur letzten Woche werde ich in den nächsten Tagen schreiben, da ist ein Post halb fertig, heute geht es erst einmal ans Rezept.
gluten free Chocolate Cookies, quick and easy to make and oh-so good
Glutenfreie Schoko Cookies mit Haselnuss hatte ich HIER schon einmal vor Jahren verbloggt. Diese Variante backe ich noch immer, mit stand aber heute der Sinn nach etwas anderen Keksen. Statt eines Schokoteiges wollte ich Schokostückchen und die guten Teile sollten eher zart und weich werden, als irgend etwas Knuspriges zu bekommen.

Nun, beides ist mir gelungen, schnell gemacht sind meine Kekse außerdem, nach etwa einer halben Stunde, wenn Du Dir Zeit lässt, ist alles fertig. Perfekt also auch für einen ungemütlichen Montag, wer weiß, was da kommt…
gluten free Chocolate Cookies, perfect for a grey Sunday afternoon
Glutenfreie Schoko Cookies

Du brauchst für etwa 18 Stück

75g weiche Butter
55g hellen Muscovadozucker (alternativ 45-50g brauner Zucker)
20g Zucker
¼ TL Vanille, gemahlen
1 Ei
120g helle glutenfreie Mehlmischung (ich hatte Mix C)
30g Mandelmehl
1 TL Backpulver
80g dunkle Kuvertüre/Schokolade (nimm, was Du magst)

Butter, Zucker und Vanille werden mit dem Mixer etwa 3 Minuten schaumig aufgeschlagen, anschließend wird das Ei untergemischt.

Die Mehle werden sorgfältig mit dem Backpulver vermengt und kommen dann in den Teig. Gut verrühren, bis sich alles verbunden hat.

Die Schokolade wird in grobe Stücke gehackt und unter den Keksteig gehoben.

Mit 2 Teelöffeln den Teig in etwa gleich große Portionen abstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Achte darauf, dass die Teigstücke etwas Abstand zueinander haben, die Kekse verlaufen beim Backen etwas.

Nun im auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen für 13-15 Minuten backen, bis die Ränder der Kekse so gerade anfangen, zu bräunen.
Aus dem Ofen nehmen und sofort auf ein Kuchengitter umsetzen, dort abkühlen lassen.

Und fertig bist Du.
Chocolate Cookies, glutenfree, soft and oh-so good
Glutenfreie Schoko Cookies voller Geschmack und schön weich, die sind das Ergebnis dieses kurzen Kücheneinsatzes.
Die Schokolade hacke ich eher grob, so dass ich immer wieder kleine und auch größere Schokoinseln in den Keksen finde, was ich sehr mag. Möchtest Du alles etwas gleichmäßiger verteilen, dann rate ich Dir, die Schokolade feiner zu hacken, alternativ kannst Du auch gleich zu fertigen Schokoraspeln greifen. Schau da nur darauf, dass das Produkt auch glutenfrei ist.
glutenfree Chocolate Cookies, soft and delicious
Um eher weiche Kekse zu erhalten, solltest Du wirklich darauf achten, dass die Backzeit nicht zu lang wird. Bei meinen ersten Versuchen mit diesem Rezept waren die Schoko Cookies nach 17 Minuten Backzeit schön knusprig – aber leider auch eher trocken. Das Gleiche passierte, als ich die guten Stücke auf dem noch heißen Backblech auskühlen gelassen habe. Also gleich nach dem Backofen runter vom Blech nehmen, das ist der Trick.
glutenfree Chocolate Cookies
Und dann steht dem Keksvergnügen nichts mehr im Wege, wie schön! Glutenfreie Schoko Cookies, weich und schokoladig, definititv mein Sonntagsglück und damit wandert das Rezept auch zur wunderbaren Katrin, die HIER lauter kleine und große Glücksmomente sammelt.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Glutenfreier Panettone tradizionale


Ich hoffe, Du bist gut in den Advent gekommen!
In diesem Jahr war ich stark versucht, wieder einen Blog-Adventskalender zu machen, aber meine Vernunft hat gesiegt. Noch ist meine Gesundheit nämlich eine unzuverlässige kleine Diva und die wollte ich nicht herausfordern.
Nun habe ich eine lange Liste von Ideen für einen Blogadvent und werde sehen, wie viele ich davon umsetzen und mit Dir teilen kann. Ich freu mich darauf!

Los geht es heute mit einem K-N-A-L-L-E-R. 
Ich kann’s nicht anders sagen.
gluten free Panettone tradizionale - celiacs can have the real deal, too!
Seit ich mich glutenfrei ernähren muss, bin ich immer auf der Suche nach Altvertrautem, gerade zur Weihnachtszeit. Nach Stollen, der wie Stollen schmeckt, nach den perfekten, butterig-mürben Plätzchen (die habe ich Dir letztes Jahr HIER gezeigt) und eben nach Panettone.

Lange dachte ich, dass der sich glutenfrei halt einfach nicht herstellen lässt. Bis ich dann vor 2 Jahren auf einen italienischen Hersteller gestoßen bin, dessen Panettone eben genau so schmeckte, wie Panettone sein muss.
Du ahnst es, mein Ehrgeiz war geweckt.
gluten free Panettone tradizionale, easy to make and oh-so good!
Es gab einige Fehlschläge in der Versuchsküche. Panettone, der zwar lecker war, aber den Namen nicht verdiente. Der weder in Konsistenz noch im Geschmack dem Original auch nur nahe kam. Ich habe ehrlich gesagt schon an’s Aufgeben gedacht.

Dann endlich hatte ich die zündende Idee und habe nach italienischen Rezepten gesucht, die den Panettone so herstellen, wie es die Nonnas gemacht haben, die italienischen Großmütter also. Die müssen’s doch wissen!
Beim ersten Lesen der Rezepte war ich dezent skeptisch. Denn in allen, in wirklich allen Rezepten musste der Teig ewig lang gehen.
Über Tage.
Mit Eiern drin.
Würde da nichts schlecht werden?
Und konnte das glutenfrei funktionieren, schließlich bilden die für mich verträglichen Teige ja keine Gitterstruktur, die die beim Gehen entstehenden Gase tragen können?
Und würde so wenig Hefe reichen?
Würde ein glutenfreier Hefeteig, der zwei Mal komplett neu geknetet wird, überhaupt noch einmal aufgehen?

Schließlich habe ich mich doch getraut und was soll ich sagen?
Volltreffer!
gluten free Panettone tradizionale, tastes like the real deal
Heute kann ich Dir ein großartiges Rezept für einen Panettone weitergeben, der schmeckt, wie er soll. Und der von der Konsistenz her dem Original, wie ich es im Kopf habe, richtig nahe kommt. Dieses ganz Fluffige, das habe ich noch nicht hinbekommen, aber dass glutenfreies Gebäck sich leicht anders verhält, das kennen wir ja.

Die Herstellung ist an sich nicht schwer und auch nicht großartig aufwändig. Du musst Dich nur immer mal wieder kurz um den Teig kümmern. Abends angesetzt kannst Du ihn am übernächsten Tag backen – wenn Du heute also loslegst, dann hast Du am Freitag frischen Panettone, ganz ohne Gluten, aber voller Geschmack.
Himmlisch!
gluten free Panettone tradizionale that tastes like the real deal
Glutenfreier Panettone tradizionale

Für 1 Panettoneform von 1 Liter

Vorteig
100g glutenfreies Mehl für Hefeteig (ich nutze Mix B)
100g lauwarmes Wasser
1g Trockenhefe (oder 4g Frischhefe)

1. Teigstufe
215g glutenfreies Mehl für Hefeteig (bei mir Mix B)
1 Ei, Gr. M
1 Eiweiß, Gr. M
75g Feinzucker
100g lauwarmes Wasser
85g weiche Butter

2. Teigstufe
90g glutenfreies Mehl für Hefeteig (immer noch Mix B bei mir)
50g Feinzucker
2 Eier, Gr. M
4g Salz
30g Honig, flüssig
35g lauwarmes Wasser
85g weiche Butter
Abrieb von 1 Orange (bio)
Abrieb von 1 Zitrone (bio)
¼ TL Vanille, gemahlen
50g Orangeat
75g Rosinen
1 TL Reismehl

Du beginnst am besten abends mit dem Teig.
Dafür werden Mehl, Hefe (ja, SO wenig!) und Wasser in einer großen Rührschüssel mit einem Holzlöffel miteinander vermischt.
Um sicherzugehen, dass die Hefe ihren Dienst tut, verrühre ich sie grundsätzlich zuerst mit dem Wasser und lasse das Ganze einige Minuten stehen. Bilden sich Bläschen ist alles ok.
Die Mischung ist recht zäh und klebt höllisch, das passt so.

Die Schüssel abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen. Ich schlage dazu alles in eine große Plastiktüte ein, Hefe mag es nämlich warm und feucht.
Für 12-18 Stunden gehen lassen, bei mir waren es 14 Stunden.

Am nächsten Morgen sollte der Vorteig schon schön aufgegangen sein. Nun kommen alle Zutaten für die 1. Teigstufe mit in die Schüssel und werden mit dem Vorteig verknetet. Das funktioniert am besten mit den Knethaken von Mixer oder Küchenmaschine. Nach 2-3 Minuten ist alles gut vermengt, der Teig wird in der Schüssel wieder in die Plastiktüte eingeschlagen und geht nun für 9-12 Stunden bei Zimmertemperatur (bei mir waren es etwa 10 Stunden).

Am 2. Abend ist der Teig ordentlich aufgegangen und nun geht es an die 2. Teigstufe.

Dazu werden zunächst Rosinen und Orangeat in einer kleinen Schüssel mit dem Reismehl bestäubt. Achte einfach darauf, dass die Trockenfrüchte gut von einer dünnen Mehlschicht bedeckt sind. Die sorgt später beim Backen dafür, dass die schweren Fruchtstücke nicht alle auf den Boden des Panettone sinken.
Kurz zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten werden mit dem bereits hergestellten Teig verknetet, wieder verwende ich dafür die Knethaken von Mixer oder Küchenmaschine. Da nun eine größere Teigmenge bearbeitet wird, kann es sein, dass Du etwas länger mixen musst, nach maximal 5 Minuten hast Du aber einen homogenen Teig. Der klebt ordentlich, das macht aber gar nichts.
Zum Schluss noch ganz kurz die vorbereiteten Trockenfrüchte einarbeiten.

Nun wird eine Panettoneform mit dem Teig befüllt. Ich habe eine Form aus Papier genutzt und die funktioniert bestens. Achte darauf, dass die Form groß genug ist, wir brauchen eine für 1 Liter Panettone.

Wenn der Teig in der Form ist, füllt er sie nur zu einem knappen Viertel. Das ist völlig in Ordnung.
Die Form wieder in die Tüte einschlagen und den Panettone nun im Backofen bei eingeschalteter Lampe (nicht mehr!) ein letztes Mal für 9-12 Stunden gehen lassen. Bei mir ist der Teig für etwa 11 Stunden gegangen.

Am nächsten Morgen hast Du, oh Wunder!, einen Teig, der die Form bis oben hin ausfüllt.
Die Tüte vorsichtig entfernen. Mit dem Teig in der Form müssen wir jetzt äußerst behutsam umgehen, es kann im schlimmsten Fall sogar passieren, dass Dir alles zusammenfällt, wenn Du die Form zu fest aufstellst. Der glutenfreie Teig kann ja keine Gitterstruktur bilden, die Stabilität verleiht.
Wir sind also vorsichtig und alles wird gut.

Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Panettone für etwa 1 ¼ - 1 ½ Stunden backen, bis er schön gebräunt ist und Deine Küche duftet. Im Zweifelsfall die Stäbchenprobe machen und den Panettone sofort auf ein Kuchengitter stellen, sobald er gut ist.
Glutenfreies Gebäck sollte nie zu lange backen, da es dann sehr schnell sehr trocken wird.
Mein Panettone hat 1 ¼ Stunde gebraucht, da ich aber weiß, dass mein Backofen eher auf der wärmeren Seite ist, kann das bei Dir auch etwas länger dauern.

In der Form abkühlen lassen und immer nur so viel von der Papierform abziehen, wie Du essen magst – aber das kennst Du ja vom Panettone.
delicious Panettone tradizionale, glutenfree and full of flavour
Ich bin hellauf begeistert von dem Ergebnis und kann Dir versichern, dass mein glutenfreier Panettone die ganze Arbeit mehr als wert ist! Und dass er auch ‚Normalessern‘ schmeckt, habe ich am entzückten Lieblingsmenschen und meiner glücklichen Mutter getestet.
Der Panettone hält sich, wenn er denn so alt wird, locker 10 Tage auch ohne Kühlung.

Die Papierformen bekommst Du recht problemlos online, achte einfach darauf, dass die Größe stimmt.
Ich verwende zum Backen grundsätzlich nur Orangeat aus Reformhaus oder Bioladen, am besten dort selbst kandiert. Der Unterschied zum Supermarktorangeat, das nur süß und klebrig ist, ist enorm und das Geld allemal wert!
An Honig habe ich einen milden Akazienhonig verwendet. Der schmeckt im fertigen Panettone nicht durch und das ist ja auch beim Original so. Magst Du eine deutlichere Honignote, verwende einfach eine geschmacksintensivere Honigvariante.
glutenfree Panettone tradizionale, glutenfrei, senza glutine, sans gluten
Du kannst den Panettone natürlich abwandeln. An Trockenfrüchten lässt sich klein gehackt alles verwenden, was Du magst. Wie klingt zum Beispiel ein Panettone mit getrockneten Aprikosen und Cranberries für Dich?
Wenn Du Dich mit den süßen Früchtchen so gar nicht anfreunden kannst, schmecken auch Schokotropfen super. Achte dann aber unbedingt darauf, ein glutenfreies Produkt zu erwischen!
Der Reismehltrick funktioniert jedenfalls bei jeder Füllung.

Panettone wird es bei mir jetzt öfter geben, der Lieblingsmensch hat schon nach Nachschub gefragt. Glutenfrei und voller Geschmack? Geht!

Liebst,
Sabine