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Mittwoch, 6. März 2019

40 Tage ohne


Heute beginnt sie wieder, die Fastenzeit. In den 40 Tagen vor Ostern wurde früher streng gefastet, als Erinnerung an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat.

Nun, heute geht alles deutlich weniger streng zu und ich war echt überrascht, wie unfassbar kreativ die beginnende Fastenzeit mittlerweile genutzt wird. Vom Auto- übers Plastikfasten, von Social Media bis Shopping – gefastet werden können offenkundig nicht nur Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch.
Ein wenig erinnert mich das Ganze an die guten Neujahtsvorsätze (die ja auch schon wieder so weit zurückliegen) – und zwar in der Light-Variante. Denn beim Fasten geht es vordergründig zunächst nicht darum, das eigene Verhalten dauerhaft zu ändern. Nur 40 Tage lang muss durchgehalten werden und das ist doch machbar. Natürlich steckt hinter Ideen wie dem Fasten von Süßigkeiten, von Fast Fashion, Social Media und Fleisch die Absicht, das eigene Verhalten eben doch dauerhaft zu ändern. Aber mit einem sanfteren Einstieg, als es etwa die Neujahrsvorsätze zulassen.

Und das ist ja ein gar nicht mal blöder Gedanke. Denn uns allen fällt es wesentlich leichter, das eigene Verhalten für einen überschaubaren Zeitraum zu ändern. Wie lange dieser Zeitraum dauert, ist im Grunde erst einmal ziemlich egal, nur allzu lang sollte er nicht sein. Dann wird’s wieder unübersichtlich für unser Gehirn und das mag es nicht.
Dazu kommt, dass der Mensch je nach Studie, die zu Rate gezogen wird, 30 bis 90 Tage braucht, um sein Verhalten dauerhaft zu ändern. Um nämlich eine neue Tätigkeit zur Gewohnheit werden zu lassen. Oder eben auch das Weglassen einer Tätigkeit, das ja beim Fasten im Mittelpunkt steht.

Und wenn es mir auch äußerst schwer fällt, 40 Tage lang meine Ernährung umzustellen, um an eine biblische Figur zu erinnern, so finde ich den Ansatz, diesen Zeitraum als Chance zu nutzen, super. Eine Chance nämlich, Verhaltensweisen, die ich nicht mag, die mich behindern oder mir immer wieder ein Bein stellen, abzulegen. 
Versteh mich nicht falsch, dem gerade so schicken Wahn der gnadenlosen Selbstoptimierung kann ich hervorragend widerstehen. Aber es gibt Dinge, an denen ich arbeiten möchte. Ganz unabhängig übrigens von der Fastenzeit tu ich das eh schon. Jetzt aber vielleicht noch ein wenig intensiver und in einem festgelegten Zeitrahmen. Mit der Hoffnung, dass sich gute Gewohnheiten dann einschleifen.

Was das ist, das mich so nervt und sich so schwer abschütteln lässt?
Mein elender Perfektionismus, über den ich Bücher schreiben könnte. Woher er kommt, da habe ich so meine Ideen zu, die mir aber nicht wirklich helfen, ihn wieder loszuwerden.
Und das würde ich echt gerne. Er kostet mich nämlich unfassbar viel Kraft.
Dabei verlange ich von mir nichts, was ich nicht liefern könnte, das ist nicht das Problem. Aber ich könnte auch ein Ergebnis liefern, das 5% schlechter ist und es wäre noch immer sehr gut. Diese 5% zwischen sehr gut und „Sabine-ist-zufrieden“ sind es aber, die mich locker 60% Kraft kosten.
Völlig unverhältnismäßig und das gerade vor dem Hintergrund, dass meistens nur ich selbst diese 5% überhaupt noch wahrnehme. Niemandem würde auffallen, wenn es sie nicht gäbe. Unterm Strich komme ich nämlich meist locker auf 105%. Weil ich immer noch ein bisschen besser sein muss, als einfach nur sehr gut, weil ich immer noch eine Kirsche auf die Sahne setzen und das Ganze mit glitzernden Streuseln besprenkeln muss.

Völlig verrückt?
Stimmt!

Ich finde das auch verrückt und anstrengend und nervig. Und deshalb arbeite ich daran, es besser zu machen. Also, eigentlich ja schlechter. Ein bisschen zumindest, so dass meine Ergebnisse (in welchem Bereich auch immer) weiterhin sehr gut sind – Minus die 60% Kraft, die für meine 5% Verrücktheit draufgehen.

Ich werde also Perfektionismus-Fasten und habe mir für die 40 Tage vorgenommen, jeden Tag mit etwas in meinen Augen Unperfektem zu leben. Vielleicht werde ich sogar wild und poste mal etwas davon…wer weiß.
Für heute lebe ich erst einmal damit, nicht die richtige Schrifttype für all die klugen Sprüche gefunden zu haben, die diesen Post begleiten. Und bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich das hier dennoch poste und nicht einfach noch bis Mitternacht nach dem perfekten Pinselschwung suche.
Geht doch!

Liebst,
Sabine

Sonntag, 14. Oktober 2018

Mein Sonntagsglück: Bemalte Blätter

Zum Ende der goldenen Herbstwoche habe ich heute ein ganz einfaches, kleines DIY für Dich: Ich hab die Blätter schön. Also, noch ein bisschen schöner, denn die Natur malt jetzt im Herbst doch sowieso alles so wunderhübsch an.

#diy #painted #leafs, the perfect DIY for #fall
So sind mir in den letzten Wochen beim Spazierengehen wieder und wieder die schönsten bunten Blätter in die Hände gefallen – oft genug sogar wortwörtlich! -, aus denen ich etwas machen wollte.
Schnell und einfach sollte mein DIY werden, eine Idee, die auch mit Kindern Spaß macht und sich möglichst leicht umsetzen lässt, mit nur wenig benötigtem Zubehör und ohne jeden Schnickschnack. 
fast and easy #diy, #painted #leafs, perfect for #fall
Heraus kamen bemalte Blätter, die kinderleicht zu machen und überraschend hübsch geworden sind, für die es nicht einmal eine feste Anleitung gibt, eher Anregungen, weil Du das Ganze genau so gestalten und umsetzen kannst, wie immer Du magst.
Wollen wir?
the perfect #diy for #fall: #painted #leafs
Bemalte Blätter

Du benötigst

Blätter, am besten bunt, ich habe Ahornblätter verwendet
Acrylstift (Lackstifte eignen sich auch), idealerweise in weiß oder silber
evtl. Acrylstift mit Brush-Spitze, weiß oder silber
make those #colorful #leafs even prettier: paint them!
Ja, das war es auch schon.
Zunächst werden die Blätter in einem dicken Buch gepresst und getrocknet, eine Blumenpresse, wie ich sie HIER gemacht habe, eignet sich natürlich perfekt dazu. Nach ein paar Tagen, je nachdem, wie viel Feuchtigkeit noch in den Blättern war, hast Du schöne, trockene und glatte Blätter, die wir jetzt weiter bearbeiten können.

Ich habe mit Acrylstiften gearbeitet, die auf den Blättern prima halten, nicht durchscheinen und beim Arbeiten auch nicht komisch riechen.
Du kannst die Blätter nun beschriften oder bemalen und dabei Deinen Ideen freien Lauf lassen. Ich bin beim Bemalen eher minimalistisch vorgegangen und habe mit verschiedenen Mustern immer nur die Blattadern betont, es spricht natürlich auch nichts dagegen, die gesamte Blattfläche zu verzieren, ganz, wie Du magst.

Bei den Stiften solltest Du zu hellen Farben greifen, weiß kommt auf den Blättern am besten zur Geltung, silber kann man auch noch gut sehen. Alle dunkleren Farbtöne werden von den Blättern geschluckt und sind daher nicht empfehlenswert – es sei denn, Du hast ein sehr helles Blatt und rückst dem mit Schwarz zu Leibe. Das war mir als Kontrast aber zu hart.
#easy-peasy #diy for #fall, #painted #leafs
Die fertig gestalteten Blätter trocknen lassen und dann als Deko verwenden, in Sträuße gesteckt oder zu einer Girlande aufgefädelt, als Tischdeko oder gar Platzkarten sehen die bunten Blätter richtig hübsch aus.

Mit der Wahl des Musters bestimmst Du, in welche Stilrichtung Deine Blätter gehen, meine dezenten Linien passen gut in die skandinavische Deko-Ecke, üppige Muster sehen auf einer opulenten Tafel grandios gut aus. Mach wie immer aus meiner Idee, was Dir gefällt.

Übrigens – solltest Du mal ein Blatt erwischt haben, das nicht mehr ganz perfekt aussieht, das macht gar nichts. Eines meiner Blätter hatte eine schon ganz zersetzte Spitze und ich mag das Ergebnis trotzdem sehr, das gehört ja auch zum Herbst dazu.
fast and easy #diy for #fall: #painted #leafs
Schnell gemacht, furchtbar einfach umgesetzt und so hübsch im Ergebnis, ich frage mich, wieso ich nicht schon viel früher auf die Idee gekommen bin, Blätter zu bemalen und kann Dir nur raten, gleich damit anzufangen – vielleicht findest Du ja beim Sonntagsspaziergang noch ein paar schöne Exemplare?
#fall #acorn #red #colorful
Da mich die kleinen, bunten Blätter gerade glücklich machen, verlinke ich diesen Post nur zu gerne HIER bei Katrin, die auch heute wieder das #sonntagsglück sucht und es beim Buchstaben H gefunden hat. Schau unbedingt bei ihr vorbei, es lohnt sich wieder einmal sehr.

Hab den schönsten Sonntag!

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Summer Bucket List 2018 – was davon übrig blieb

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an meine Summer Bucket List, die ich Anfang Juni HIER gepostet habe, meine Zusammenstellung an Dingen, die ich in diesem Sommer tun möchte. Nun, so gerne ich das auch ignorieren mag, der Sommer ist mittlerweile definitiv vorbei, auch wenn dieser Herbst echt was kann!

Und so schaue ich heute noch einmal mit Dir zurück, erzähle ein bisschen was von meinem Sommer und welche Punkte der Liste ich erleben durfte. So viel kann ich schon verraten, von den 25 aufgelisteten Ideen und Hoffnungen sind 21 zu Erinnerungen geworden – ein grandioser Schnitt, wie ich finde!
#sunset in #crete, #rethymnon
Als die Liste am 4. Juni online ging, war ich gerade noch mit meiner Mutter auf Kreta und so hat sich mein Plan, braune Beine zu bekommen, schon zu diesem Zeitpunkt erfüllt und Meeresluft habe ich auch geatmet. Genau so, wie auch noch in Triest und Egmond aan Zee später im Sommer. Und auch, wenn ich niemalsnicht genug bekommen kann von Tagen am Meer, muss ich sagen, dass ich da dieses Jahr ECHT viele erleben durfte und auch noch einige erleben werde.
#moderncalligraphy #meeresrauschen
Überhaupt ist 2018 ein wahnsinnig intensives Reisejahr für mich und so habe ich nicht nur zwei neue Orte besucht, sondern gleich eine ganze Reihe. Mit dem Lieblingsmensch war ich in Bremen (eine richtig schöne Stadt, ich war sehr positiv überrascht), in Bregenz und Konstanz am Bodensee und im Pustertal, Brixen und Cortina d’Ampezzo und über meinen Geburtstag in Triest, von wo aus wir ein paar Abstecher nach Slovenien gemacht haben. Um nur mal ein paar Orte zu nennen, diesen Sommer hatte uns das Reisefieber richtig fies erwischt. Lustigerweise kannte ich die slovenische Seite bereits, war aber vorher noch nie in Triest. Das wird auf jeden Fall wiederholt, denn auch Triest ist nicht nur eine Reise wert und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Mit meiner Mutter habe ich einen richtig schönen Tagesausflug (mit dem Zug) nach Augsburg gemacht, womit auch Punkt Nummer 10 der Liste abgehakt wäre. In Augsburg war ich zwar schon ein paar Mal, aber noch nie so richtig in der Stadt unterwegs. Das hat sich nun geändert und wenn Du mal dort sein solltest, nimm Dir Zeit, denn es lohnt sich.
#view in the #dolomites, #italy #cortinadampezzo
Kondition habe ich richtig gut aufgebaut und auch, wenn mich der September da gesundheitlich wieder zurückgeworfen hat, bin ich auf einem guten Weg - und habe gestern zum ersten Mal einen Abendspaziergang ohne Krücke geschafft, einzig mit lieblingsmenschlicher Unterstützung. Ein Meilenstein und Sektkorkenmoment und ich freue mich, auch diesen Wunschpunkt erlebt zu haben, auch wenn das rein technisch nicht mehr im Sommer passiert ist.
#harbor in #koper, #slovenia

Diesen Sommer habe ich Freunde und Lieblingsmenschen gesehen und konnte Zeit mit meiner Familie verbringen, dem Wetter sei Dank konnte ich wirklich oft draußen essen, an frischer Luft schmeckt’s mir gleich nochmal so gut und Obst bis zum Abwinken gab es ganz sicher. Bücher und CDs sind ausgemistet, um DVDs habe ich mich auch gleich noch gekümmert und Neues gelernt. Sommersprossen gab es reichlich, ebenso wie HIER eine neue Eissorte (und diverse schon bekannte), ich habe noch mehr Aquarellfarben selbst hergestellt und Kräuter vom Balkon in Massen ernten können. Nur mein Salat ist mir völlig kaputt geregnet, denn hier in München war der Juni echt nass und auch danach gab es wieder und wieder Regentage – dafür aber kaum Waldbrandgefahr und Ernteausfälle, das hat ja auch was für sich. 
#bowl full of #cherries #summerfruit
Die Idee mit den Instastories hat genau so wenig gut geklappt wie mein Vorhaben, mehr Videos zu drehen, irgendwie will ich mit diesem Format nicht warm werden, obwohl ich einen richtig tollen Kurs zum Thema besucht habe (HIER findest Du nochmal meinen Post dazu). Momente habe ich viele ganz bewusst genossen und neue Gedankenwege gehe ich gerade mit riesigen Schritten – ebenso wie an ein großes Projekt. Jeden einzelnen Tag zu kalligraphieren und aquarellieren schaffe ich genau aus diesem Grund gerade aber nicht, eine Frage von Prioritäten, das kommt auch wieder.

Dafür hielt mein Sommer Wolkenbilder und Blumenduft bereit und unbeschwerte Augenblicke und auch, wenn ich viel gelacht habe, wollten die Tränen dann doch nicht fließen (was bei mir aber auch echt selten passiert).
#pink #hydrangea #flowers #blossom #palepink
Schön war er, dieser Sommer, ich habe viel Neues entdeckt und gelernt, habe eine wichtige Lektion vom Leben bekommen und wieder einmal verstanden, dass die Kopf-durch-die-Wand-Methode leider nicht so viel bringt, wenn der Körper nicht kann, ich habe noch mehr gelernt, Rücksicht auf mich zu nehmen und auch, wenn mir das extrem schwer fällt und oft einen bitteren Beigeschmack hat, bin ich dafür stolz auf mich. Ich habe viel Schönes entdecken dürfen, war an wichtigen Momenten im Leben meiner Familie dabei und habe vor allem auch mit dem Lieblingsmenschen so Vieles gesehen und erlebt, dass ich dafür sehr, sehr dankbar bin.
#harbor in #trieste #italy #sunset #seagull
Und damit nun auf in den Herbst, der hier in München schon voll zugeschlagen hat mit Hochnebel und bunten Blättern, mit fallenden Kastanien und dann doch noch ein paar sonnigen Stunden.
Meine nächsten Wochen werden schon wieder ganz viel bereithalten, der Lieblingsmensch und ich gehen noch auf eine ganz besondere Reise und ich bin schon ein wenig vorfreudenkribbelig, ich freue mich auf die Blogst in Köln Anfang November und arbeite an diesem einen Projekt, von dem ich Dir hoffentlich bald schon erzählen kann, ich freue mich auf liebsten Besuch und fröhliche Wiedersehen, auf erste Weihnachtsvorbereitungen (ja, für den Blog arbeite ich tatsächlich jetzt schon daran und da wartet Einiges auf Dich!) und auf hoffentlich noch viele goldene Herbsttage.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine


Montag, 24. September 2018

Reichhaltige Handcreme für Gärtner*innen

Nun ist er so richtig da, der Herbst und mit ihm auch eine arbeitsreiche Zeit im Garten. Mein Balkon ist da etwas gnädiger, im Familien– und Freundeskreis kenne ich das aber auch ganz anders.

DIY Gardener's Hand Cream, easy to make and extremely nourishing
Besonders schnell leiden die Hände unter den Ästen und Gartenscheren, Schaufeln und Rosenranken. Da ist die Sonnenbräune genau so schnell weg, wie die Haut rissig wird.
Da meine Mutter auch gerade wieder einen großen Garten zu beackern hat, habe ich ihr eine Handcreme zusammengerührt und da ich das Ergebnis sehr mag und die Pflegewirkung umwerfend gut ist, habe ich heute das Rezept für Dich.
rich Gardener's Hand Cream, done in 10 minutes and super nourishing
Keine Sorge, Du brauchst keinen Berg an Zutaten, das meiste bekommst Du in sehr gut sortierten Bioläden, oder aber auch online. Die Zubereitung ist dann eine Sache von 10 Minuten und die haben wir doch für streichelzarte Hände allemal übrig!
rich and nourishing Gardener's Hand Cream, easy to make and oh-so good!
Gärtner-Handcreme

Du brauchst für 1 Portion

50g Sheabutter
15g Mandelöl
10g Arganöl
10g Bienenwachs
5g Mimosenwachs

ätherische Öle nach Belieben, ich hatte
2 Tropfen Zirbenöl
6 Tropfen Landel fein
4 Tropfen Bergamotte

Los gehst, die beiden Wachse werden abgewogen und in einem kleinen Gefäß, idealerweise aus Glas, aber das Edelstahlkännchen für den Milchschaum tut’s auch, bei mittlerer Hitze im Wasserbad geschmolzen. Das dauert einen Moment, nicht ungeduldig werden und die Hitze nicht zu hoch drehen, wir wollen die guten Inhaltsstoffe bewahren.
DIY Gardener's Hand Cream - what you'll need
Sind Bienen- und Mimosenwachs geschmolzen, kommt das Gefäß von der Hitze und die Sheabutter zur Mischung. Unter Rühren auflösen lassen und dann erst die Öle untermischen.

Ist die Masse handwarm abgekühlt, haben die ätherischen Öle ihren Auftritt, ich habe mich für Lavendel entschieden, weil das Öl dezent antiseptisch wirkt und kleine Kratzer und Wunden schnell verheilen, Zirbe beruhigt und freut den Gärtner nach getaner Arbeit, Bergamotte sorgt für gute Laune, auch wenn der Rücke vielleicht ziept.

Die fertig zusammengerührte Creme in einen sauberen, im Idealfall (im Backofen) desinfizierten Tiegel füllen und für ein paar Stunden abkühlen lassen. Fertig bist Du.

Die Creme ist sehr reichhaltig und pflegt hervorragend, dafür sorgen die Zutaten, die ich in Bioqualität einsetze. Kannst Du keinen Mimosenwachs auftreiben (der besonders intensiv pflegt), so kann er durch Bienenwachs ersetzt werden. Auch Mandel- und Arganöl kannst Du gegeneinander austauschen und bei Bedarf nur eines der beiden verwenden. Eine schöne Alternative, wenn auch etwas weniger reichhaltig, ist Aprikosenöl.
nourishing Gardener's Hand Cream, perfect for fall and easy to make
Bei den ätherischen Ölen ist alles erlaubt. Hast Du ein Problem mit Duftstoffen, lass sie einfach ganz weg und überlege, statt des Mimosen- Rosenwachs zu verwenden, der wunderbar duftet und fast genau so gut pflegt.
Ansonsten kannst Du die Creme ganz nach Deinen Wünschen beduften, denk nur vielleicht daran, dass die meisten nach der Gartenarbeit Ruhe haben wollen und brauchen, daher wären sehr anregende Düfte wie Zitrusnoten oder auch Rosmarin eher weniger gut geeignet, bzw. sollten, wie bei mir die Bergamotte, nicht im Vordergrund stehen.  
DIY Gardener's Hand Cream, rich and nourishing
Die Creme ist auch ein richtig schönes Geschenk für Gärtner und Gärtnerinnen, für alte Gartenhasen und Neuanfänger und sicherlich perfekt geeignet für die Garteneinweihungsparty oder die Neuschrebergärtner. Oder aber Du machst sie ganz für Dich allein und freust Dich, dass nicht nur Dein Garten schön aussieht, sondern auch Deine Hände sich sehen lassen können.

Nach getaner Arbeit die Hände pflegen und dabei vielleicht ein gutes Buch lesen – so kann der Herbst doch kommen!

Liebst,
Sabine

Montag, 3. September 2018

Sommerliche Body Cream mit Honig


Oft genug habe ich es hier auf dem Blog schon erwähnt, meine Haut ist sehr empfindlich und braucht viel gute Pflege. Für die Wintermonate habe ich mir oft selbst Kosmetik hergestellt, rückfettende Body Scrubs und luxuriös-reiche Body Butter gab es HIER, Lippenbalsam HIER und Handcreme HIER, um nur ein paar Rezepte zu nennen.

Jetzt aber, in dieser merkwürdigen Übergangszeit zwischen bestem Sommer- und tendentiell schmuddeligem Herbstwetter, waren mir die oben genannten Varianten zu reichhaltig, etwas Leichteres sollte her.
easy DIY Body Cream with honey, not too rich and perfect to pamper your skin this fall
Ich habe mich also wieder einmal in meine Experimentierküche gestellt und heraus kam eine herrlich leichte Body Cream, nicht so empfindlich in der Aufbewahrung und so wenig pflegend wie eine Lotion, aber auch nicht so intensiv fettend wie meine Winterrezepte. Genau richtig also, um die Haut ein bisschen zu verwöhnen und vielleicht noch die eine oder andere Urlaubsbräune ein bisschen länger zu erhalten.

Wie schon bei meinen winterlichen Rezepten habe ich auch dieses Mal alle Zutaten in hochwertiger Bioqualität verwendet, Du kannst die Sachen in sehr gut sortierten Bioläden oder Reformhäusern finden oder aber gleich alles online bestellen.
easy to make Body Cream with honey, perfect for fall (and it smells so good!)
Body Cream mit Honig

Du brauchst für 1 großes Glas

60g Kokosöl, nativ
15g Bienenwachs
40g Kakaobutter
30g Aprikosenöl
2 TL Honig (das sind etwa 15g), Rohkostqualität
5 Tropfen ätherisches Öl YlangYlang
2 Tropfen ätherisches Öl Orange
3 Tropfen ätherisches Öl Rose

Kokosöl und Bienenwachs kommen in ein kleines Gefäß und werden dann bei mittlerer Hitze im Wasserbad geschmolzen. Das dauert einen Moment, nicht ungeduldig werden.

Sind Öl und Wachs flüssig, wird das Gefäß aus dem Wasserbad genommen und die Kakaobutter zugegeben. Unter Rühren auflösen und dann für etwa 5-10 Minuten abkühlen lassen.

Erst, wenn die Mischung handwarm ist, werden Aprikosenöl, Honig und die ätherischen Öle untergerührt.

Stell die Masse für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank, bevor Du sie mit einem Handmixer aufschlägst. Da wir recht wenig Wachs verwendet haben, wir das Ergebnis nicht so fest werden wie z.B. eine Body Butter, wir wollen die Textur der Creme einfach etwas leichter werden lassen und schlagen deshalb Luft unter.

In ein sauberes Glas füllen (ich habe einfach ein altes Marmeladenglas verwendet) und im Bad griffbereit stehen haben.

So einfach kann es gehen und so schnell hast Du die perfekte Pflege für empfindliche Haut in der Übergangszeit hergestellt.
Honey-Body-Cream to pamper your skin this fall
Durch die Verwendung von nativem Kokosöl und Honig duftet die Creme dezent nach Beidem, ich habe das durch blumige Duftnoten aus Rose und YlangYlang aufgefangen und durch das Orangenöl etwas frischer gemacht. Wenn Du Duftstoffe nicht verträgst, ist diese Creme aber auch ganz ohne diese Zutaten sehr schön.

Kommen wir zu den einzelnen Komponenten...das Aprikosenöl macht, wie auch das Kokosöl, die Creme leichter, als das beispielsweise das reichhaltigere Mandelöl oder Sheabutter erreichen würden. Brauchst Du mehr Pflege, kannst Du die Zutaten austauschen.
easy DIY Body Cream with honey
Austauschen kannst Du auch das Bienenwachs, Rosenwachs ist vegan und duftet himmlisch. Vegan kannst Du die Creme natürlich herstellen, indem Du zusätzlich den Honig weglässt, ich liebe seine pflegende Wirkung und habe immer ein Glas Honig in Rohkostqualität im Bad stehen...aber das ist eine andere Geschichte.

Die Creme hält sich einige Wochen, ich rühre aber immer nur die Menge für ein Glas an (wie angegeben) und verbrauche das dann auch konsequent. So kann ich gleich sehen, ob die Pflege für meine Haut ausreichend ist, oder ab ich schon zu reichhaltigeren Mitteln greifen muss. Noch aber ist sie perfekt, meine Body Cream mit Honig!

Liebst,
Sabine