Sonntag, 24. März 2013

Freundlichkeit beim Zähneputzen


Gestern Abend beim Zähneputzen habe ich in einer alten Zeitschrift gelesen.

(Ja, in meinem Badezimmer liegt alles Mögliche herum, in dem ich beim Zähneputzen lesen kann, von Büchern über Zeitschriften über diverse Sudoku-Hefte...wie sonst soll ich die Zeit herum bringen ;-)?! Was machst DU beim Zähneputzen?)

Zurück zum Thema...ich habe also in dieser Zeitschrift gelesen, in der es um Inneneinrichtung und Gartengestaltung ging. OK, ich habe eher geblättert, aber das ist hier egal.
Auf einer Seite waren kleine Zettelchen mit Zitaten abgebildet und da fand sich folgender Spruch (der niemandem zugeschrieben werden konnte):

„Freundlichkeit ist, jemanden besser zu behandeln als er es verdient.“

HMMM....

Du ahnst, da ist mir etwas zu eingefallen ;-).

Genau genommen ist mir da auf Anhieb eine ganze Menge zu eingefallen.

Fangen wir beide mal an...

Zuallererst habe ich mich gefragt, wer um alles in der Welt auf die verrückte Idee gekommen sein könnte, dass man sich Freundlichkeit verdienen müsste.

Freundlich bin ich erst einmal zu Jedem und ich habe da doch noch gar keine Ahnung, wie diese Person ist.
Oder wer.
Oder was.
Und ganz ehrlich?
Es ist mir auch egal.

Ich finde, Freundlichkeit ist die mit großem Abstand schönste Art, einem anderen Menschen zu begegnen, ganz unabhängig davon, ob ich diesen Menschen schon kenne oder erst noch kennenlernen kann. Gerade dann ist Freundlichkeit doch die Möglichkeit für einen guten Start. Oder möchtest DU jemanden kennenlernen, der Dir unfreundlich begegnet?

Eben.
Ich auch nicht.

Völliger Unsinn also.
Ich kann in den allermeisten Fällen nämlich gar nicht einschätzen, ob die Person gegenüber meine Freundlichkeit verdient hat oder nicht.

Denken wir zwei Hübschen noch einen Schritt weiter.
Wer bitteschön legt denn fest, ab wann Jemand Freundlichkeit verdient hat? Reicht ein Lächeln im Vorbeigehen? Oder ein Türaufhalten? Oder....ja, keine Ahnung?!
Ich weiß doch gar nicht, was der Andere da den ganzen Tag lang getan hat. Und mit welchen Gedanken.
Wenn ich etwas Nettes aus einem weniger netten Hintergedanken heraus tue...verdiene ich dann noch Freundlichkeit?

Und, noch wichtiger, WILL ich mir echt ständig Gedanken darüber machen, ob der Mensch mir gegenüber meine Freundlichkeit auch verdient hat oder nicht?

Und was soll überhaupt dieses ganze Konstrukt?! 
„Jemanden besser behandeln als er es verdient“ – ja, bin ich denn freundlich, um mich selbst besser zu fühlen, oder weil ich Freude einfach so verteilen und herschenken möchte?

Genau!
Du und ich, wir beide sind freundlich, weil es den anderen freut. 
Weil es kleine Glücksmomente verteilt, einfach so. 
Weil freundlich sein ein bisschen so ist, wie jemandem ein Kompliment zu machen, Du erinnerst Dich an die unverhofften BLUMEN?
Dass das alles auch dazu führt, dass die Freundlichkeit wieder zurück kommt zu uns, das ist ein schöner Nebeneffekt, aber das ist nicht der GRUND für unsere Freundlichkeit.
Nicht für meine.
Nicht für Deine.

Freundlichkeit ist eine wunderschöne Sache, sie kostet uns so gar nichts, sie verschenkt gute Laune und kleine Lichtblicke, sie sorgt für fließendes Glück um uns herum.
Wie wunderschön!

Freundlichkeit ist eine Brücke, die ich in Sekundenschnelle aufbauen kann, zu jedem Menschen um mich herum. Zur Frau am Zeitungskiosk, zu der netten Dame, die mir meine Brötchen einpackt, zum Schaffner in der Bahn, zur Reinigungskraft am Flughafen, zu Dir. Und Du zu mir. Einfach so. 
Ist das nicht TOLL?!

Und was ist nun mit den Menschen, die ganz und gar immun sind gegen diese Freundlichkeit? Die muffig bleiben und unwirsch, die sofort den Verdacht haben, jemand, der freundlich ist, wolle nur etwas von ihnen?

Liebes, diese Menschen gibt es. Sie sind mir schon begegnet, wie Dir auch. Ich bleibe trotzdem freundlich. Weil DAS einfach meine Art ist, auf Leute zuzugehen. Und weißt Du was? 
In aller Regel funktioniert es. 
Blendend. 
Auch diese Leute können lächeln ;-).

Und die, die so ganz unwillig sind?

Lass Dir Deine gute Laune, Deine Freundlichkeit, Deine Offenheit nicht wegnehmen. Von niemandem. Ich hoffe immer für diese Menschen, dass auch sie irgendwann die Freude von Freundlichkeit kennenlernen können.

Und bis dahin...sind wir beide einfach freundlich und haben ein schönes Leben :-)!

Was machst Du beim Zähneputzen?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 21. März 2013

Schluß mit Winter

...denn jetzt wird es sommerlich, zumindest auf dem Teller.

Hier kommt ein extrem einfaches, kleines Gericht, das ich im Sommer einfach liebe.
Heute Abend war es wieder soweit, ich hatte Lust auf meine heiß geliebte
Zitronencarbonara.


Alle Italiener mögen mir verzeihen, ich weiß, dass eine Carbonara mit Schinken und ohne Zitrone zubereitet wird ;-) – aber hey, ich bin Vegetarierin!
Also, nenn es, wie Du magst, lecker ist diese Pastavariante allemal.

Was aber so RICHTIG toll ist, das ist die Zubereitungszeit. Die dauert nämlich exakt so lange, wie das Nudelwasser braucht um zu kochen + die Kochzeit der Nudeln.
Du solltest also gut organisiert sein ;-).

Und los geht es...

Sommerliche Zitronencarbonara

Du brauchst pro Person

100g Spaghettini
½ Schalotte
1 Eigelb
Saft und Abrieb von ¼ - ½ Zitrone (kommt auf’s Aroma an und darauf, wie viel Saft sie haben)
20g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer


Bring in einem großen Topf Wasser zum Kochen (wenn Du großen Hunger hast, kann Dir ein Wasserkocher helfen ;-) ). Wenn das Wasser sprudelnd kocht wird es gesalzen (erst jetzt, gibt sonst diese fiesen Salzflecken auf dem Topfboden) und die Nudeln hinein gegeben.

Bei mir war die Kochzeit mit 8 Minuten angegeben, in denen ich den Rest vorbereitet habe.

Die Schalotte wird geputzt, gewürfelt und in Olivenöl goldig angebraten.


Das Eigelb wird in einem kleinen Schüsselchen gepfeffert, leicht gesalzen (der Paresan ist ja auch salzig) und mit Zitronensaft, Zitronenabrieb und dem Parmesan vermischt.

Die Nudeln sollten mittlerweile gar sein. Gieß sie ab und fang dabei etwa eine Tasse von dem Nudelwasser auf.

Die noch tropfnassen Nudeln werden in der heißen Pfanne unter die Schalotten gemischt, die Pfanne vom Herd gezogen und die Eigelbmischung flott darunter gemischt. Wenn das Ganze zu trocken ist, gib einfach schluckweise von dem Nudelwasser dazu, bis Du eine glänzende, cremige Konsistenz erreicht hast.


Sofort genießen und ein bisschen wie in Amalfi fühlen :-)...

Wie schmeckt Dein Sommer?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 20. März 2013

Mr. Märzhase

Darf ich Dir meinen neuen Mitbewohner vorstellen?



Ich habe ihn am Samstag in München entdeckt, er stand ganz allein in einem Regal und sah so furchtbar entzückend aus, dass ich ihn spontan adoptiert habe :-).


Der kleine Kerl sitzt fröhlich auf einem Baumstamm und ich musste sofort an den Märzhasen denken, als ich ihn gesehen habe.
Macht er nicht einfach gute Laune?



Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, auf was er aufpassen darf...

...vielleicht sind es die restlichen DATTELKUGELN? (Ja, die halten so lange ;-)!)



...oder doch lieber ein paar Schreibtischutensilien, damit ich beim Arbeiten ein fröhliches Gesicht sehe?


...hmmm, er könnte auch auf Schmuck aufpassen...


...oder ich sorge für ein bisschen Gesellschaft ;-).


Was meinst Du?


Liebst,
Sabine











Dienstag, 19. März 2013

Das 3-Minuten-Glück


Spontane Gelüste auf frisches Brot, bin ich damit allein?
Der Duft, der Dir aus dem Backofen entgegenschlägt ist verführerisch und wenn das gute Stück dann endlich, endlich (!) fertig ist, wird die erste Scheibe noch sehr warm vorsichtig abgeschnitten, ein wenig Butter küsst die Wärme und HACH....Ich bin im Himmel!

Das Beste daran?


Ich habe hier ein Brotrezept für Dich, das extrem schnell gemacht ist. Deine Investition an Zeit beträgt genau...3 Minuten.
Ja, Du hast richtig gelesen, 3 Minuten Deiner Zeit sind gefragt, den Rest erledigt der Backofen und nach 1 Stunde und 3 Minuten hast Du ein ofenfrisches Brot vor Dir.

Herrlich :-)!

Für dieses (und soweit ich weiß auch nur dieses) Rezept kannst Du mein Hefeteigtutorial vergessen ;-).
Du verwendest auch Hefe, die muss aber nicht gehen.
Naja, sie geht schon, aber das tut sie, während der Ofen sich aufheizt, das Zauberwort hier heißt: kalter Ofen. In den schiebst Du das Brot und während sich das Backrohr auf Betriebstemperatur aufheizt, geht die Hefe.
Und das Brot wir gebacken.
Und das alles gleichzeitig.
So mag ich das!

Wie immer sind (fast) alle Zutaten austauschbar, Du kannst jedes Mehl verwenden, das Du findest (außer Roggenmehl...das braucht einfach Sauerteig, Dein Brot wird sonst nichts) und jede Art von Saat & Kern, die Du magst.
Der Phantasie sind da so GAR keine Grenzen gesetzt und so kannst Du mit nur einem Rezept immer wieder ganz andere Brote backen.
Ich gebe hier jetzt einfach an, was ich verbacken habe, lediglich die angegebenen Mengen solltest Du in etwa einhalten (kannst aber bei den Saaten auch weniger nehmen). Auch das Brotgewürz kann weggelassen oder durch andere Gewürze ersetzt werden.

Here we go...



3-Minuten-Brot

500g Weizenmehl 812
½ l lauwarmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
200g Nüsse & Saaten, gemischt (bei mir: Sonneblumenkerne, Sesam, Weizenschrot & -kleie und Hanfsamen)
2 TL Salz
¾ TL Brotgewürz
2 EL Apfelessig (auch unter dem Namen ‚Obstessig’ zu kaufen)

Du schüttest alle Zutaten auf einmal in eine große Schüssel und rührst das Ganze zu einem zähflüssigen Teig zusammen.

Den gibst Du in eine gefettete Kastenform (meine ist 30cm lang, ist die Form kleiner wird das Brot höher).


Die Form kommt in den KALTEN Backofen und wird bei 200°C Ober-/Unterhitze 1 Stunde lang gebacken.

Aus dem Ofen nehmen, ein paar Minuten abkühlen lassen, auf ein Gitter stürzen und völlig auskühlen lassen. Oder die erste Scheibe gleich genießen!
Das war es schon. Wer hätte gedacht, dass Brotbacken so einfach ist ;-)?!



Und wie sieht Dein schnelles Glück aus?

Liebst,
Sabine