Dienstag, 5. März 2013

Ich mach mir meine Welt...


...wie sie mir gefällt. Frei nach Pippi Langstrumpf. Das macht Spaß, probier es aus :-)!

Heute hatte ich diese Vision von schokoladig-cremigem Genuss. Ich bemüh mich immer noch brav (und halbwegs erfolgreich), mich von Zucker fern zu halten. Dadurch schied so Einiges aus, was mir an einem solchen Tag einfallen würde, Schokoküchlein mit flüssigem Kern zum Beispiel ;-).

Ich stand dann in bester Experimentierlaune in der Küche und hab geschaut, was sich so findet.
Was zusammen passen könnte, damit am Ende in etwa das herauskommen würde, was mir vorschwebte.

Und Liebes, weißt Du was? Pippi Langstrumpf war eine verdammt kluge Person! Es geht nämlich. Es kann schokoladig schmecken und im Mund wegschmelzen, ohne einen Krümel zugesetzten Zucker. Und es kann so reichhaltig sein, dann ein einziges Stück genügt. Hurra!

Und so präsentiere ich fröhlich meine

Dattel-Schoko-Kugeln



Du brauchst für meine Variante (und kannst natürlich wie immer fröhlichst abwandeln):

200g getrocknete Datteln ohne Stein (bei mir war es die Sorte Deglet Nour)
20g getrocknete schwarze Johannisbeeren
75-80g gehackte Mandeln
3 TL Kakaopulver (das bittere zum Backen, nicht das gesüßte Zeug)
½ TL Vanillepulver
1 Tasse frisch gebrühter Espresso (oder Kaffee)

Die Zubereitung ist einfach, dauert aber trotzdem etwas, das Ganze ist nämlich eine klebrige Angelegenheit. Sieh also zu, dass ein Wasserhahn in der Nähe ist ;-).

50-55g der Mandeln röstest Du in einer fettfreien Pfanne, bis sie duften und goldig sind. Dann schüttest Du die Mandeln in einen tiefen Teller und stellst sie erst einmal zur Seite.

Danach nimmst Du Dir einen Zerkleinerer (heißen die Teile so?), gibst die Datteln, die Johannisbeeren, die restlichen Mandeln, die Vanille und 2 TL des Kakaos hinein und fängst an, das Ganze klein zu hacken. Der Espresso sollte Esslöffelweise zugegeben werden. Ich habe die ganze Tasse gebraucht, bis die Konsistenz cremig genug wurde, könnte mir aber vorstellen, dass Du vielleicht auch mit weniger Flüssigkeit auskommst, je nachdem, wie trocken die Datteln sind.

Probier ruhig zwischendurch, bei Bedarf fügst Du noch den restlichen Kakao zu (wird dann etwas herber im Geschmack), wenn für Dich genug Kaffee drin ist (oder Du gar keinen Kaffee magst) und noch Flüssigkeit fehlt, nimm einfach Wasser.

Wenn Du mit der Konsistenz zufrieden bist (bei mir blieben noch ein paar kleine Stückchen übrig, mein Küchenmaschinchen ist da nicht leistungsfähig genug...), nimm etwas von der Masse ab, form daraus rasch ein Bällchen und wälz das in den gerösteten Mandeln.

Noch ein bisschen fest werden lassen und fertig sind die himmlischen Dattel-Kakao-Kugeln.


So, ich warn Dich vor. Die Masse klebt. Wie blöd. Ich hab es maximal geschafft, zwei Bälle in die Mandeln fallen zu lassen, bevor ich mir erst mal die Hände waschen musste. Das Ganze dauert also.

Tipp des Tages: Bereite die Kugeln zu, kurz bevor Du die Spülmaschine anstellst. Mach es nicht wie ich und spül alles von Hand (außer, Du hast keine Spülmaschine ;-) ). Denn, richtig, die Masse KLEBT. So gut, wie sie schmeckt, nimmst Du das aber sicher genau so gern in Kauf, wie ich.


Wann holst Du Dir Pippi Langstrumpf in Dein Leben?

Liebst,
Sabine

Montag, 4. März 2013

Erste Sommersprossen und Finderglück


Liebes, ich hoffe, Du konntest diesen ersten sonnig-warmen Frühlingstag so richtig genießen!



Ich jedenfalls habe meinen ersten Milchkaffee des Jahres im Garten getrunken und dabei die dicken Hummeln begrüßt, die sich über die Krokusblüten hergemacht haben, während hoch am Himmel immer wieder Schwärme von Wildgänsen vorbeigezogen sind, auf dem Weg ins Sommerquartier. Hach, herrlich :-)!


Bei dem guten Licht konnte ich heut auch endlich Bilder einer neuen Errungenschaft für Dich machen, darf ich vorstellen: Die Cup-Matroschkas!


Ich backe immer wieder gern nach amerikanischen Rezepten, fand aber das Umrechnen von Cup-Größen auf unser metrisches System immer etwas umständlich. Cup-Sets, die gekauft werden können, sind grundsätzlich eine gute Idee, aber meist fehlen da die ‚Zwischengrößen’ 1/3 Cup und 2/3 Cup.

Vor einiger Zeit hab ich dann diese entzückenden drei Damen entdeckt, die sind aus festem Plastik, lebensmittelecht, können leicht ineinander gestellt werden oder im Handumdrehen die Küche dekorieren. Wie schön!


Gekauft hab ich die Grazien dann aber erst in Hamburg, in Ottensen lachten sie mich aus einem Schaufenster an, der Preis stimmte auch...und so zieren nun drei russische Hamburger Deerns die Küche ;-).

Bleibt nur eine Frage...was back ich jetzt ;-)?


Hattest Du einen schönen Wochenstart?
Liebst,
Sabine

PS: Heute nur ein kurzer Post, ich arbeite an Etwas...ganz bald hoffentlich mehr :-)!

Freitag, 1. März 2013

Little Miss Perfect


Diese Woche habe ich mich mit einer lieben Freundin zum Kaffee getroffen. Neben vielen, vielen (hey, wir sind Mädchen ;-)!) anderen Dingen kamen wir beide irgendwann auf das leidige Thema Perfektionismus zu sprechen.
Auf unseren Perfektionismus, um ehrlich zu sein. Wir können das nämlich beide echt gut.

Und Du?

Kennst Du dieses ungute Gefühl, nie wirklich zufrieden mit Dir zu sein, wenn nicht alles, aber auch wirklich alles fehlerfrei und wie aus dem (selbstverständlich von Dir verfassten) Lehrbuch funktioniert – was im Grunde nie der Fall ist, denn wir sind Menschen und Menschen machen Fehler und leben auch nicht in einer großen Blase, abgeschottet vom Rest der Welt, das heißt, auch die Fehler Anderer können unser Script gehörig durcheinander bringen.

Nein?
Liebes, das ist großartig! Leg Dich entspannt zurück, Du brauchst diesen Post nicht wirklich, aber vielleicht ist es ja interessant für Dich, von diesen lustigen Verrückten zu lesen, die sich selbst und andere durchs Leben hetzen ;-).

Ja?
Liebes, wir schaffen das. Bestimmt. Irgendwann.

Ich frag mich häufig, woher dieser Drang, alles, aber auch wirklich alles perfekt machen und können zu wollen, kommt.
Meine Schwester hat ihn nicht, an der Erziehung kann es also schlecht liegen. Ist es wirklich so, dass einige Menschen mit diesem inneren Hamsterrad zur Welt kommen, das sie immer weiter laufen lässt, bis sie schlapp durch eben dieses Rad geschleift werden? Ist das ein kurioser Gendefekt? Wollten wir eigentlich Hamster werden?

Ich hab darauf keine Antwort.

Eins aber hab ich festgestellt: Wenn ich versuche, diese Seite von mir völlig abzustellen, dann habe ich noch mehr Stress.
Ich mag Herausforderungen.
Ich mag meine To-Do-Listen.
Ich mag es, organisiert zu sein. (...und bin es doch immer wieder so gar nicht, was zu kleinen bis mittelschweren Katastrophen führt und zu der Einsicht, dass Planung eben doch alles und ein guter Freund ist ;-).)
Ich mag es, in etwas richtig gut zu sein.

Was ich auch noch gelernt hab, bisher in meinem Leben?
Ich muss nicht alles perfekt können, um mich damit gut zu fühlen.
Wer den Perfektionismus nicht kennt, bei wem er nicht wohnt, der wird diesen Satz vielleicht nicht verstehen. Alle anderen schon. Es ist nämlich so, dass ein Perfektionist erst einmal nur Spaß an Dingen hat, die er perfekt kann. Bei denen er seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird. Womit auch immer sich diese Ansprüche begründen.

So kam es, dass ich lange Zeit nicht gezeichnet habe – ich bin nicht wirklich gut darin (zumindest nicht so gut, dass ich mit mir zufrieden wäre). Oder beim Tanzen total gehemmt war. Das hat bei allen anderen einfach immer viel besser ausgesehen. Und Sport...nein, den mochte ich nicht. Ja, auch, weil ich einfach keine Sportskanone bin (welcher Hamster eignet sich schon zum Sprint ;-)?), aber eben genau so sehr, weil ich nie gut darin war.

Irgendwann habe ich mich dann selbst gefragt, wieso ich mich von so Vielem fernhalte. Wieso ich mir Gedanken mache darum, ob meine ‚Leistung’ in diesem oder jenem Gebiet reicht. Wieso, um Gottes Willen, ich eigentlich immer eine LEISTUNG erbringen muss?!

Geht es echt darum?

Will ich zeichnen, weil ich etwas auf’s Papier bringen möchte, oder um mich an der Kunsthochschule zu bewerben?

Tanze ich, weil es einfach nur Spaß macht – oder bekomme ich Punkte dafür?

Bewege ich mich, weil es gut tut, oder werde ich benotet?

Eben.

Wieso also neigen wir dazu, in allem einen potentiellen Wettbewerb zu vermuten? Wieso vergleichen wir uns und unser Können andauernd mit dem der Menschen um uns herum?

Das ist ganz schön verrückt, wenn Du mal drüber nachdenkst, vor allem, weil jeder von uns einzigartig ist. Ja, das klingt abgedroschen, aber deswegen ist es ja nicht falsch.
Jeder Einzelne kann einige Dinge besonders gut, andere besonders schlecht und ist in anderen Dingen eher mittelprächtig begabt. Die Kombination unser Begabungen, Fähigkeiten und Interessen ist es dann, die UNS auszeichnet.
Mich.
Dich.
Die uns einzigartig macht.
Sicher, es gibt ganz bestimmt irgendwo noch jemanden wie mich, jemanden, der Sprachen liebt und darin richtig gut ist, der schreibt und fotografiert und backt und kocht und... – aber kann diese ‚andere Sabine’ auch meinen Neffen mit nur einem Blick zum Lachen bringen? Oder auf irgend einem Markt in Jordanien hemmungslos feilschen? Oder... Du verstehst, worauf ich hinauswill.

JEDER von uns ist etwas Besonderes, jeder ist einzigartig, jeder ist so wie er ist großartig.

DU bist großartig.
Und besonders.
Und einzigartig.
Glaub’s mir.

Wieso also vergleichen wir uns dann? Das ist ziemlich überflüssig und kann nur schlechte Laune machen. Denn irgendwen gibt es immer, der irgend etwas besser kann als ich. 
Muss ich mich deshalb schlecht fühlen? 
Nö :-)!

Und selbst, wenn unser Perfektionismus nicht aus solchen Vergleichen stammt, sondern nur vom ‚inneren Hamster’ diktiert wird - wieso haben wir so viel Freude daran, uns selbst unter Druck zu setzen? Uns selbst Aufgaben zu stellen, die immer ein kleines bisschen zu schwer sind? Die uns die Freude daran nehmen, etwas gut gemacht zu haben? Denn einfach nur ‚gut’, das reicht dem Perfektionisten nicht.

Wenn Du beim Lesen den Eindruck bekommst, dass Perfektionismus schnell etwas Zwanghaftes haben kann – stimmt ;-)!
Er ist auf der einen Seite extrem hilfreich, denn er lässt nicht zu, dass Du mitten in einer Arbeit aufgibst, dass Du nachlässt oder schluderig wirst. Er treibt Dich an. Das tut er aber auch ziemlich gnadenlos. Pausen machen, einfach mal nichts tun? Das ist wenig entspannend, wenn man sofort ein schlechtes Gewissen bekommt und gedanklich die noch ausstehende To-do-Liste durchgeht.

Und jetzt?

Ich habe für mich schlicht erkannt – es kommt, wie bei eigentlich allem im Leben, auf die Dosis an.
Etwas Perfektionismus ist Gold wert. Zu viel dagegen...und die work-life-balance ist nicht mehr vorhanden.

Was ich mit der Erkenntnis mache?

Ich schau mir den Hamster noch mal genauer an.
Es stimmt, der rennt nachts gern wie blöd durch sein Laufrad, strampelt sich ab und bringt vollen Einsatz. 
Das kann er aber nur, weil das gute Tierchen die Tage völlig verschläft. 
Weil er sich Pausen gönnt. 
Weil er frisst, wenn er hungrig ist und trinkt, wenn er durstig ist. 
Kein Hamster der Welt würde vor lauter Flitzen durchs Laufrad vergessen, zu essen. Sollte ich also vor lauter Arbeit auch nicht.

Und so übe ich mich jeden Tag aufs Neue und mehr oder weniger geduldig darin, einfach PERFEKT UNPERFEKT zu sein.
Pausen zu machen, wenn mein Körper sie braucht. 
Oder mein Kopf. 
Oder mein Sozialleben.
Die richtigen Prioritäten zu setzen.
Mich auch mal auszuruhen.
Genießen, nichts zu tun.
Denn nur dann hab ich die Kraft, mich auch wieder in mein geliebtes Hamsterrad zu schwingen und wild ein paar Stunden/Tage/Wochen/Monate (hey...ich übe ja noch ;-)!) zu rennen.

Wie machst Du das mit dem Hamsterrad?

Liebst,
Sabine