Sonntag, 9. April 2017

Mein Sonntagsglück – Goldige Osterdeko

Schon im letzten Jahr bin ich auf Pinterest über diverse Anleitungen für etwas gestolpert, dass sich Kaltporzellan nennt, eine lufttrocknende Modelliermasse, weiß und schnell selbst gemacht.
Das klang gut, so gut, dass mir der Lieblingsmensch schon im Dezember diverse Pakete Natron anschleppen musste.
Mein Dezember war dann dauerkrank und die DIY-Idee blieb in der Schublade, bis sie mir dann jetzt pünktlich zu Ostern wieder einfiel.
easy DIY decoration for Easter or spring, great to craft with kiddos, too!
Wie gut, dass ich an Osterdeko genau EINE Sache mag, nämlich den guten alten, hübsch-traditionellen Osterstrauß.
Für den wollte ich Anhänger basteln und das mit Kaltporzellan. 
easy 3 ingredient DIY Easter Decoration made of cold porcelain
Wenn Du Dich online umschaust, wirst Du immer wieder 2 Rezepte für diese Modelliermasse finden. Wer der Urheber ist, kann ich Dir also nicht sagen, das lässt sich nicht mehr nachvollziehen.
Ich habe mich für diejenige der beiden Rezeptvarianten entschieden, die mit den wenigsten Zutaten auskam – und für die ich bereits alles im Haus hatte.

Du benötigst genau 3 Dinge und zwar Natron, Maisstärke, wobei auch Kartoffelstärke wunderbar funktionieren dürfte – und Wasser.
Ja, das ist sehr überschaubar und genau das machte mir das Rezept so sympathisch.
easy DIY decoration, perfect for crafting with your kids!
Was Du noch wissen musst, ist das benötigte Mischungsverhältnis:
1 Teil Natron
½ Teil Stärke und
¾ Teile Wasser.
Das war’s.

Die Zutaten werden in einem Topf vermischt und dann unter ständigem Rühren aufgekocht. Weiter rühren und zwar so lange, bis die Masse die Konsistenz von Kartoffelstampf hat.
Erinnert Dich die Mischung an fluffig-weiches Kartoffelpüree, rühre weiter, wir brauchen die festere Konsistenz von gestampften Katoffeln.

In einem luftdichten Gefäß etwa eine halbe Stunde lang abkühlen lassen. Da die Masse ja lufthärtend ist, solltest Du unbedingt darauf achten, dass das in einem gut verschließbaren Gefäß passiert. Den Topf sofort mit Wasser füllen, das löst die Masse gut auf und verhindert, dass irgend etwas fest wird.

Hat die Masse Zimmertemperatur,  kann es weitergehen. Auf einer Unterlage (ich hatte eine Bastelmatte) wird die Mischung durchgeknetet, sie sollte nicht mehr kleben. Tut sie’s doch, wird einfach noch etwas mehr Stärke in die Masse eingearbeitet.

Die Modelliermasse wird jetzt auf der mit Stärke bestreuten Unterlage etwa 3-5mm dick ausrollt und kann verarbeitet werden.
Ich habe einfach einige Keksausstecher genommen und Häschen, Lämmchen, kleine Igel und Herzchen ausgestochen, außerdem noch ein paar Schmetterlinge. Zudem habe ich mit einem stumpfen Modelliermesser Federn ausgeschnitten.
Easy DIY decoration for Easter or spring
Mit Hilfe eines Strohhalms habe ich in die noch formbare Masse Löcher gestochen, weil ich ja Aufhänger modellieren wollte, das kannst Du machen, wie Du’s brauchst. Wichtig ist außerdem, die Kanten vorsichtig zu glätten, ich habe das mit eingefeuchteten Fingern getan, das hat super geklappt.

Nun kannst Du die Formen entweder in 2-3 Tagen an der Luft trocknen lassen, oder aber Du bist wie ich von der ungeduldigen Sorte. Ich habe die Formen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt und im Ofen bei 50-60°C über 4 Stunden getrocknet. Wichtig ist, die Formen etwa jede Stunde einmal zu wenden, damit sie gleichmäßig durchtrocknen. Bei dieser niedrigen Temperatur verfärben sich die weißen Formen nicht.
easy-peasy DIY Easter Decoration, great for crafting with kids!
Meine weißen Figuren waren mir noch ein bisschen blass, ich habe sie mit Blattgold und kalligraphierten Wörtern verziert, Du kannst sie aber auch mit Acryl- oder Aquarellfarbe einfärben, besprühen oder mit Wachsmalfarben bemalen.
Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Formen auch nach dem Aushärten NICHT wasserfest sind. Arbeite also schnell mit der Farbe und lass Deine Figuren danach wieder ein paar Stunden trocknen. So verhinderst Du viel Frust.
DIY Easter Decoration made of cold porcelain, easy and fast
Einfärben kannst Du die weiße Masse natürlich auch schon vor dem Aushärten, da ist Lebensmittelfarbe gut geeignet. Und wie wäre es mit ein wenig eingearbeitetem Glitzer? Auch das klappt prima.

TopTipp für alle, deren Kinder Knete mögen: Die durchgefärbte Modelliermasse lässt sich wunderbar luftdicht verpackt aufbewahren und immer wieder als schnelle, selbst gemachte Knete einsetzen. Da alle Zutaten aus der Küche stammen, ist sie wunderbar verträglich.
easy DIY Easter Decoration
Ich mag mein Ergebnis sehr gerne und auch die geletterten Wörter gefallen mir gut. Dafür habe ich übrigens Sumi Tusche verwendet, die nach dem Trocknen absolut wasserfest ist und auf der leicht porösen Oberfläche meiner Figürchen gut hält.
DIY Easter Decoration made of cold porcellain
Und da mich die goldige Osterdeko, die sich auch als Frühlingsdeko ganz hervorragend eignet richtig glücklich macht, verlinke ich sie nur allzu gerne bei der wunderbaren Katrin, die ja wöchentlich das #sonntagsglück sucht – schau unbedingt bei ihrer Sammlung vorbei, das lohnt sich einfach immer!

Was ist Deine liebste Osterdeko?

Liebst,
Sabine

Freitag, 7. April 2017

Freitagsfunde {155}

Wie schon zum Monatsbeginn angekündigt, möchte ich unbedingt die Freitagsfunde wieder aufleben lassen – und zwar regelmäßig! Das hier ist also hoffentlich der Auftakt zu vielen schönen Dingen, die ich wieder wöchentlich mit Dir teilen mag. 
Schon im März hat Yvonne mit einen Mini-Serie zum Thema Bloggerkooperationen begonnen, die richtig, richtig gut ist. HIER findest Du den ersten Artikel, ich empfehle Dir, Dich mit einer großen Tasse Tee oder Kaffee durch alle Beiträge zu lesen.

Schon etwas älter ist dieser wunderbare Post HIER – was würdest DU Deinem jüngeren Ich raten?

Du suchst nach einem Kunstwerk für die Wand? HIER findest Du die Anleitung für ein DIY, das toll aussieht und richtig einfach gemacht ist.

Zuckersüße Osterhäschen hat Schnin gebacken und das Rezept mit ins geteilt. Wenn Du kein Problem mit Gluten hast, wirst Du HIER fündig.

Bereits im Februar hat Bine entzückende Osterkörbchen auf ihrem Blog vorgestellt, die schnell gemacht und auch ein tolles DIY mit Kindern sind. Das musste ich Dir einfach zeigen, HIER geht’s lang.

Das waren sie, meine Freitagsfunde. An diesem Wochenende freue ich mich auf eine Taufe in der Familie und darüber, dass ich die Taufkerze gestalten durfte, es warten eine Geburtstagsfeier und Sonnenschein, liebste Menschen und Lachen auf mich, Hafenromantik und rheinische Fröhlichkeit. Das wird schön!
Oh und es könnte sein, dass Du am Sonntag hier auf dem Blog noch ein hübsches DIY zu Ostern findest...aber pssst ;-)!

Was hast Du in den letzten Tagen entdeckt?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 6. April 2017

Süße Osternester

Heute habe ich eine ganz schnelle kleine Idee für Dich, süße Ostern lassen grüßen. Wir backen kleine Osternester, die mit einer frischen Creme gefüllt und schließlich mit ein paar Ostereiern bestückt werden.
glutenfree Coconut Easter Baskets, done in just a few minutes and oh-so delicious!
Für Erwachsene mit Eierlikörschuß, für Kinder einfach ohne Alkohol sind diese Nesterchen eine hübsche essbare Osterdeko oder ein Mitbringsel, über das sich wohl jeder freut.
Und wie wäre es zum Osterferienbeginn mit einem süßen Dankeschön für die netten Leute im Kindergarten oder in der Schule? Heute gemacht können die hübschen Teile morgen schon mitgenommen werden, viel Arbeit machen sei jedenfalls nicht. 
glutenfree Coconut Easter Baskets, the prettiest giveaway for the holidays
Du findest in der Zutatenliste Kiebitzeier, die in Norddeutschland wohl als Möweneier bekannt sind, hübsche Marzipaneier mit knackigem Zuckerüberzug und den typischen Farbsprengseln darauf. Ich musste leider improvisieren, da die leckeren Teilchen in München einfach nicht aufzutreiben waren, Du findest im Rezept beide Varianten.

Jetzt flitzen wir aber kurz in die Küche...
glutenfree Coconut Easter Baskets, a pretty treat for the holidays
Süße Osternester (natürlich glutenfrei)

Du brauchst für 6 Nester

1 Eiweiß (Gr. L)
50g Zucker
Prise Salz
½ TL Zitronensaft
½ TL grüne Lebensmittelfarbe
125-150g Kokosraspel

100g griechischer Joghurt (meiner hatte 0,2% Fett)
1 EL Eierlikör
Vanille zum Abschmecken

Kiebitzeier oder 50g Marzipanmasse

Zunächst werden die Nester hergestellt, das kann auch ein paar Tage vor dem Servieren schon gemacht werden.
Dazu wird das Eiweiß mit dem Zucker und Salz zu einem sehr steifen Schnee geschlagen. Anschließend werden Zitronensaft und Lebensmittelfarbe eingerührt. Gib die Farbe am besten schrittweise zum Eischnee, bis Du mit dem Farbton zufrieden bist. Er ändert sich nicht mehr, wenn die Kokosraspel gleich im nächsten Schritt untergehoben werden, misch Dir also genau den Grünton an, der Dir gefällt.
Wie schon verraten, werden nun nur noch die Kokosraspel untergehoben.
Da sich die Größe der Raspel je nach verwendeter Marke unterscheiden, habe ich Dir eine Variation von Menge angegeben, die Makronenmasse sollte recht fest und formbar werden. Gib also im Zweifelsfall lieber ein paar Raspel mehr in die Mischung.

Deine grüne Makronenmasse wird jetzt vorsichtig in Muffinförmchen gedrückt und zwar so, dass sich kleine Nester bilden. Ich habe dafür Silikonförmchen verwendet, aus denen sich die fertig gebackenen Makronennester gut gelöst haben. Mit ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl sollte das aber auch mit den klassischen Muffinblechen aus Metall gut klappen.

Im auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine Nester nun etwa 10 Minuten, bis sie gar sind. Achte einfach darauf, wann sich die oberen Ränder langsam braun verfärben, das ist der perfekte Zeitpunkt, um Dein Gebäck aus dem Ofen zu nehmen. In der Form aus- und dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Für die Füllung werden Joghurt und Eierlikör verrührt und bei Bedarf mit Vanille oder Zucker abgeschmeckt. Die Creme sollte allerdings nicht allzu süß werden, da die Makronen und auch die Eier schon recht süß sind.
darling Coconut Easter Baskets, glutenfree and done in just a few minutes
Findest Du im Laden Kiebitzeier, dann kannst Du die ganz einfach in die Osternester setzen. Hier in München scheinen diese kleinen Köstlichkeiten unbekannt zu sein, so dass ich einfach etwas Marzipanmasse zu kleinen Eiern geformt habe.

So oder so, Deine fertig dekorierten Osternesterchen müssen jetzt nur noch genossen werden!
pretty and delicious Coconut Easter Baskets, glutenfree
Wichtig ist, dass Du die Nester bald nach dem Füllen auf den Tisch bringst, da die Creme nach einigen Stunden anfängt, die Makronen durchzuweichen.

Hast Du Kinder am Tisch, dann wird die Creme etwas anders zubereitet: Einfach den Joghurt mit etwas Vanille und Zucker vermischen, eventuell einen Tropfen gelbe Lebensmittelfarbe dazu geben (dann sieht es auch, wie bei den Erwachsenen) und fertig!
Das klappt natürlich auch, wenn Du schlicht keinen Eierlikör magst.
glutenfree Coconut Easter Baskets, ready in just a few minutes
Saftige Kokosmakrone trifft auf sanfte Creme und mandelsüßes Marzipan – eine himmlische Kombination! Die kleinen Köstlichkeiten schmecken zum Osterbrunch genau so gut wie auf der Kaffeetafel, sie sind ein hübsches kleines Dankeschön Nachbarn oder Kollegen - oder aber einfach ein Osternest für die Großen.

Wo versteckst Du die Eier?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 5. April 2017

Verdrehter Karotten-Cheesecake

Dass mein verrückter Kopf gerne mit wilden Kombinationen um die Ecke kommt, hast Du spätestens bei meinem Rote-Bete-Trockenpflaumen-Eis bemerkt (ZU lecker!) und so hat es mich nicht gewundert, als mir – auf Umwegen- wieder einmal eine verrückte Idee einfiel.
Carrot-Cheesecake-Muffins, a glutenfree treat for Easter, Pessach or just because it's Monday!
Das kam so...
Eigentlich hatte ich nur Lust auf Möhrenkuchen, ganz einfach. Den mag ich am liebsten mit einem leichten Frischkäsetopping und genau den hatte ich nicht im Haus. Also, den Frischkäse. Mit Quark sollte sich doch auch was machen lassen? Und was, wenn ich den Quark gleich mit backe? Rüblikuchen mit Quarkhaube?
OH!
Oh, das ist was....aber das klappt nicht, weil die Quarkmasse schwerer ist, als der luftige Biskuitteig für den Karottenkuchen. Wie dann...einfach anders herum?
Verkehrter Carrot Cake? Mit Käsekuchenboden?
Das sollte doch gehen...ach, einfach ab in die Experimentierküche!
Carrot-Cheesecake-Muffins, a glutenfree treat for spring
Willkommen in der dezent verrückten Welt meiner Gedanken. So hat also alles begonnen mit mir und dem verdrehten Karottenkuchen. Du ahnst es schon – gut ist’s geworden, das Ergebnis meiner Überlegungen und so kann ich heute ein richtig nettes Rezept mit Dir teilen.
Herrlich!
glutenfree Carrot-Cheesecake-Muffins, a perfect dessert for Easter or Pessach!
Carrot-Cheesecake-Muffins (glutenfrei)

Du brauchst für 6 Muffins

250g Quark (ich hatte Magerquark)
50g Zucker
50g sehr weiche Butter
1 Ei
½ Pckg. Vanillepuddingpulver (alternativ 19g Stärke plus Vanillepulver)
1 EL Reisgrieß (hast Du kein Problem mit Gluten, klappt’s auch mit Weizengrieß)

1 Ei, Gr. L
20g Zucker
1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
½ TL frischer Zitronenabrieb
50g gemahlene Mandeln, ungeschält
80g Möhre, fein geraspelt

Die Liste liest sich lang, aber keine Sorge, die Küchlein sind in längstens 15 Minuten im Ofen.

Zunächst bereiten wir den Boden der Muffins zu, der aus der Käsekuchenmasse besteht. Dazu wirfst Du einfach alle Zutaten in eine Schüssel und vermischst das Ganze mit dem Mixer zu einem glatten Teig – fertig.
Der wird nun gleichmäßig auf die Muffinformen verteilt und weiter geht’s mit dem Karottenkuchenhäubchen.

Dazu stellst Du Dir alle Zutaten griffbereit hin, denn am Ende geht’s schnell.
Im ersten Schritt schlägst Du das Ei mit dem Zucker mit dem Mixer zu einem dicken, weißlichen Schaum auf, das dauert etwa 5-7 Minuten. Sei dabei geduldig, denn je besser Du hier arbeitest, desto saftiger wird das Ergebnis.
Ist Dein Schaum fertig (die Spuren der Rührstäbe sollten sichtbar bleiben, auch wenn Du nicht mehr rührst), werden die restlichen Zutaten ganz behutsam mit einem großen Schneebesen oder Teigspatel untergehoben. Achte dabei darauf, möglichst viel vom schaumigen Volumen zu erhalten.

Die Rüblikuchenmasse wird nun auf den Käsekuchenböden verteilt, achte dabei darauf, dass Deine Muffinförmchen nicht zu voll werden, da beide Teige beim Backen aufgehen.

Im auf 190°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine Muffins jetzt etwa 30 Minuten, bis sie goldig-gar sind und Deine Küche himmlisch duftet.

Aus dem Ofen nehmen, etwa 5 Minuten abkühlen lassen und dann aus den Formen stürzen. Ich verwende eine Silikonform, mit der das super klappt. Alternativ kannst Du die Küchlein auch direkt in Papierförmchen backen (dazu am besten 2 Papiere ineinander in ein Muffinblech stellen, so behalten die Muffins die Form und das Ergebnis sieht hübsch aus).

Fertig sind sie, Deine Carrot-Cheesecake-Muffins, nicht nur, aber auch gerade zu Ostern perfekt!
glutenfree Carrot-Cheesecake-Muffins, great for Easter or Pessach
Die Küchlein schmecken überraschend, da trifft saftige,  nussige Leichtigkeit auf lockeren Käsekuchen, dessen leichte Säure hervorragend zum Häubchen passt.
Magst Du’s gerne fruchtig, kannst Du beim Befüllen der Formen je einen Teelöffel Marmelade auf die Käsekuchenmasse setzen, bevor der 2. Teig den Deckel bildet. Hier eignet sich jede Form von leicht säuerlicher Marmelade wie Johannisbeere hervorragend – oder aber Du nimmst, was immer Dir schmeckt!
glutenfree Carrot-Cheesecake-Muffins, a delicious treat for spring!
Statt der Mandeln kannst Du auch gemahlene Hasel- oder Walnüsse verwenden, das gibt dem Kuchen noch einmal eine ganz andere Richtung – und wenn Du keine Möhren im Haus hast, probier das Ganze doch einfach mit fein geraspelter Zucchini oder Roten Bete aus, das schmeckt mindestens genau so gut! Für die Rote Bete gilt allerdings, wie auch für die violette Urmöhre: Dein Käsekuchenboden könnte einen dezenten Farbstich bekommen. Ich find’s hübsch und experimentiere einfach weiter.
glutenfree Carrot-Cheesecake-Muffins, the perfect treat for Easter!
Ob zum Kaffee, Osterbrunch, für spontanen Besuch oder einfach, weil Du Lust drauf hast, die kleinen Küchlein sind schnell gebacken und schmecken köstlich.

Was hast Du zuletzt gebacken?

Liebst,
Sabine 

Montag, 3. April 2017

Inspiriert von #healthyprunes zu kreativem Rote-Bete-Trockenpflaumen-Eis

Mitte März habe ich etwas zum ersten Mal in München getan: ich war auf einer Veranstaltung für Blogger. Bisher hatte ich immer alles abgesagt, aber auf diesen Nachmittag voller Kochen, Quatsch und netter Leute hatte ich richtig Lust.
Eingeladen haben die Kalifornischen Trockenpflaumen, ein Produkt, das ich schon vor diesem Termin gerne in der Küche eingesetzt habe. So war ich gespannt, was Sandra von Frau Bunt kocht, die diesen Nachmittag mit uns gestaltet hat, dazu für Rezepte eingefallen sind.
#healthyprunes cooking event in Munich, Germany
Was soll ich sagen – die Frau ist kreativ und so wurde der Kochnachmittag zu einem Pfütze-im-Mund-Nachmittag.

Gemeinsam mit Kati von Kati make it, Karin von Stilshot, Alexandra von Meins! Mit Liebe selbstgemacht, Friederike, die Fabelhafte Desserts mit uns teilt, Ines von Münchner Küche, und Sabrina und Steffen vom Blog feedme up before you go-go haben wir uns durch Sandras wunderbare Rezepte gekocht und durften dann auch noch alles aufessen. Nun gut, wir haben längst nicht alles geschafft, aber es gab Doggiebags und so hat sich auch noch der Lieblingsmensch freuen dürfen über:
Pflaumen-Balsamico-Crema, die dank Karin und Kati einen ordentlichen Schuß Portwein abbekommen hat und die wir in Flaschen abgefüllt mitnehmen durften
Prunes-Balsamic-Cream
Socca-Schwarze-Bohnen-Pflaumen-Crostini mit gebratenen Curry-Bananen, die Sabrina und Steffen einfach köstlich hinbekommen haben, für mich eines der vielen kleinen Highlights,
starter I: Socca Crostini with Black Beans Spread and Curried Bananas
Zweifarbigen Quinoa-Hirse-Salat mit Pflaumen-Balsamico-Crema, gerösteten Urmöhren und Parmesanchip,
starter II: Quinoa-Millet-Salad with roasted Vanilla Carrots, Parmesan Chip and Prunes-Balsamic-Cream
Gerösteten Blumenkohl mit Pflaumen-Chili-Kruste auf cremiger Polenta und Sesam-Süßkartoffeln und knusprigen Süßkartoffelschalenchips und
main course: Cauliflower roasted with Prunes, creamy Polenta and crispy Sweet Potatoes
Kalifornische Mutabbaq mit Mozzarella und Schafskäse und Erbsen-Eiscreme mit kalifornischen Trockenpflaumen.
dessert: Peas Ice Cream with Prunes
Ein riesiges Danke geht hier noch einmal an Sandra, denn durch ihre tolle Planung konnte ich bis auf die Mutabbaq tatsächlich alles essen – und so lecker, wie der Abend war, hätte ich auch nichts verpassen wollen! Das eine oder andere Gericht wird es sicherlich noch einmal bei uns geben, neben der Socca hat es mir besonders der Blumenkohl angetan!
#healthyprunes cooking event, Munich, Germany
Wie das nun mit meinem kreativen Kopf so ist, hatte ich, noch während ich den Quinoa-Hirse-Salat abgeschmeckt habe, schon die Idee, die kalifornischen Trockenpflaumen mit Roter Bete zu kombinieren, die Süße der Früchte gepaart mit der sanften Erdigkeit der Bete...das müsste doch gut gehen?
Gänzlich um mich geschehen war es dann, als ich Sandras Erbseneis probiert habe. Ja, richtig, Eis aus grünen TK-Erbsen (und ein paar anderen Zutaten). Rote Bete-Trockenpflaumen-Eis? Konnte das was werden?
naturally glutenfree Red Beet-Prunes Ice Cream, a healthy and delicious treat for sunny days!
Ich geb’s zu, selten habe ich so gespannt auf meine Eismaschine gestarrt, weil ich es nicht abwarten konnte, das Ergebnis zu probieren und selten bin ich so positiv überrascht worden von dem, was sich mein Kopf so alles ausdenkt.
Absolut köstlich ist das Eis geworden, es schmeckt lustigerweise weder nach Roter Bete, noch nach Trockenpflaumen, die beiden Hauptzutaten gehen eine sehr stimmige Verbindung ein und schaffen gemeinsam ein fruchtiges Erlebnis.
Wichtig ist, dass Du für die Zubereitung tatsächlich zu den ufoförmigen kalifornischen Trockenpflaumen greifst, die sind nämlich deutlich saftiger, als ihre europäischen Verwandten. Dass das an einem speziellen und höchst geheimen Verfahren des Entsteinens liegt, habe ich beim Event auch noch erfahren, das wusste ich vorher nicht. Gewusst oder nicht, für das Rezept ist es richtig wichtig, dass die Pflaumen so weich sind, da wir sie ohne vorheriges Einweichen pürieren.

Jetzt geht’s aber in die Küche! 
Quick selfmade Red Beet-Prunes Ice Cream
Rote-Bete-Eis mit Trockenpflaumen (natürlich glutenfrei)

150g gegarte Rote Bete
85g Trockenpflaumen (am besten kalifornische, da saftiger)
¼ TL Vanille, gemahlen
160g griechischer Joghurt 10% Fett
2 TL Zitronensaft, frisch gepresst
50ml Sahne oder Milch (ich hatte Milch)
30g Zucker

Zunächst brauchen wir die gegarten Rote Bete, die Du entweder fix & fertig kaufen kannst, oder aber einfach selbst zubereitest. Dafür die kleinen Knollen abwiegen, abwaschen und so, wie sie sind, im Dampfgarer, Dampfkörbchen oder in wenig Wasser in etwa 20-25 Minuten garen, je nach Größe der Knollen.
Abkühlen lassen, dünn schälen und grob zerkleinern.

Wenn Du Dich für die gekaufte Variante entscheidest, reichen abwiegen und grob zerkleinern als erster Arbeitsschritt aus.

So oder so, die zerkleinerten Früchte kommen mit den möglichst saftigen Trockenpflaumen, Vanille, Joghurt und etwa der Hälfte des Zuckers in ein schmales, hohen Gefäß und werden mit dem Pürierstab in eine sämige Masse verwandelt. Sollte die Mischung zu stark andicken, kommt schluckweise die Milche (alternativ Sahne) dazu, bis sich wieder alles gut pürieren lässt.
Hast Du eine glatte, eher dicke Masse, wird die nur noch mit Zitronensaft und Zucker abgeschmeckt. Bedenke dabei unbedingt, dass gefrorenes Eis immer deutlich weniger süß schmeckt, als die Grundmasse!

Ich habe nun einfach alles in meine Eismaschine gefüllt und 40 Minuten gewartet, hast Du so etwas nicht, wird die Mischung in eine flache, gefrierfeste Form gefüllt und kommt abgedeckt ins Eisfach. Dort braucht sie nun etwa 4-6 Stunden, bis Dein Eis fertig ist, wobei Du jede Stunde mit einer Gabel oder dem Pürierstab die sich bildenden Eiskristalle zerkleinern solltest (also das Eis kräftig durchmischen). So wird dein Ergebnis genau so cremig, wie meines. 
Red Beet-Prunes Ice Cream, naturally glutenfree and oh-so good!
Ein überraschendes Eis, das himmlisch schmeckt und fast als gesund durchgehen kann. Ob als Dessert zu Ostern oder zum Wochenanfang, als kleiner Genuss an diesen ersten warmen Frühlingstagen oder aber als Goodie zum Feierabend, mein Rote-Bete-Trockenpflaumen-Eis ist der Hit! Die Menge reicht für 2 Eishungrige.
Durch die pürierten Pflaumen wird die Eismasse extra cremig und dickt schon beim Vermischen gut an, achte einfach darauf, dass die Masse nicht zu fest ist, wenn die gefroren wird.
Red Beet-Prunes Ice Cream, a surprisingly delicious combination for a healthy treat
Lieben Dank an Lara von mk2 marketing & kommunikation für die Einladung und ganz besonders an Sandra von Frau Bunt kocht für einen schönen Nachmittag und ganz viel neue Inspiration!

Hast Du schon mal mit Trockenpflaumen gekocht?

Liebst,
Sabine

Sonntag, 2. April 2017

Goodbye & Hello – März & April

Da ist es schon vorbei, das erste Viertel 2017.

Der März war hier etwas durchwachsen, aber grundsätzlich ein schöner Monat – so darf es doch gerne sein :-)! Auf erste Kaffees in der Sonne folgte die unvermeidliche Sommersprossenarmee, meine Kalligraphie sieht mittlerweile auch so aus und mein Tuscheverbrauch ist enorm. Gut so, denn viel Übung sorgt tatsächlich für sichtbare Erfolge.
Seit März kann ich auch endlich wieder alleine das Haus verlassen und mein Radius hat sich damit schlagartig ganz enorm vergrößert. Hach, das ist ganz viel Lebensqualität!

Hier auf dem Blog war es zwischenzeitlich wieder etwas ruhiger, das lag hauptsächlich an der dicken Erkältung, die der Lieblingsmensch mit nach Hause gebracht hat. Pünktlich zum April bekomme ich aber wieder Luft und mein Niesen hat sich auf das normale Heuschnupfenmaß gesenkt. Sehr schön.

Ein paar leckere Rezepte habe ich aber doch mit Dir geteilt, es gab Omas Vanillepudding
und einen überraschend anderen Kinderklassiker.
Gesund wurde es mit dem wohl pinksten Saft der Welt
und ganz ohne Grün wurde das St. Patrick’s Day doch stilecht begangen. 
Ich war zum ersten Mal seit meinem Umzug nach München und dem Kranksein bei einem Bloggerevent, das so schön war, dass ich Dir morgen noch davon berichte – inklusive neuem Rezept. Aber pssst...mehr wird noch nicht verraten.

Am 12. habe ich Dich mit durch meinen Frühlingsalltag genommen
und der Rückblick auf den Februar war ganz anders und sehr bunt. 
Im April möchte ich unbedingt wieder regelmäßig die Freitagsfunde verbloggen, mir selbst fehlt diese kleine Gedächtnisstütze nämlich ganz schön, und ich habe schon einiges zu Ostern für Dich vorbereitet. Es wird gebastelt und darüber hinaus auch lecker, so werde ich Dir unter anderem gleich zwei ganz verschiedene Versionen von Karottenkuchen zeigen.
Wenn Du also noch ein paar Osterideen brauchst, oder nicht so recht weißt, was Du zum Brunch vorbereiten magst, lohnt sich in den nächsten Wochen ein Blick auf den Blog ganz besonders.

Mein Monat wird sehr reiselastig, was schön ist, weil ich es ja eigentlich gewohnt bin, viel unterwegs zu sein. Während ich das hier tippe, sitze ich im ICE nach Düsseldorf, zuhause warten ein Kindergeburtstag und eine Taufe auf mich, dann geht es weiter nach Hamburg zu einem runden Geburtstag, ein paar erholsame Tage an die See und schließlich werden wieder im Rheinland Ostereier gesammelt – ich bin mal gespannt, wie ich das alles schaffe und freue mich schon sehr auf die Zeit!

Was der April sonst noch für mich bereithält? Wiedersehen mit liebsten Menschen, hoffentlich viel Sonnenschein, Frühlingskitzeln in der Nase und ein Stückchen mehr Bergauf, Tuscheflecken auf den Fingern, Aquarellspritzer auf dem Tisch und Kreativität, Erholung, Übung.

Was hast Du für den Monat geplant?

Liebst,
Sabine