Freitag, 10. Juli 2015

Wir kochen zusammen – Schoko-Haselnuss-Eis

Ich habe ein neues Spielzeug.
Ein Küchenspielzeug, die mag ich, zugegeben, echt gerne.

Los ging alles in Heidelberg, wo ich endlich mal wieder glutenfreies Eis essen konnte. Und festgestellt habe, dass ich, auch wenn ich früher nie ein kleines Eismonsterchen war, es echt vermisst habe. Eis, musst Du wissen, ist nämlich nur selten glutenfrei, meistens wird Stärke mit hinein gemischt, die das Ganze cremiger macht. Schön für die anderen, blöd für mich.
Na gut, dann eben selber machen.

Beim Selbermachen hilft mir nun mein neues Spielzeug, die, Du ahnst es, Eismaschine. So eine richtig tolle, die aus Flüssigem in 40 Minuten cremiges Eis zaubert.

Da kam mir doch Inas diesmonatliche Thema für die ‚Let’s cook together’-Serie HIER mehr als gelegen: "EISzeit! Süße Abkühlung für heiße Tage!" – besser geht’s nicht, oder?!

Die große Schwierigkeit bestand für mich darin, mich für nur EIN Eisrezept zu entscheiden, denn seit die Maschine hier eingezogen ist, fallen mir quasi minütlich neue Varianten ein – ich fürchte, es wird bald eine neue Blogkategorie geben ;-)...


Entschieden habe ich mich dann schließlich für ein köstliches Schoko-Haselnuss-Eis, genau das Richtige bei den etwas tieferen Temperaturen momentan. Herrlich schokoladig mit einer wunderbaren Nussnote, ein bisschen wie auf der Zunge schmelzender Nougat, so wurde das Eis.

Das Beste?
Es schmeckt gehaltvoller, als es ist, denn ich habe neben Sahne noch Milch ins Rezept geschmuggelt.
Aber pssst - das muss ja niemand wissen.


Die gute Nachricht ist, dass Du für das Rezept heute keine Maschine brauchst, um es nachzumachen, nur ein bisschen Geduld und es wird auch gut.

So, jetzt geht’s aber los...

Luxuriöses Schoko-Haselnuss-Eis (glutenfrei)

Du brauchst für 2-3 Portionen (je nach Bedürftigkeit ;-) )

65g Bitterschokolade, mind. 60% (fructosefrei, wenn nötig)
100ml Sahne
150ml Milch (bei mir 1,8% Fett)
2 EL Haselnussmus
1 EL Kakaosplitter (alternativ: gehackte Schokolade)

Sahne, Milch und die klein gehackte Bitterschokolade werden auf dem Herd langsam erwärmt, bis die Schokolade geschmolzen ist.
Das Haselnussmus wird untergemischt, achte darauf, dass es sich gut auflöst.

Jetzt lässt Du die ganze Mischung abkühlen und stellst sie dann für etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

a) mit Eismaschine
Anschließend werden die Kakaosplitter in die Grundmasse gerührt und dann kommt alles für knapp 40 Minuten in die Eismaschine – fertig.

b) ohne Eismaschine
Die abgekühlte Mischung kommt in eine frostfeste, flache Form, die nun ins Gefrierfach gestellt wird. Jede Stunde wird die Masse mit einer Gabel durchgerührt. Nach etwa 4-5 Stunden sollte das Eis völlig durchgefroren sein, die Mischung kommt jetzt noch einmal in den Zerkleinerer, um das Eis richtig cremig zu schlagen (in dem Fall die Kakaosplitter erst danach einrühren).
Bei Bedarf noch einmal kurz ins Gefrierfach stellen – fertig.
Tipp: Das Eis wird ohne Eismaschine ein bisschen weniger cremig, das kannst Du auffangen, indem Du entweder mehr Sahne verwendest, oder aber ein frisches Ei mit in die Masse rührst.

So oder so, das war es und nun bleibt nur eines – genießen, Liebes!


Zum Eis passen frische Beeren oder andere Früchte hervorragend und auch frisch geröstete Haselnüsse passen super dazu.
Durch die verwendeten Kakaosplitter hat das Eis noch einen schönen, unerwarteten Crunch, wenn Du statt dessen Schokostückchen verwendest, wird das Ganze noch schokoladiger, wobei – das Eis ist schon sehr, sehr gut, so, wie es ist!
Übrigens kannst Du das Eis ganz einfach veganisieren, indem Du statt der Milch und Sahne Kokosmilch verwendest oder auch Mandelmilch. Beide Varianten stell ich mir köstlich vor und da wird sicherlich auch noch wild experimentiert werden.

Als Auftakt zum großen, liebesseeligen Eisspektakel ist das doch gar nicht mal schlecht, oder?

Liebst,
Sabine

Dienstag, 7. Juli 2015

Bittersüße Zitronenmarmelade

Schon Anfang Juni habe ich Dir HIER gezeigt, was ich aus einer großen Ladung südfranzösischer Zitronen gemacht habe. Nun...eine Tarte ist super und lecker und wunderbar, aber nur 2 Zitronen sind dafür verbraucht worden – blieben mir noch 12.

Heute mag ich Dir nun eine weitere Idee, wie Du frische Zitronen zu Köstlichem verarbeiten kannst, zeigen. 
Das Beste? 
Das Ganze klappt zu jeder Jahreszeit und schmeckt immer himmlisch, lediglich gute, aromatische Zitronen brauchst Du – und so wenige übrige Zutaten und Zubehör, dass sich das heutige Rezept auch super eignet, um einfach mal am Mittelmeer zubereitet zu werden, für das Frühstückscroissant und als Mitbringsel für liebe Freunde und die Familie.


Du ahnst es, wir kochen Marmelade.
Marmelade für Faule allerdings, denn im Grunde musst Du nicht einmal etwas kleinschneiden. Ich hab’s doch getan, dazu aber gleich mehr.
Zitronen, Wasser, Zucker, mehr braucht es nicht, doch, ich habe noch etwas Vanille in die Marmelade geschmuggelt. Dazu noch ein Pürierstab, vielleicht doch ein kleines Küchenmesser, Marmeladengläser. 
Das klingt doch überschaubar, oder?


Ich habe für die Marmelade Birkenzucker verwendet, wenn Du kein Problem mit normalem Zucker hast, kannst Du den natürlich auch hernehmen.

Die Idee stammt ursprünglich von der wunderbaren Cousine des Lieblingsmenschen, die Pi mal Daumen diese Marmelade das erste Mal auf Mallorca gezaubert hat. Sie isst wie sie mag ohne jede Einschränkung und hat auf 1kg Früchte 1kg Zucker verwendet. Mir war das zu süß und überhaupt habe ich alles ein bisschen abgewandelt...Du kennst mich ;-)! 


So, jetzt wollen wir aber, oder?

Bittersüße Zitronenmarmelade

Du brauchst für etwa 10 Gläser à 240ml

1,5 kg (Bio)Zitronen
700-1000g (Birken)Zucker
etwa 1l Wasser (bei Bedarf mehr/weniger)
1 TL Vanille, gemahlen

Ja, das ist wirklich so überschaubar, wie es klingt.

Zunächst werden die Zitronen heiß abgewaschen. Wichtig ist, dass Du reife und aromatische Früchte verwendest, schau Dich einfach um, was Wochenmarkt oder Bioladen hergeben.

Die gewaschenen Früchte werden nun in einen großen Topf gelegt, gerade eben mit Wasser bedeckt und dürfen so erst einmal ein paar Stunden stehen. Ein paar der ätherischen Öle aus der Zitronenschale gehen dabei in das Wasser über und die Marmelade schmeckt intensiver (bilde ich mir zumindest ein ;-)).

Nach dieser Zeit werden die Zitronen vorsichtig aus dem Wasser gefischt und grob geachtelt. Dabei werden die Kerne entfernt.
Diesen Schritt kannst Du, wenn Du magst, auch überspringen, ich persönlich möchte verhindern, dass die Marmelade zu bitter wird und mache mir daher die Arbeit.

Zurück ins Wasser geworfen werden die Zitronenstücke nun aufgekocht und köcheln so lange, bis die Zitronenschale so weich ist, dass sie sich mit dem Messerrücken problemlos am Topfrand zerdrücken lässt. Je nach Zitronensorte dauert das etwa 20-45 Minuten.

Jetzt wird die Mischung mit dem Pürierstab sämig gemixt, dabei sollten keine Stücke mehr übrig bleiben. Der Zucker kommt dazu, nimm, wie viel Du magst, ich habe auf 1,5kg Früchte etwa 700g Birkenzucker gebraucht.
Die Vanille wird ebenfalls untergemischt und nun kommt alles zurück auf den Herd und köchelt sanft ein, bis die Marmelade anfängt, zu gelieren.

Wieder hängt die Kochzeit hier ganz stark von der verwendeten Zitronensorte ab, die Südfranzösisichen haben sehr viel Pektin und waren nach etwa 30 Minuten fertig, ein anderer Schwung Marmelade mit Zitronen aus Amalfi hat über eine Stunde gekocht.

So oder so, die Gelierprobe machst Du am besten mit einem kleinen Teller. Der wird zunächst ins Gefrierfach gestellt (zur Not tut’s auch ein Kühlschrank) und die heiße Marmelade darauf getropft. Wenn die Masse beim Abkühlen fest wird, ist die Marmelade fertig – sonst köchelt sie eben weiter. Auch wie fest die Marmelade wird, kannst Du an dieser Stelle bestimmen, ganz, wie Du es magst.

Nun noch die Marmelade in sterilisierte Gläser füllen (auskochen oder aber 15 Minuten in den heißen Backofen stellen) und das war es auch schon.


Bittersüß schmeckt die Marmelade, schön fruchtig und intensiv. Wenn Du Zitrusfrüchte magst, wirst Du diese Variante lieben! Hier jedenfalls gab es schon diverse Nachbestellungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, da muss ich wohl bald mal wieder Ausschau halten nach Zitronen...


Übrigens sollte die Marmelade auf diese Weise auch problemlos aus Orangen, Mandarinen, Limetten, Grapefruit und und und hergestellt werden können, wie so gerne hier kannst Du munter experimentieren.


Was machst Du, wenn das Leben Dir Zitronen gibt?

Liebst,
Sabine

Freitag, 3. Juli 2015

Freitagsfunde {110}

War das eine Woche! 
Großartig, oder, dieses Sommerwetter :-)?! 
Ich jedenfalls genieße es, trotz der teils extremen Wärme und tanke Sonne wo es nur geht.
Bevor ich nun nach einem sehr fleißigen und vollen Tag ins Wochenende hüpfe kommen sie aber noch für Dich, die Freitagsfunde.

Wie in jeder Woche zeige ich Dir auch heute, was mich im WWW in den letzten Tagen beschäftigt und begeistert hat, worüber ich gestolpert und woran ich hängen geblieben bin.

Wollen wir?


Passend zu den tropischen Temperaturen habe ich HIER gleich 2 Eisrezepte gefunden, die sich sehr erfrischend lesen.

Ich liebe es, wenn Dinge so auf den Punkt gebracht werden, Und wenn dann auch noch ein hübsches Printable dabei herauskommt...wunderbar! HIER wirst Du fündig.

Weder passend zum Wetter noch aktuell war ich von dieser Idee HIER dann doch zu beeindruckt, um sie Dir nicht zu zeigen. Ich mein...Vogelfutterhäuschen aus alten Glasflaschen und Untertellern?! ZU gut.

Eine sehr schöne kleine DIY-Idee habe ich HIER gefunden – kleine Fesselballons, die brav in Reih und Glied hängen, entzückend!

Sehr geschmunzelt habe ich bei diesem Post HIER - Miss Piggy die Feministin? Eine spannende Sichtweise und ganz definitiv mal etwas Neues.

Und das war es auch schon wieder, wenn etwas für Dich dabei war freue ich mich sehr.

So, nun geht es ins Wochenende. Das wird heiß und sehr sommerlich, es wird Sonne geben und plantschende Füße, Sommersprossen, liebste Gesellschaft, ruhigen Momente, Gras zwischen den Zehen und brummende Hummeln, gutes Essen, guten Wein und geübte Dankbarkeit.

Schmilzt Du schon weg oder kühlst Du schon?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 1. Juli 2015

Goodbye & Hello – Juni & Juli

Halbzeit!
Ja, tatsächlich, 2015 ist schon wieder zur Hälfte Geschichte und auch, wenn ich mich wiederhole, frage ich mich ja doch, wer da an der Uhr gedreht hat...

Mein Juni stand ganz im Zeichen der Fotografie, ich habe, schon länger geplant, einen Workshop in Schwetzingen bei Andrea von zuckerimsalz besucht und, eher spontan, auch noch einen bei Clara von tastesheriff. Von beiden werde ich Dir bald erzählen, richtig toll waren sie und haben mich so viel weiter gebracht. Ja, doch, die Paartherapie, in die Clara meine Kamera und mich geschickt hat, läuft.

So war ich dank der Workshops im Juni nicht nur in München, sondern auch in Hamburg (immer eine gute Idee!) und auch in Schwetzingen, wovon ich Dir ebenfalls im Juli erzählen mag. Das ist nämlich auch eine gute Idee und wiesoweshalbwarum, das erfährst Du dann hier.

Ach ja, ein Ticket für die Blogst habe ich auch ergattern können und freue mich schon sehr darauf :-)! Es ist zwar erst im November soweit, aber mehr Zeit für Vorfreude kann ja nicht schaden.

Bevor es nun aber so richtig mit Volldampf durch den Juli geht, schauen wir schnell noch zurück auf den Juni, bist Du dabei?

Neben vielen Reisen und ganz viel Üben mit der Kamera war der Juni im Leben 1.0 sehr fleißig und durchaus trubelig, das ganz normale Leben eben.
Das hab ich Dir HIER am 12. einfach mal gezeigt und Dich mit durch den zugegeben außergewöhnlich entspannten Tag genommen.


Das ganz normale Leben ist bei mir gern lecker.
Gern auch sehr lecker.
Wie zum Beispiel in Form dieser himmlischen Zitronentarte HIER, die sich dank südfranzösischer Zutaten mit einem französischen Namen schmücken durfte.


Am Mittelmeer bin ich kulinarisch noch ein wenig herumgereist, für Ina habe ich HIER eine bunte Platte Tapas-Spieße zubereitet, die köstlich und ruck-zuck weggeputzt waren.


Passend zu den Tapas gab es ein paar Tage später HIER einen spanischen Mandelkuchen zum Nachtisch


...und um beim Kuchen zu bleiben konnte ich Dir zum guten Monatsende HIER noch das Ergebnis eines langen Rührkuchenkampfes zeigen, Erdbeer-Rührküchlein nämlich mit herrlich frischem Basilikum-Zitronen-Guss, die auch den ‚Normalessern’ um mich herum sehr gut geschmeckt haben.


Sommerlich wurde es hier auf dem Blog auch, zum Einen habe ich pünktlich zum Sommerbeginn HIER meine ganz persönliche Summer Bucket Liste mit Dir geteilt und kann schon fröhlich verkünden, die ersten Punkte abhaken zu können



...zum Anderen habe ich HIER sommerliche Flammkuchen für Clara gezaubert, die ein wenig schräg klingen, mit ihrer Kombination aus Fenchel, Melone und Feta aber perfekt in die liebste Jahreszeit passen.


Freitags sind wir (fast) immer durchs WWW gestreift,
HIER und auch noch


HIER habe ich Dir gezeigt, was mich bewegt, belustigt, inspiriert oder einfach interessiert hat.


Apropos inspiriert – das bin ich seit meinem Linolschnitt-Workshop bei binedoro HIER ganz sicher und freue mich schon auf unsere nächste Bastelrunde.


Und das war er, mein Juni.

Der Juli wird mir eine hoffentlich schöne Arbeitsreise bringen, die erfreulich viel Freizeit beinhalten wird, ich freue mich auf exzessives Kirschenessen (na gut...das hat schon begonnen) und muntere Eisexperimente, auf heiße Sommertage, Sommersprossen selbst auf Ohren, Lippen und Fingern, auf viel geübte Dankbarkeit, denn HIER mache ich gerne mit, auf neue Pläne, neue Eindrücke, auf gute Gespräche, Lachen, Lieben und Entdecken.
Doch, das wird gut – und ganz besonders freue ich mich, wenn Du dabei bist!

Liebst,
Sabine

Dienstag, 30. Juni 2015

Ich back’s mir...Erdbeer-Rührküchlein mit Basilikum-Zitronen-Guss

...oder auch: das Rührkuchendesaster.

Rührkuchen, das war immer meine liebste Art, zu backen. Mit 10 Jahren habe ich zum allerersten Mal vollkommen alleine einen Kuchen gebacken, es wurde ein Kirschstreusel auf Rührkuchenbasis und ab da war es um mich geschehen.
Bis ich dann vor gut 2 Jahren das Gluten aus meinem Leben streichen musste. Und Rührkuchen kein Thema mehr waren, denn auch, wenn ich mittlerweile (fast) alles schon in einer glutenfreien Version hinbekommen habe, einen dicken weißen Fleck hatte meine ganz persönliche Speisekarte noch, den Rührkuchen nämlich.


Und dann hat Clara für den Juni das Thema Rührkuchen ausgegeben HIER.

Hmpf.

DAS war mal eine Herausforderung!

Ich habe sie als Motivation genommen und wollte unbedingt einen essbaren Kuchen zaubern. Glutenfrei, ohne normalen Zucker, wie immer, dabei saftig und lecker auch für ‚Normalesser’, auch wie immer eben.


Ich habe gebacken und hatte einen Kneteklotz.
Dann habe ich noch einmal gebacken und hatte einen klitschigen Klumpen.
Ich habe einen dritten Kuchen gebacken, der zwar halbwegs erträglich geschmeckt hat, aber immer noch viel zu kompakt und überhaupt nicht locker war, dafür noch immer dezent klitschig.

Nun, alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei vier und so wurde dann auch der vierte Anlauf der Letzte. 
Der wurde nämlich richtig gut.
Lockerer Teig, nicht zu trocken, nicht zu nass, fruchtig, außen dezent knusprig, innen schön duftig, dazu schön frisch durch den Guss aus Basilikum und Zitrone.
Geht doch!


Der Trick bestand darin, eben keine Bindemittel zu verwenden, da die Bindung durch die Eier im Teig vollkommen ausreicht. Der zweite Trick bestand darin, keinen großen Kuchen zu backen, sondern kleinere Küchlein, deren Garpunkt ich besser bestimmen konnte.
Gebacken habe ich die Küchlein in einer Form für große Muffins, die kleine Küchlein ergibt.


So, genug der Vorrede – wollen wir?

Erdbeer-Rührküchlein mit Basilikum-Zitronen-Guss (glutenfrei)

Du brauchst für eine eckige Form von 18cm oder für 6 kleine Küchlein

Kuchen
100g Butter, zimmerwarm
100g Zucker (bei mir: kristalline Reissüße; Birkenzucker ginge auch)
¼ TL Vanille, gemahlen
Prise Salz
3 Eier, Gr. M
100g Reismehl
30g Mandelmehl
70g (Kartoffel)Stärke
10g (Weinstein)Backpulver (glutenfrei, wenn nötig)
125g Erdbeeren

Guss
4-5 Basilikumblätter
2 EL Reissüße, kristallin (oder Puderzucker)
Saft und Schale von 1 (Bio)Zitrone

Butter und Zucker werden mit der Vanille und dem Salz schaumig geschlagen, anschließend die Eier einzeln untergezogen.

Die Mehlsorten werden sorgfältig mit dem Backpulver vermischt (achte darauf, dass sich keine Klümpchen bilden) und anschließend portionsweise unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung gerührt.

Die Erdbeeren werden geputzt und in kleine Würfel geschnitten und dann mit Hilfe eines Teigspatels vorsichtig unter den Teig gehoben. Die Früchte sollten dabei nicht zermatscht werden.

Nun wird der Teig gleichmäßig in eine Form/Förmchen (bei Bedarf gebuttert) verteilt und braucht dann im auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen etwa 30-50 Minuten, bis der Kuchen gar und goldig ist.
Meine kleinen Küchlein waren nach 30 Minuten fertig, in einer Kastenform würde ich dem Ganzen etwa 50 Minuten geben.

Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Für den Guss werden die Basilikumblätter im Mörser zu einem schönen, grünen Brei zermahlen, der dann mit der Reissüße, dem Zitronenabrieb und dem Zitronensaft zu einem eher dünnflüssigen Guss vermischt wird.
Der wird nun auf den Küchlein/dem Kuchen verteilt und darf trocknen.

Wenn Du wie ich Reissüße verwendest, bleibt der Guss leicht durchsichtig, mit Puderzucker dürfte er schön quietschig-grün werden.

Und das war es auch schon, jetzt bleibt nur eines – genießen.


Durch die Erdbeeren ist der Kuchen feucht genug, um nicht trocken zu werden und schön fruchtig, der Guss schmeckt himmlisch frisch und die Basilikumnote passt hervorragend zu den Erdbeeren.

Beeren passen übrigens auch frisch gegessen prima zum Kuchen und auch darin lassen sich die Erdbeeren sicher problemlos ersetzen.


So, liebe Clara, danke, dass Du mich geschubst hast, das Rührkuchenungeheuer zu besiegen, manchmal lohnt sich gesunder Trotz eben doch :-)!

Welcher Kuchen misslingt Dir?

Liebst,
Sabine

Freitag, 26. Juni 2015

Freitagsfunde {109}

Da ist schon wieder eine Woche rum, die erste Sommerwoche um genau zu sein und netterweise hat der gute Sommer ja nun auch beschlossen, uns zu beehren. 
Schön :-)!

Während ich an diesem Wochenende ein bisschen mehr über Fotografie lernen darf, dürfen hier natürlich die Freitsgfunde nicht fehlen.

Wollen wir?


Ein grandioses im-Pott-is-schön-Video hat Juli über unfassbare 2 Jahre lang gedreht und nun mit der Welt geteilt HIER. Danke, das ist so toll geworden, dass es fast schon nach einer Fortsetzung schreit!

Gleich 2 teilenswerte Posts hat meine französische Lieblingsbloggerin geschrieben, zum Einen teilt sie wie immer wunderschöne Kalenderblätter für Juli und August HIER, zum Anderen hat sich auch noch ganz entzückende Hintergründe HIER für’s Handy bereit gestellt, für das perfekte Sommergefühl.

In NRW haben heute die Sommerferien begonnen. Falls bei Dir eine längere Autofahrt mit Kindern ansteht, habe ich genau das Richtige gefunden – eine kleine Anleitung, wie Du fix nette kleine Straßenspiele bastelst HIER, die die Kurzen dann hoffentlich lange beschäftigen.

Mit Keksen kriegt man mich ja meistens immer. Diese HIER sind glutenfrei und sehen köstlich aus – und werden sicher bald nachgemacht.

Einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Reisen mit/trotz Kindern habe ich HIER gefunden. Unbedingt reinschauen und gerne drüber nachdenken.

Und das war es auch schon wieder, wie immer freue ich mich sehr, wenn etwas für Dich dabei war.

Dieses Wochenende freue ich mich auf erweiterte Fotokenntnisse, auf neue Begegnungen, Zeit mit dem Lieblingsmenschen, auf neue Eindrücke und den Sommer.

Mach es Dir wunderschön!

Liebst,
Sabine

Dienstag, 23. Juni 2015

DIY-Linolschnittworkshop mit Binedoro

Es ist schon wieder viel zu lange her, dass ich den wunderschönen Bastelnachmittag und Abend erleben durfte, von dem ich Dir heute ein bisschen was zeigen mag.
Nachdem schon unsere erste DIY-Runde im Februar HIER so viel Spaß gemacht hatte, rief Bine uns zum Linolschnitt zusammen.


Mit von der Partie waren dieses Mal neben Bine von Binedoro (hier findest Du noch ein paar weitere Eindrücke unserer gesammelter Werke) und mir noch die wunderbar-kreativen Bloggerinnen Nele von buntgestreifthüpfig und Janine von schninskitchen, die nicht nur herrlich kochen und backen, sondern eben auch basteln kann.


Über das Thema Linolschnitt hab ich mich gefreut wie verrückt, denn im Gegensatz zum allgemeinen Curriculum haben es meine Kunstlehrerinnen elegant umschifft und ich hatte keine Ahnung, was ich verpasse.


Linolschnitt und Linoldruck sind nämlich super und machen unglaublich viel Spaß!!
Und ja, meine Finger sind heil geblieben, alle 10. Und nein, ich hab es auch sonst nicht geschafft, mich zu massakrieren oder mir bleibende Flecken zu verpassen und bin da ein bisschen stolz auf mich :-).


Gleich als allerersten Linolschnitt habe ich mich an eine Libelle gewagt. 
Joa...wieso auch nicht ambitioniert starten?!
Jedenfalls ist die Libelle etwas geworden und für meinen Jungferndruck find ich den super! Mittlerweile sind die Insekten bei mir eingezogen und zieren eine Bilderwand, die ich im Schlafzimmer gestaltet habe.


Der zweite Druck des mittlerweile schon recht späten Abends wurde ein einfaches, dickes, fettes GLÜCK.
Spontan vorgezeichnet, beim Schnitt noch ein bisschen umgeändert war das Ganze recht schnell fertig und ich mag den Druck ganz besonders in Schwarz auf buntem Papier, da leuchtet mir das Glück entgegen.


Das Glück ziert eine Menge Grußkarten, die sich zum Teil auch schon in die Welt hinaus gewagt haben.


Ja, doch...das waren nicht meine letzten Linoldrucke!

Was hast Du zuletzt gebastelt?

Liebst,
Sabine