Mittwoch, 8. Januar 2014

Éclairs zur Feier des Tages

Liebes, wie bereits letzte Woche angekündigt, ist heute mein zweiter 1. Bloggeburtstag.

Übrigens auch der letzte Tag meines allerersten Gewinnspiels zum allerersten Geburtstag.
Wo? HIER (einfach nach unten scrollen, wenn es Dir zu viel Text ist ;-) ).

Was gehört nun zu einem Geburtstag?
Ganz klar – Kuchen!


Nun bin ich, was das angeht, eher nicht ganz typisch deutsch. Ich liebe kleines Gebäck, hübsche süße Kunstwerke, leichte Tartes und Crèmes statt viel Sahne und dicken Torten.
Einer lieben Freundin von mir geht es ganz genau so und so gab es zu ihrem Geburtstag vor ein paar Wochen eine große Ladung köstlicher Éclairs – und für Dich gibt es heute die Bilder und das Rezept dazu.
Allein kann ich ja keine Ladung Éclairs essen ;-)!


Éclairs, auch Liebesknochen genannt, sind ein ganz typisches französisches Gebäck aus Brandteig, ähnlich dem deutschen Windbeutel. Wo der aber kugelig daherkommt, ist der Éclair schlank und rank.
Füllen kannst Du die guten Stücke mit allem, was Dir schmeckt, da gibt es wie so oft kein Richtung oder Falsch.
Ich habe mich für die ganz klassische Vanillevariante entschieden, himmlisch!

Übrigens habe ich, was selten passiert, an dem Tag gleich zwei Portionen Éclairs gebacken.
Glutenfrei ist alles eben doch ein bisschen schwieriger, die erste Ladung Gebäck sah SO gut aus, bis ich dann den Ofen um 2 Millimeter geöffnet habe, um alles langsam auskühlen zu lassen....PUFF!
Da waren die Éclairs platt!

Also habe ich mein Rezept etwas abgeändert (unter anderem etwas Backpulver hinein geschmuggelt), war froh, dass ich noch genug Eier im Haus hatte et voilà....geht doch!


Wie, magst Du wissen?

Éclairs mit Vanillefüllung – ohne Gluten und Zucker

Éclairs:

125 ml Milch
100 ml Wasser
50g Butter
125g glutenfreie Mehlmischung (Ich hatte den 'Mix C' im Haus)
½ TL Backpulver
1 EL Reissirup (oder Zucker)
1 Prise Salz
4 Eier

In einem kleinen Topf werden die Milch und das Wasser erhitzt.
Butter, Salz und Reissirup kommen dazu, bis alles geschmolzen ist.

Nun kommt das mit dem Backpulver vermischte Mehl auf einmal mit in den Topf. Du rührst mit einem Holzlöffel nun so lange, bis sich eine kompakte, glatte Kugel gebildet hat und sich auf dem Topfboden ein dünner, weißer Film absetzt.
Das ist das sogenannte ‚abbrennen’, daher auch der Name Brandteig.

Nimm den Topf vom Herd und füll den Teig in eine Rührschüssel um.

Nach einer kurzen Abkühlpause von etwa 2-3 Minuten fängst Du an, mit Deinem Mixer einzeln die Eier unterzuziehen.
Lass den Mixer auf eher kleiner Stufe laufen und mix jeweils so lange, bis sich alles schön homogen verbunden hat, bevor das nächste Ei an die Reihe kommt.

Ich habe bereits nach 3 Eiern einen schönen, cremigen Teig gehabt, aber nach meinem Desaster des ersten Versuches lieber noch ein Ei extra untergerührt.

Wenn alle Eier drin sind, stellst Du den Mixer auf hohe Geschwindigkeit und bearbeitest den Teig noch etwa 2-3 Minuten, bis er sehr cremig ist.

Jetzt den Teig in einen Spritzbeutel ohne Tülle umfüllen und etwa 10cm lange Teigstreifen gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen.
Dabei sollten sich keine Teigspitzen bilden, wo Du den Spritzbeutel abgesetzt hast, zur Not einfach mit angefeuchteten Fingern glatt drücken.

Bei etwa 170°C Ober-/Unterhitze brauchen Deine Éclairs nun gute 20 Minuten. Sie sollten goldig aussehen und schön aufgegangen sein.

WICHTIG:
Öffne während des Backens auf GAR KEINEN FALL niemanlsnicht die Backofentür!! Deine Éclairs fallen dann nämlich sofort in sich zusammen!

Ich habe nach 20 Minuten den Backofen ausgeschaltet und die Éclairs noch knapp 10 Minuten im heißen Ofen stehen lassen, danach die Ofentür ein wenig geöffnet, noch einmal 5 Minuten gewartet und die Éclairs erst dann komplett aus dem Ofen genommen.

Der erste Teil ist geschafft.
Ich habe die Éclairs zum besseren Abkühlen längs aufgeschnitten (nur an drei Seiten, so dass sich die Gebäckstücke aufklappen lassen) und dann erst einmal zur Seite gestellt.

Das war der erste Streich.

Du kannst die Éclairs mit Sahne und Früchten füllen, Du kannst eine Crème Pattisière herstellen oder es machen wie ich mit einer klassischen, nicht allzu schweren Buttercreme mit viel Vanille.

Du kannst die Buttercreme natürlich aromatisieren, wie Du magst, wie immer sind Deiner Kreativität so gar keine Grenzen gesetzt.

Das Besondere an meiner Buttercreme?
Sie kommt ohne Zucker aus.

Wie?


Buttercreme mit Vanille:

Das Rezept, das nun folgt, ist eines, das es in meiner Familie schon seit gut 100 Jahren gibt.
Es stammt von der Großmutter meiner Großmutter und ich muss jedes Mal an die arme Frau denken, die das alles ohne einen elektrischen Mixer, nur von Hand gemacht hat.
Wahnsinn!

Alles, was Du brauchst, ist Zeit, Geduld und Liebe, schwer ist das nicht.

Du fängst an mit einem Vanillepudding:

250ml Milch
20g Speisestärke (glutenfrei, wenn nötig)
1 frische Vanilleschote
1-2 EL Reissirup (oder Zucker)

Die Milch wird erhitzt, die Stärke in 2 EL der noch kalten Milch aufgelöst.

Die Vanilleschote wird halbiert, das Mark herausgekratzt und zur Milch gegeben.
(Die ausgekratzte Schote steckst Du einfach in ein kleines Glas mit Zucker, vergisst das Ganze für ein paar Tage und hast dann selbst gemachten Vanillezucker.)

Wenn die Milch kocht, kommen die aufgelöste Stärke und der Zucker dazu und werden mit einem Schneebesen gut verrührt, es sollten sich keine Klümpchen bilden.
Lass das Ganze etwa 1 Minute kochen, bis der Pudding andickt und nicht mehr nach Stärke schmeckt.

Nun kommt der anstrengende Teil:

Nimm den Topf vom Herd und rühr den Pudding kalt.

Ja, Du hast richtig gelesen.
Wenn es etwas nicht geben darf, weil es die ganze Buttercreme verdirbt, dann ist das Haut auf dem Pudding.
Die sicherste Möglichkeit, die zu verhindern, ist, den Pudding so lange mit dem Schneebesen zu bearbeiten, bis er Raumtemperatur hat.
Das geht schneller, als Du befürchtest und ist die Arbeit wert.

So, gut durchatmen.
Du bist auf einem guten Weg und hast es bald geschafft.

Der geduldige Teil kommt nun:

125g Butter, zimmerwarm
6 EL Reissirup (oder Puderzucker, gesiebt)

Gib die Butter in eine Rührschüssel, nimm Deinen Mixer und nimm Dir für die nächste halbe Stunde nichts vor.
So lange machst Du nämlich nichts anderes, als die Butter zu rühren, der Zucker ist noch nicht dran.

Ja, eine halbe Stunde.

Ja, das dauert ECHT so lange.

Ja, die Ur-Ur-Oma hat dafür etwa 1 STUNDE gebraucht. Von Hand.

Am nettesten ist an der Stelle eine Küchenmaschine oder aber eben Geduld.

Nach der halben Stunde solltest Du eine mehr der weniger weiße, extrem fluffige Masse in der Rührschüssel haben.

Esslöffelweise kommt nun die Süße dazu und wird jeweils etwa 3-5 Minuten eingearbeitet, bevor der nächste Esslöffel dran kommt.

Ja, das dauert, aber das Ergebnis ist es wert, ich versprech es Dir.

Wenn das alles geschafft ist, kommt der Pudding ins Spiel.

Stell beide Gefäße, das mit der Butter-Zucker-Mischung und den Topf mit dem Pudding, nebeneinander vor Dich hin.
Mit den Rührstäben nimmst Du einen kleinen Teil der Butter auf, gibst ihn zu dem Pudding und rührst das Ganze vorsichtig auf kleiner Stufe durch, bis Du eine homogene Masse hast.
Dann kommt ein bisschen der Puddingmasse zu den Butter, Du rührst wieder vorsichtig, bis Du eine homogene Masse hast.

Das Ganze geht noch etwa 5-7 Mal hin und her und sorgt dafür, dass sich Pudding und Butter gut verbinden und die Masse cremig statt ‚krisselig’ wird.

Wenn Du in etwa eine gleichmäßige Butter-Pudding-Verteilung in beiden Gefäßen hast, wird alles in der Rührschüssel zusammengebracht und wieder vermischt, bis die Masse homogen ist.

TIEF durchatmen, das Schlimmste ist vollbracht.

Die Buttercreme wird mit einem Spritzbeutel oder vorsichtig mit einem Esslöffel in den Éclairs verteilt, ich habe jeweils auch noch ein bisschen der Creme auf dem Gebäck verteilt.

Dann wird alles kalt gestellt, mindestens 2 Stunden Zeit solltest Du den Éclairs geben, gern auch mehr.


Das war es.
Duftig, luftig, zart-schmelzig, hach! 
So gut!

Ich habe die Éclairs noch mit Zuckerperlen verziert, nötig ist das nicht, sieht aber hübsch aus.

Nicht ganz alltäglich, nicht sooo einfach, aber im Grunde nur zeitaufwändig.

Die Buttercreme eignet sich auch für Torten oder Donauwelle, dann bereitest Du die doppelte Menge zu.
Als Faustregel gilt:
Pro Stück Butter Pudding von ½ l Milch und 12 EL Puderzucker.


Aromatisieren lässt sich die Creme mit so ziemlich allem, von Kaffee und Schokolade über Cointreau oder Rosenwasser hin zu Fruchtpürees.

Du kannst den Pudding natürlich auch mit handelsüblichem Puddingpulver kochen, allerdings immer mit der Variante mit Vanille, das klappt am besten.

Hast Du keinen Spritzbeutel, nimm einen festen Gefrierbeutel, gib den Teig oder die Creme hinein und schneide einfach eine Ecke ab. Das klappt genau so gut.

Wenn Du jetzt auf den Bildschirm schaust und Dir denkst, dass Du Dir SO viel Arbeit nie machen willst – denk an die Ur-Ur-Oma ;-)!

Übrigens haben die Éclairs auch den 'Normalessern' hervorragend geschmeckt.


Was hast Du heute gefeiert?

Liebst,
Sabine

Dienstag, 7. Januar 2014

Neu entdeckt – das Jahresmotto zum Lesen

Liebes, ich bin normalerweise nicht so sehr die Zeitschriftentante. 
Nur ganz selten wandert ein Magazinchen für mich über irgend eine Kasse, meistens haben mich dann Fotos zu entzückenden Rezepten dazu angestiftet.

GANZ anders bei der Entdeckung, die ich Dir heute vorstellen mag.

Kaum im neuen Jahr angekommen, blinzelte mich aus der Zeitschriftenecke im Supermarkt das schöne Wort 'FLOW' an.


Hach!
Wie schön!
Wo doch mein neues 'Jahresschlagwort' (Du erinnerst Dich? HIER) 'fließen' ist.

Ich habe also nach der Zeitschrift gegriffen, hübsch sieht sie aus, habe kurz angeblättert, jede Menge schöne Fotos, dickes, mattes Papier (ich weiß, etwas speziell...aber Papier muss ich gut anfühlen!) und auf den ersten Blick breite, spannende Themen rund um DIY, Personen, Hübsches aus dem Internet – kurz, ich habe das Blättchen gekauft.


Daheim habe ich mich dann mit einer großen Kanne Tee gemütlich in eine Ecke gekuschelt und die Zeitschrift gelesen.

Ja, richtig – gelesen.

Die kann man nämlich lesen.
Also, ich kann und Du auch.


Eine dieser ganz wenigen schönen Ausnahmen, ein Magazin mit INHALT. 
Nicht nur mit Bildern, die nett ausschauen, mit großartig angekündigten Artikeln, die dann aus 35 nichts sagenden Zeilen bestehen, sondern mit richtigen Artikeln kommt die 'Flow' daher.

Schön!


Und das Beste daran?

Die Artikel sind gut.
Eine Kolumne über das, was wirklich wichtig ist – gut.
Ein Plädoyer dafür, den Augenblick einfach mal zu genießen, statt über ihn zu twittern – gut.
Ein kleiner Artikel über 365-Tage-Projekte – auch sehr gut.


Schön!

Erst beim Lesen habe ich die Lesezeichen entdeckt, die sich in der Zeitschrift verstecken und hergebastelt werden können.
Lesezeichen!!
Dieses Magazin hat bei mir ja SOWAS von gewonnen :-)!


Die Zeitschrift gibt es in den Niederlanden schon seit 5 Jahren, in Deutschland habe ich die erste Ausgabe erwischt. 
Ganz sicher übrigens nicht zum letzten Mal, ich denke ernsthaft über ein Abo nach.
Und das mir!

Dass Dir dann noch als Goodie ein hübsches Notizheft, Geschenkpapier und 3 nette Postkarten mitgebracht werden, macht mir die Zeitschrift dann mir nur noch sympathischer ;-).


Wenn Du neuen Lesestoff suchst, der Dir mehr als hübsche Bildchen liefert, die aber auch, dann kann ich Dir diese Entdeckung wirklich ans Herz legen.

Ich sag's ja...Schön :-)!

Was für Entdeckungen hast Du in den letzten Zeit gemacht?

Liebst,
Sabine

Freitag, 3. Januar 2014

Freitagsfunde {33}

Liebes, auch im neuen Jahr ändert sich nichts an den Freitagsfunden, die ich mittlerweile echt lieb gewonnen habe – und das nicht nur, weil ich selbst oft nur noch dort diese eine Seite wieder finde, genau die, die mir da neulich so gut gefallen hatte...oder den Shop mit diesen entzückenden...genau ;-)!


Ich hoffe, Dir geht es auch ein kleines bisschen so und freust Dich mit mir auch in dieser Woche:

Los geht es auf einer Seite, auf der Du nicht nur Schönes findest, sondern wo hinter all dem auch noch eine besonders schöne Idee steckt:

Wenn eine äußerst kreative Bloggerin ein Freebie bastelt, kann eigentlich nur etwas Entzückendes dabei herauskommen:
(Und ich bin sicher, das funktioniert auch mit jedem anderen Drucker...aber pssst ;-)!)

Du brauchst noch eine hübsche Variante, Deinen Namen in all die neuen Bücher zu schreiben, die unterm Weihnachtsbaum lagen? Dann hab ich vielleicht etwas für Dich:

Ich verspreche, ich lass Dich jetzt mit Kalendern in Ruhe...nur noch der

Ein wirklich, wirklich (!) schöner Blog, der eine fast tägliche Ration feinsten Augenschmaus liefert! Wer würde nicht sofort einziehen wollen?

Liebes, last but not least mag ich Dich noch einmal kurz auf mein Gewinnspiel aufmerksam machen. 
Noch bis zum 8.1. kannst Du eines von drei entzückenden Geschenkpaketen gewinnen.
Wie und wo?

Und das war es auch schon wieder.

Ich hoffe, am Wochenende endlich diese fiese, lästige Bronchitis vom Balkon kippen zu können und freue mich auf letzte ruhige Tage, bevor nächste Woche der Alltagstrubel wieder so richtig loslegt. 
Wobei, auf den freue ich mich auch :-)!
Bis dahin lese ich meine neueste Entdeckung (zeige ich Dir bald) und wer weiß...vielleicht erwisch ich auch noch einen Sonnenstrahl?

Was sind Deine Pläne?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 2. Januar 2014

Cremiges Risottoglück

Liebes, ich weiß nicht, ob ich die einzige Verrückte bin, oder ob Du das kennst – ich für meinen Teil koche immer wieder gern Speisekarten nach.

Nein, keine Gerichte, die ich in einem Restaurant/sonstwo gegessen habe (wobei...wenn’s gut war ;-) ), sondern Gerichte, die ich nur auf einer Speisekarte lese.
Und mir dann doch etwas anderes oder gar nichts bestelle.
Weil ich zum Beispiel nur zum Kaffeetrinken in dem Café bin.


Ich lese den Namen eines Gerichts, die Zutaten – und mein Kopf bastelt daraus sogleich ein komplettes Essen. 
Das ich dann daheim tatsächlich koche und eben nicht in dem Restaurant zu späterem Zeitpunkt esse – weiß ich denn, ob der Koch die gleiche Idee zu den Zutaten hatte, wie ich ;-)?!


So finden sich in meinem Handy lauter lustige Notizen, wie z.B. ‚Radicchiopesto!’ – das hat es jedoch noch nicht in meinen Kochtopf geschafft, wobei...da fällt mir ein...ach, ein anderes Mal mehr davon!

Neulich saß ich mit dem Lieblingsmenschen und einer liebsten Freundin an einem hübschen Ort, für die beiden gab es Kuchen, für mich zumindest lactosefreie Milch im Kaffee und mein Blick wanderte zur Speisekarte.
Und was durfte ich da entdecken?

‚Kastanienrisotto mit Waldpilzen und Rosmarin’.

Schön.
Also, wirklich...schön!

Und vor allem lecker, zumindest das, was ich dann daraus gebastelt habe. Wobei...ich bin mir sicher, auch der Berufskoch hat da etwas Himmlisches draus gezaubert!


Mein Hinterkopf hat das Gericht jedenfalls sofort in etwas übersetzt, das mich nur glücklich machen konnte.
Was soll ich sagen, es hat geklappt!


Und hier ist nun meine Version vom winterlichen, wärmenden, cremig-schmelzenden

Kastanien-Pilzrisotto mit Pinienkernen

Du brauchst für 2 Personen:

200g braune Champignons
150g Kastanien (ich hatte die vorgegarten im Vakuumbeutel, findest Du in jedem Supermarkt in der  Gemüseecke)
etwa 2 EL Pinienkerne (oder nach Geschmack)

1 mittelgroße Zwiebel
2 Hände voll Risottoreis (z.B. Arborio)
¾ Glas trockenen Weißwein
500-700 ml Steinpilzbrühe

Stich Butter
Etwa 40g frisch geriebener Parmesan

Das Rezept besteht aus zwei Arbeitsabläufen, die Du parallel oder nacheinander absolvieren kannst – am Ende wird alles zusammengebracht.

Stell eine kleine Pfanne bei recht hoher Hitze auf den Herd und röste darin die Pinienkerne.

Während die kleinen Kernchen goldig werden, werden die Champignons geputzt und in Scheiben geschnitten.

Sind die Pinienkerne fertig, kommen die Pilze zusammen mit etwas Olivenöl in die Pfanne und dürfen nun braten, bis sie gar und bissfest sind.
(Ich habe lange keine Pilze gegessen, weil ich die gummiartige Konsistenz nicht mochte – scharfes Anbraten macht die leckeren Teile aber bissfest und mich glücklich – so geht das :-)!)

Wenn es soweit ist, kommen die Kastanien mit in die Pfanne, die Hitze wird abgeschaltet und Du verrührst alles gut miteinander.
Die Kastanien fallen dabei etwas auseinander, keine Sorge, das ist normal.

Das war der erste Teil.

Für den zweiten stellst Du Dir zunächst einmal die Brühe bereit, am besten in einem kleinen Topf auf dem Herd, damit alles schön heiß bleibt.

Dann wird die Zwiebel geputzt und in Würfel geschnitten, die in einem großen Topf oder einer Pfanne mit einem Schuss Olivenöl angebraten werden, bis sie glasig sind.

Ist es soweit, kommt der Risottoreis dazu und wird ebenfalls angebraten, bis er glasig aussieht, das dauert etwa 2 Minuten.

Das Ganze wird mit dem Weißwein abgelöscht und nun kommt der fleißige Teil: die Hitze des Herdes wird runtergeregelt und Du rührst, bis die Flüssigkeit verdampft ist. 
Dann kommt ein Schöpflöffel voll Brühe zum Reis und wieder wird gerührt, bis die Flüssigkeit weg ist, was einen neuen Schöpflöffel voll Brühe nötig macht...und so weiter und weiter und weiter.

Etwa 15 Minuten musst Du schon durchhalten, dann kannst Du langsam schauen, ob der Reis gar ist.
Er sollte dabei auf jeden Fall noch bissfest und das Risotto zu diesem Zeitpunkt nicht zu trocken sein.

Ist es noch nicht ganz so weit, gib noch etwas Brühe dazu und den Rest kennst Du – rühren, rühren, rühren.

Das tust Du übrigens, damit die Reiskörner brav aneinander reiben und die Stärke aus ihnen austritt. Das sorgt dafür, dass Dein Risotto am Schluss herrlich cremig wird.
Es lohnt sich!
(Und vielleicht findet sich ja ein Lieblingsmensch, der gern oder auch nur gottergeben den Risottolöffel schwingt?)

Ist der Reis al dente gegart und Dein Risotto noch gut feucht (es soll am Ende wie eine Welle über den Teller schwappen, eine hübsche Beschreibung, die ich mal von einem Italiener gehört habe und ein Bild, das mir immer wieder hilft, es richtig zu machen), kommen die Pilz-Kastanien-Mischung und die Pinienkerne mit zum Reis und dürfen kurz noch mal warm werden.

Dann wird die Butter in den Reis gerührt, ebenso wie der Parmesan. Rühr so lange, bis beides sich aufgelöst hat und Dein Risotto cremig ist und himmlisch duftet.

Nun noch einmal alles mit Pfeffer und bei Bedarf auch Salz abschmecken (erst jetzt, der Parmesan ist sehr salzig) und dann darf Dein Risotto auch schon über den Teller schwappen.

Falls Du welche daheim hast, passt frisch geschnittene Petersilie sehr gut zu dem Gericht, ich hatte keine da und es auch hervorragend geschmeckt.

Noch mit ein paar Tropfen Olivenöl garnieren...fertig!


Bestes Comfort-Food für nass-kalte Wintertage, einfach, recht schnell und so unfassbar lecker, dass es das gute Gericht in den letzten Wochen schon 2 Mal gegeben hat – sicher nicht zum letzten Mal!


Wie immer kannst Du munter abwandeln, mit normaler Gemüsebrühe wird das Risotto auch super und eben nur nicht so ‚pilzig’ im Geschmack, statt Champignons kannst Du andere Pilze verwenden, magst Du eine deutliche Weinnote im Risotto kommt eben ein bisschen mehr Wein dazu, magst Du das gar nicht, lass den Wein weg...es gibt kein ‚Richtig’ oder ‚Falsch’, nur lecker sollte das Ganze werden!

Bist Du auch ein Speisekartennachkocher?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 1. Januar 2014

Goodbye & Hello – Dezember & Januar

Und da ist er schon weg, der Dezember.
Was war das für ein Monat!
Voller schöner Gedanken, verführerischer Düfte, voller schöner Momente und wertvoller Gespräche.
Leider auch voller Mandelentzündung und Bronchitis, die mich die letzten fast drei Wochen des Jahres ganz schön umgehauen haben – da ist noch Luft nach oben ;-)!

Wie immer zu Beginn eines neuen Monats mag ich mit Dir zusammen noch einen kurzen Blick zurück riskieren und mich freuen an all dem, was ich mit Dir teilen konnte.

Der Dezember hat den ersten und einzigen und überhaupt und sowieso ultimativen LiebesSeelig-Adventskalender gebracht, ein Türchen jeden Tag und jeden Tag ein bisschen was seeliges.
Hat Dir der Kalender so viel Spaß gemacht, wie mir?
HIER ging es los (...ich erspar es Dir einfach mal, jeden Tag zu verlinken ;-).)



Ich habe mir Gedanken gemacht, wieso ich eigentlich blogge 
HIER 


...und was los ist mit Weihnachten HIER.



Oh und ich habe viel Zeit in der Küche verbracht, habe munter experimentiert an Weihnachtsgebäck ‚ohne alles’ und war ganz erfolgreich 


und HIER.



Daneben gab ein paar leckere Ideen für Dein Weihnachtsessen, wie immer gut abzuwandeln und gut vorzubereiten außerdem, damit auch DU entspannt feiern konntest.
HIER und auch noch





Ich habe Dir gezeigt, welcher Geschmack für mich zum Fest dazu gehört 
HIER...


...und wie Du in allerletzter Minute noch ein wunderbares Geschenk zaubern kannst, über das sich Tante Irmtraut sicher freut (und das auch im Januar noch lecker ist...nur mal so nebenher erwähnt ;-) ) 


Wir haben gemeinsam Weihnachtspost gebastelt und viel Freude verschickt


Schöne Geschenkideen und ebenso schöne Begleiter für das neue Jahr habe ich mit Dir geteilt 
HIER und 




                             Bild: smäm.se

Das weltschnellste Suppenrezept gab es in diesem Monat 
HIER...



...und Freitags kamen fast immer pünktlich die Freitagsfunde
HIER und



Das furiose Finale gab es dann gestern mit ein paar Gedanken zu Sinn und Unsinn von Vorsätzen (Wer brauchte die noch mal?!) und vor allem mit meinem Bloggeburtstag und dem allerersten Gewinnspiel hier bei LiebesSeelig


Im Januar freue ich mich auf unkomplizierte Rezepte, auf schöne DIY-Ideen, für die ich hoffentlich Zeit finden werde, ich freue mich auf Neues auf dem Blog, das sich zu Altbewährtem gesellen wird (SO viele Ideen!) und vor allem auf DICH.
Und auf neue Gedanken und alte Freunde, auf spannende Zeiten und auf die Gewinner des Geburtstags-Give-Aways freue ich mich auch!

SO viel Freude, das kann nur ein ganz toller Monat werden :-)!

Bist Du dabei?

Liebst,
Sabine