Sonntag, 22. Januar 2017

Panettone-Scheiterhaufen für Weihnachtsreste

Geht es Dir auch so – Weihnachten ist vorbei und spätestens am 29.12. magst Du kein Weihnachtsgebäck mehr sehen?
Da steht aber noch welches.
Und steht dann – bei mir sehr gern – auch noch im Januar.
Gratinated Panettone - the perfect way to use christmas leftovers (and it's glutenfree, too!)
So geschehen mit einem hübschen kleinen Panettone, glutenfrei und durchaus lecker. Nur, naja...nach Weihnachten ist mir nicht mehr gar so weihnachtlich zumute, also musste mit dem Ding etwas anderes passieren.

Ein Gericht meiner Kindheit ist Scheiterhaufen, eine Art süßer Auflauf aus altbackenem Brot, Brötchen, Stuten, Brioche oder-wie-auch-immer, das, mit Früchten geschichtet mit einem Eier-Milch-Guss versehen und schön knusprig gebacken wird.
Lecker und einfach, das sollte doch auch mit Panettone...?
Gratinated Panettone - a wonderful treat for winter (and gluten-free, too!)
Klar geht das und ich zeige Dir heute, wie’s geht. Ich habe mich für eine winterliche Variante mit Orangen entschieden, ganz traditionell würden Äpfel verwendet – grundsätzlich kannst Du aber in den Auflauf schnippeln, was immer Dir schmeckt, einzig Beeren würden im Backofen zu matschig werden.

Panettone-Scheiterhaufen (glutenfrei oder auch nicht)

Du brauchst für 3 kleine Auflaufförmchen

100g Panettone, gern etwas älter (bei Bedarf glutenfrei)
1 kleine Orange (meine hatte ungeschält etwa 150g)
1 Ei, Gr. L
100ml Milch
Abrieb von ½ (Bio)Orange
TL Vanille, gemahlen
Mandelblättchen (optional)

Milch, Ei, Orangenabrieb und Vanille werden zu einem glatten Guss verrührt und kurz zur Seite gestellt, Auflaufförmchen werden leicht gebuttert.

Der Panettone wird in feine Scheibchen geschnitten, die Orange geputzt und in Scheiben zerteilt.
Beides wird abwechselnd in die Auflaufförmchen geschichtet und gleichmäßig mit der Milch-Ei-Masse übergossen.

Nun nur noch mit ein paar Mandelblättchen bestreuen, wenn Du denn magst, dann brauchen Deine kleinen Köstlichkeiten im auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen 25-30 Minuten, bis der Guss fluffig aufgegangen und alles goldig-duftig gebacken ist.

Kurz abkühlen lassen und dann noch warm genießen.
Gratinated Panettone - the perfect way to use christmas leftovers
Das Rezept funktioniert als Basis, die Du abwandeln kannst, wie Du magst.
Grundsätzlich solltest Du etwa pro 100g Brot 100ml Flüssigkeit und ein Ei einrechnen, ob Du nun Milch, Sahne oder Joghurt verwendest, ob Du ein weißes, süßes Brot hernimmst, oder aber lieber ein trockenes Graubrot in ein köstliches Gericht verwandeln magst – das ist ganz Deine Sache. Der Panettone hatte schon einige Trockenfrüchte, wenn Du Brot verwendest, gehören klassischerweise noch Rosinen in den Auflauf, aber das ist wie immer eine Frage des Geschmacks.
Wenn Du keine Trockenfrüchte magst, dann kann es sein, dass Dir das Ergebnis nicht süß genug wird - dann einfach etwas Ahornsirup in den Guss rühren.
Natürlich funktioniert das Ganze auch vorzüglich in einer großen Auflaufform, die dann sehr gemütlich einfach mitten auf den Tisch gestellt wird.
Gratinated Panettone - a wonderful treat for winter!
Ob zum Nachmittagskaffee nach einem kalten Spaziergang, als Sattmacher für Süßschnäbel zu Mittag- oder Abendessen oder eben als warmes Dessert, Scheiterhaufen ist einfach lecker und kann wunderbar an alle Jahreszeiten angepasst werden.

Und weil das ein sehr schönes Gericht ist, dass muckelige Gemütlichkeit ausstrahlt, verlinke ich den Beitrag noch bei der wunderbaren Katrin, die wie in jeder Woche das #sonntagsglück sucht – ich hätte da eines im Angebot!

Liebst,
Sabine

Kommentare:

ninamanie hat gesagt…

Was für eine tolle Idee - und auch noch so lecker! Jetzt find eich es direkt schade, dass ich kein Weihnachtsgebäck mehr habe...
Liebste Grüße von Martina

stadtgarten hat gesagt…

Das ist ja eine tolle Idee! Panetone haben wir zwar keinen gehabt dieses Mal an Weihnachten und entsprechend auch keine Reste, aber es sind noch Plätzchen etc. da. Mal sehen, ob ich da was ähnlich Leckeres kreiere ....
Vielen Dank für den Tipp und eine schöne Woche, Monika