Freitag, 21. September 2018

Freitagsfunde {210}


Hallo Herbst! Nach dieser Knaller-Woche zieht er nun also doch so langsam ein und ich tu mich ein bisschen schwer damit, diesen wunderbaren Sommer gehen zu lassen, bin ich doch bekennendes Sonnenkindchen. Aber gut, die Herbstenthusiasten müssen ja irgendwann auch auf ihre Kosten kommen ;-).

Bevor das nasskalte Wochenende nun startet habe ich sie natürlich noch für Dich, die Freitagsfunde, meine kleine Zusammenstellung an Funden der letzten Tage aus dem WWW.
#apple #harvest #fall #herbst
Einen unglaublich niedlichen Anziehfuchs zum Ausdrucken hat Katja HIER mit uns geteilt. Anziehwie? Nun, Du kennst doch noch die Anziehpüppchen, mit denen wir als Kinder gespielt haben? Das gleiche Prinzip, nur als Fuchs, ausdrucken, anmalen und die Kinder damit spielen lassen.

Auf Instagram folge ich ihr sehr gerne und auch ihr Blog macht immer wieder Freude, so wie dieses Rezept HIER für eine Galette mit Auberginenfüllung. Übrigens, wenn Du gerne einkochst oder es versuchen magst, findest Du bei Syl auch viele Anregungen zum Thema.

Grußkarten aus Holz basteln? Das geht und eine richtig schöne Anleitung dazu habe ich bei Johanna HIER gefunden. Jetzt brauch ich nur noch Balsaholz...

So langsam naht sie schon wieder, diese spezielle Zeit im Jahr, in der insbesondere Mütter dezent verzweifelt nach Bastelideen für OmaOpaSchwager suchen. Lisa hat HIER in ihrem Beitrag viele Möglichkeiten, Fotos auf verschiedene Materialien zu übertragen, zusammengetragen. Liest sich spannend, Einiges möchte noch ausprobiert werden und vielleicht ist ja auch für Dich das Richtige dabei?

Einen sehr berührenden Artikel aus der New York Times über Sterbehilfe habe ich HIER gelesen. Was würdest DU tun, wenn Dich Deine Mutter bittet, ihr zu helfen? Eine Frage, die ich mir nicht mal eben so beantworten kann, die aber wichtig, ist, denke ich.

Und das war es auch schon wieder für diese Woche.

Am Wochenende freue ich mich auf Zeit mit dem Lieblingsmenschen, auf Kochexperimente und Weingenuss, auf Austausch und Planung. Und wer weiß, vielleicht erwische ich am Sonntag noch einen Sonnenstrahl.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 20. September 2018

Wir kochen zusammen ein: Weißweinäpfel


Heute ist der 20. und da koche ich mit Ina. Genauer gesagt geht es in diesem Monat um das Einkochen, Fermentieren HIER und Haltbarmachen. Wie schön, Beides mache und mag ich nämlich sehr gerne. Neulich habe ich schon Tomatensauce für den Winter eingekocht (HIER geht’s zum Rezept), heute wird es süß.
#preserved #apples with white wine and spices
Keine Sorge, nicht pappsüß, das mag ich ja auch nicht, eher würzig-süß und fruchtig. Es gibt Weißweinäpfel, die eingekocht den ganzen Winter über Freude machen und hervorragend zu Eis, Milchreis, zu Waffeln oder pur, auf Joghurt und als Pfannkuchenfüllung schmecken. Zugegeben nur den Erwachsenen, denn die guten Früchtchen haben schon ein paar Umdrehungen.

Wichtig sind für dieses Rezept die verwendeten Äpfel, ich hatte Glück und wurde aus Nachbars Garten beliefert, wenn Du die Äpfel kaufst, achte darauf, eher zu säuerlichen Sorten wie Boskoop oder Berlepsch zu greifen.
#spicy #apples, #preserved with white wine
Auch der Wein, in dem die Äpfelchen eingekocht werden, ist wichtig, der von mir verwendete Gewürztraminer geht geschmacklich sowieso schon in die von mir gewünschte Richtung und ist für diese Art der Zubereitung perfekt.

Apropos Zubereitung, die könnte Dir etwas komisch oder sehr aufwändig erscheinen. Ich koche die Äpfel nämlich insgesamt drei Mal auf und lasse alles wieder abkühlen. Das hat aber seinen guten Grund. Durch diese Behandlung werden die Obststücke opak und die Konsistenz ändert sich völlig. Keine Sorge, die Weißweinäpfel zerfallen nicht, sie werden weich, behalten aber ihren Biss und schmecken einfach nur köstlich!
#preserved, #spicy #apples with white wine, a delicious way to enjoy summer in winter
Jetzt aber ab in die Küche!

Weißweinäpfel zum Einkochen

Du brauchst für 4 Gläser à 400ml

1 kg säuerliche Äpfel
375ml Gewürztraminer
etwa 500ml Wasser
1 Vanillestange, halbiert
½ TL Pfeffer, ganz (rosa oder bunt)
½ TL Zimtblüten
1 EL Zitronensaft
1 EL Ahornsirup (oder nach Bedarf)

Die Äpfel werden gewaschen, geschält, geputzt und geviertelt. Die Viertel in etwa 3-4mm dicke Scheibchen schneiden und mit den anderen Zutaten in einem großen Topf mischen.
Gib das Wasser nach Bedarf zu, die Apfelstücke sollen gerade eben von der Flüssigkeit bedeckt sein.
Alles einmal ohne Deckel wallend aufkochen lassen, von der Herdplatte nehmen und ohne Deckel abkühlen lassen, damit etwas von der Flüssigkeit verdampfen kann.
Diesen Vorgang noch zwei Mal wiederholen.

Beim letzten Kochvorgang werden parallel schon die Einweckgläser desinfiziert. Ich mache das im Dampfgarer (100°C, 20 Minuten), Du kannst die Gläser im Backofen bei 125°C Ober-/Unterhitze für 15 Minuten mitsamt den Deckeln desinfizieren.
Nun stellst Du heißes Wasser bereit (ich mache den Wasserkocher voll und stelle ihn an), ebenso wie ein tiefes Backblech. Der Backofen wird auf 170°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt.

Die desinfizierten Gläser vorsichtig bereit stellen und darauf achten, dass Du weder die Innenseite der Deckel, noch die Ränder der Gläser berührst. Mit Hilfe eines Einfülltrichters für Marmeladen, oder indem Du sehr, sehr vorsichtig arbeitest werden nun die noch kochenden Apfelstücke mitsamt Weißweinsud in die Gläser gefüllt. Achte darauf, dass ein Rand von etwa 1 – ½ cm frei bleibt.

Mit den Deckeln fest verschließen und auf’s Backblech stellen. Dabei ist wichtig, dass sich die Gläser nicht berühren.
Das Blech mit dem heißen (nicht kochenden!) Wasser so hoch wie möglich auffüllen und nun alles im Backofen so lange stehen lassen, bis die Flüssigkeit in den Gläsern anfängt, zu kochen. Das erkennst Du an den kleinen Luftblasen, die wie an einer Perlenschnur im Glas am Rand entlang nach oben steigen.

Den Ofen ausschalten, aber geschlossen lassen und nun alles für einige Stunden – ich mache das über Nacht – vergessen.

Die abgekühlten Gläser müssen nun nur noch beschriftet werden, der Inhalt ist jetzt etwa 1 Jahr lang haltbar.
#spicy #apples in white wine, #preserved for winter
Möchtest Du die Weißweinäpfel schnell essen, zum Beispiel für eine Feier zubereiten, kannst Du den Schritt des Einkochens natürlich überspringen. Dann werden die heißen Fruchtstücke einfach direkt nach dem dritten Kochvorgang in die vorbereiteten Gläser gefüllt und sollten sich nun ein paar Tage halten. Zur Sicherheit würde ich das aber dann kühl stellen.

Ich habe an Gewürzen Zimtblüten und Pfeffer zugegeben, weil ich es mag, wenn die Äpfel noch eine kleine würzige Note haben und diese zwei gut zu meinem Wein passten. Du kannst da einfach verwenden, was Du magst und munter experimentieren, Nelken, Piment oder Chili eignen sich hervorragend und wenn Du es puristisch magst, ist dagegen auch nichts zu sagen.
#apples
Meine Äpfel waren recht sauer, weshalb ich Ahornsirup zugegeben habe, Du kannst die Weißweinäpfel ganz nach Deinem Geschmack süßen oder es auch ganz lassen.

Wenn Kinder mitessen sollen, können Äpfel auf diese Weise auch mit Apfelsaft eingekocht werden und die Methode eignet sich auch für anderes Obst. Rotweinbirnen oder Zwetschgen mit Wein sind sicher bekannt, Rotweinkirschen funktionieren auch gut, Weißweinquitten lassen sich so ebenfalls toll zubereiten und haltbar machen. Wie immer gilt also – mach daraus, was Dir gefällt!

Liebst,
Sabine

Dienstag, 18. September 2018

Käsekuchen mit Mirabellen


Meine große Liebe zu den kleinen Früchtchen geht in die nächste Runde und Du musst schon wieder ein Mirabellenrezept von mir lesen. Da aber jetzt wohl sowieso langsam Schluss ist mit der Erntezeit der kleinen Früchtchen, wird es wohl das letzte Rezept für diese Saison sein. Da das Rezept auch mit Kirschen, Zwetschgen oder ganz anderem Obst gut schmeckt, teile ich es auch jetzt noch zu gern mit Dir.
easy #cheesecake with mirabelle plums, delicious and #glutenfree
Es gibt Käsekuchen, den mag ich besonders gern ohne Boden und so kommt auch mein Rezept heute ganz ohne ihn aus. Dafür haben es sich viele reife Mirabellen auf dem zarten Bett aus Käsekuchenmasse bequem gemacht. Mein Tipp: Schau beim Backen ab und zu in den Ofen. Die entsteinten und wieder zusammengedrückten Mirabellen gehen nämlich wie kleine Muscheln beim Backen auf und das sieht besonders hübsch aus.
delicious #glutenfree #cheesecake, topped with mirabelle plums
Damit Du auch etwas vom besonders leckeren Ergebnis hast, kommt hier nun das Rezept für Dich:

Glutenfreier Käsekuchen mit Mirabellen

Du brauchst für 1 Backblech

3 Eier, Gr. L
150g Zucker
65g weiche Butter
1 kg Quark  (ich habe Magerquark verwendet)
70g Stärke (glutenfrei, wenn nötig; ich hatte Maisstärke)
½ TL Vanille, gemahlen
¼ Tasse Milch

450g Mirabellen

Die Früchte werden abgewaschen und getrocknet. Zum Entsteinen nur an der Naht entlang halb öffnen und den Kern herausnehmen. Die Früchte anschließend wieder leicht zusammendrücken und alles zur Seite stellen.

Dann werden die Eier werden mit Vanille und Zucker schaumig geschlagen. Die weiche Butter wird untergerührt und dann kommt auch schon der Quark dazu.
Ist alles gut vermischt, kommt die Stärke zur Quarkmischung. Achte bei diesem Schritt sehr darauf, dass sich alles gut vermengt und sich keine Klümpchen bilden – die schmecken so gar nicht gut!

Im letzten Schritt wird nun noch die Milch untergerührt.

Der Teig wird gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verstrichen und die entsteinten Mirabellen werden darauf gesetzt. Im auf 200°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen braucht Dein Kuchen nun etwa 35-40 Minuten, bis er gar und goldig ist.

Nun nur noch abkühlen lassen und genießen!
easy #glutenfree #cheesecake, topped with mirabelle plums
Wie immer lassen sich meine Rezepte munter abwandeln. Du kannst statt der Mirabellen wie oben erwähnt so ziemlich jedes andere denkbare Steinobst verwenden (es sollte nur nicht allzu viel Saft austreten!) und auch mit Brombeeren lässt sich dieser schnelle Blechkuchen perfekt zubereiten.

Bei der Fettstufe des Quarks kannst Du ein bisschen spielen, als Faustregel gilt: Je fettiger der verwendete Quark, desto cremiger der Kuchen, desto weicher wird er allerdings auch. Da ich sicher sein wollte, dass meine Früchtchen sicher vom Untergrund getragen werden, habe ich mich für die festere Variante und damit für Magerquark entschieden, das kannst Du aber machen, wie Du magst.
#glutenfree #cheesecake with mirabelle plums
Statt der Stärke kannst Du auch einfach zwei Pakete Vanillepuddingpulver verwenden, achte dann aber auf jeden Fall darauf, ein glutenfreies Produkt zu erwischen und verwende etwas weniger als die Hälfte der angegebenen Menge an Vanille.

Der gebackene Kuchen lässt sich in Stücke geschnitten hervorragend einfrieren, so kannst Du das Sommerobst auch im Herbst noch genießen.
Ich freu mich jedenfalls schon darauf, noch im Oktober das eine oder andere Stückchen zu naschen vom meinem glutenfreien Käsekuchen mit Mirabellen.

Liebst,
Sabine

Freitag, 14. September 2018

Freitagsfunde {209}


Hallo Wochenende! Die letzten Tage sind gefühlt mit einem Fingerschnipp vergangen und ich freue mich schon auf ein entspanntes Wochenende mit dem Lieblingsmenschen.

Vorher habe ich, wie sollte es anders sein, aber natürlich noch meine Freitagsfunde für Dich. Dahinter verbirgt sich eine kleine Ansammlung von Funden aus dem WWW, die ich selbst auf keinen Fall vergessen und ganz unbedingt teilen mag. 
View over lake Eibsee in Bavaria, Germany
Einen richtig spannenden Einblick in den Umzug ihres ehemaligen Dawanda-Shops gibt uns Manuela, die ganz frisch erst ihren eigenen Shop auf ihrer eigenen Webseite eröffnet hat. Wiesoweshalbwarum kannst Du HIER nachlesen.

Laura zeigt in ihrem Blogpost HIER, was sie kürzlich Neues gelernt hat – es wird sehr schön, so viel sei verraten.

In gleich zwei Teilen nimmt uns Undine mit auf ihren Trip durch London und macht richtig Lust auf die Stadt. HIER findest Du den ersten Teil und HIER geht es direkt zu Teil 2.

Himbeer-Mascarpone-Tarte? Auch noch glutenfrei? In das Rezept mit Pfütze-im-Mund-Garantie bin ich ein bisschen verknallt und freu mich schon auf’s Nachbacken. Wenn es Dir auch so geht, findest Du HIER das Rezept.

Zum Schluss habe ich noch einen Post voll schönster Bilder für Dich, falls Dich das fiese Meerweh so chronisch plagt wie mich. Britta nimmt uns HIER mit zum nördlichsten Punkt Deutschlands und da finden sich Sonne, Meer und ganz viel Sand.

Und das war es auch schon wieder für diese Woche.

Am Wochenende freue ich mich auf ein Wiedersehen nach langer Zeit, auf viele schöne Momente mit dem Lieblingsmenschen, hoffentlich etwas Sonnenschein und einen Kaffee an frischer Luft, ich freue mich auf Experimente und ein paar Entscheidungen und bin schon gespannt, was noch alles auf mich wartet.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine