Donnerstag, 11. Juli 2013

Unterwegs in...

...Bayern, wo’s am Schönsten ist I - Walchensee

Oder auch: Bayern at it’s best :-).


Ich sag es gleich und das auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Ich bin kein Fan von Bayern, Berge sehen hübsch aus, rühren aber mein Herz nicht so recht, vieles ist mir schlicht zu ‚eng’ und die weit verbreitete, häufig mehr als nur dezent selbstgerechte „Mia san mia“-Lebenshaltung finde ich seltsam.

So, musste mal gesagt werden ;-). Da kannst Du die jetzt folgende Lobeshymne auch gleich richtig einschätzen, Liebes!


Es gibt nämlich in Bayern auch etwas, das ich liebe.
Nein, nicht den Lieblingsmenschen, wobei, den auch, aber ihn meine ich hier nicht.
Es gibt eine ganze Menge Seen und die sind jeder für sich bildhübsch und entzückend und dabei jedes Mal so anders, dass Du eine Seenrundreise machen kannst und Dir dabei nicht langweilig wird.


Am letzten Wochenende haben wir das schöne Wetter genutzt und gleich 2 bayerische Seen besucht.



Heute möchte ich Dir ein bisschen was vom Walchensee zeigen.

Auf 800m Höhe gelegen ist er zwar von Bergen umrahmt(irgendwas ist ja immer ;-) ). Das Wasser ist herrlich klar und sieht je nach Sonneneinstrahlung Türkis aus, ein bisschen Südseegefühl mitten in Oberbayern.



Wir sind vom Ort Walchensee aus rund 10km um die Halbinsel Zwergern gewandert, durch den Wald, am Seeufer entlang, durch ein kleines Fischerdorf und vorbei an einer hübschen alten Kapelle, am Ende recht steil einmal quer über die Insel.
Schön war’s!


Ich habe nicht nur reichlich Sommersprossen, sondern auch ein Hüngerchen gesammelt, nach ein paar eher frustrierenden Versuchen, für mich etwas zu Essen zu finden hatten wir dann Glück. Und eine funktionierende Internetverbindung für’s Handy, aber das spielt kaum eine Rolle ;-).


In Lenggries sind wir auf den Schweizerhof HIER gestoßen, der so heißt, weil im Jahr 1632 40 Schweizer Kühe auf diesen Hof geliefert wurden. 
Augen auf beim Homeshopping, sag ich da nur ;-)!
Seit einigen Jahren gibt es auf dem Schweizerhof nun eine SchweizerwirtIn, die herrliches Essen kocht. Irgendwie schon bayerisch, aber viel leichter und moderner, als viele andere.
Mit regionalen Zutaten.
Als Mitglied bei Slowfood.
Spricht schon alles für sie?
Spricht es.

Einen dicken Pluspunkt hat das nette Serviceduo aber bei mir gesammelt, als ich die Unverträglichkeiten aufzählte, mit einem „Und ich bin Vegetarierin“ abschloss – und zur Antwort einfach nur ein gelächeltes „Kriegen wir hin!“ hörte.
YAY, so soll es sein!

So hatte ich einen Salat mit aromatischem Kürbiskernöldressing (ohne Zucker ;-) ) zur Vorspeise und bekam danach einen Teller voll Gemüse.
Klingt wenig spannend für Dich?
Liebes...es hat aber spannend geschmeckt!
Und zwar JEDE einzelne Gemüsesorte. Da war alles auf den Punkt gar und bissfest, hat eigen und anders geschmeckt, war interessant gewürzt (grüne Bohnen mit Frühlingszwiebeln, die Kombination werd ich mir merken) und einfach nur lecker!
Der Lieblingsmensch war mit seinem ganzen Saibling ebenfalls hochzufrieden, der Wein lecker und ach, wir werden sicher wiederkommen!


Wie würde Dein Haus heißen ;-)?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 10. Juli 2013

Spanischer Abend

Liebes, ich hoffe, Du bist gut in die Sommerwoche gekommen!

Bei dem herrlichen Wetter bekomme ich in schönster Regelmäßigkeit Lust, zumindest kulinarische Kurztrips zu machen – wenn schon grad kein Urlaub ansteht ;-).

Heute ging es im Kochtopf nach Spanien.


Eins meiner all-time-favourits ist die Paella, da schnell gemacht und es kann alles rein, was gerade da ist.

Klingt nach mir ;-)?
Nun...stimmt!
Aber ich bin mir doch fast sicher, das klingt auch nach Dir!


Für die sommerliche Frische gab es noch einen schnellen Fenchel-Orangen-Salat (eine göttliche Mischung!) und was wäre ein spanischer Abend ohne eine Aioli?
Eben.


Bei mir kommt sie allerdings etwas leichter daher, da passt auch morgen noch der Bikini ;-).

So, Liebes, wollen wir?

Fangen wir an mit der


Gemüse-Paella

Du brauchst für 4-5 Personen

1 Zwiebel (gern rot)
1 Knoblauchzehe
1 Zucchino
1 Paprikaschote, Farbe egal
etwa 100g Erbsen (bei mir TK)
etwa 50g grüne Bohnen (bei mir TK)
3 Tomaten, mittelgroß
150g Paellareis (oder Risottoreis, zur Not tut es auch Milchreis)
500g Gemüsebrühe
1 Heftchen Safran
1 Lorbeerblatt
Pfeffer
Salz
Paprikapulver
1 (Bio)Zitrone

Zuerst putzt Du das Gemüse und schneidest es in mundgerechte Stücke, die Zwiebel wird in Würfel geschnitten.

Der Safran wird mit einem Löffel leicht zerdrückt und kommt in die heiße Gemüsebrühe. Lass alles ein paar Minuten durchziehen.

In einer großen Pfanne (idealerweise einer Paellapfanne) erhitzt Du etwas Olivenöl und brätst die Zwiebeln darin an, bis sie glasig sind. Dann kommt das restliche Gemüse bis auf die Tomaten dazu und wird ein paar Minuten angebraten.
Schließlich kommen der Reis und die Tomatenstücke dazu.
Lass alles noch etwa 2 Minuten unter Rühren anbraten, dann löschst Du alles mit der Gemüsebrühe ab und würzt das Gericht mit Pfeffer, Paprika und Salz und dem Lorbeerblatt. Das kannst Du ruhig kräftig tun, der Reis und das Gemüse schlucken eine Menge!

Nun kommt ein Deckel auf die Pfanne, die Hitze wird stark heruntergedreht und Du kannst Dich 15-20min um ganz etwas anderes kümmern.

Wichtig dabei: Rühr die Paella nicht mehr um!

Nach etwa 15-20min sollte der Reis fast gar sein.
Ist das der Fall, kommt die in Spalten geschnittene Zitrone auf die Reis-Gemüse-Mischung, der Deckel wieder über alles und die Ganze darf noch etwa 5 Minuten köcheln.
Danach sind die Zitronen marmeladenartig und schmecken fast süß, der Saft ist in die Paella gelaufen und hat sich mit allen Aromen vermischt, der Reis ist herrlich cremig, das Gemüse nicht verkocht...I like :-)!

Du kannst im Grunde jedes Gemüse in die Paella geben, das Du gerade da hast, sehr gut schmecken darin zum Beispiel auch Auberginen oder Fenchel.


Oh und am nächsten Tag ist die Paella aufgewärmt oder kalt als Salat (mit etwas frischem Zitronensaft) nochmal richtig gut!

Ich habe es oben schon erwähnt, zur Paella gab es einen Salat. Vor Jahren mal beim britischen Fernsehkoch gesehen, nachgekocht, natürlich etwas abgewandelt ist diese kleine Speise seit ein paar Jahren nicht mehr von meinem Speisezettel wegzudenken. Extrem schnell, aromatisch und einfach nur lecker!


Orangen-Fenchel-Salat

1 Fenchel
1 Orange
½ (rote) Zwiebel
einige Schnittlauchhalme
Olivenöl
Zitrone
Salz
Pfeffer

Du wäschst den Fenchel und schneidest ihn (NUR ihn, ohne Finger!) mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben.

Von der Orange schneidest Du die beiden Enden ab, bis kein weiß mehr zu sehen ist, stellst sie auf eine der beiden Schnittflächen und  befreist sie mit einem scharfen Messer von der Schale, so dass Du am Ende eine sauber geschälte Orange hast. Die wird in etwa ½cm dicke Scheiben geschnitten und zusammen mit den Fenchelscheiben auf einer schönen Platte möglichst dekorativ angerichtet.

Die Zwiebel wird geschält und in möglichst dünne Ringe geschnitten, die dann zur Orangen-Fenchel-Mischung kommen.

Gib ein wenig Olivenöl über alles, zusammen mit etwa dem Saft ½ Zitrone (wenn sie saftig ist, sonst brauchst Du eventuell den Saft der ganzen Zitrone, einfach abschmecken).
Noch ein wenig Salz und Pfeffer und Schnittlauch darüber – fertig!

Lass den Salat am besten ½ Stunde durchziehen, bevor Du ihn servierst.


Leichte Aioli


1 frisches (!) Eigelb, sollte Raumtemperatur haben
etwa 80-100ml gutes Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen (oder viel mehr, wenn Du magst)
½  Packung Frischkäse (bei Bedarf lactosefrei)
Salz

Das Eigelb wird mit einem Schneebesen in einer Schüssel schaumig geschlagen. Das Olivenöl wird in dünnem Strahl langsam dazu gegossen. Es sollte eine cremige Masse entstehen.

Nun kommt der Knoblauch gepresst dazu und wird untergerührt.

Nach und nach wird dann der Frischkäse untergerührt, bis Du eine leichte, fluffige Creme hast.

Bei Bedarf mit Salz abschmecken (ich brauche meistens keines.)

Und das war es!


In nur einer Stunde hast Du den spanischen Abend fertig gekocht, was dann noch fehlt ist ein lauer Sommerabend, ein gutes Glas Wein und nette Gesellschaft!
Hatte ich heute alles, wie schön - ich bin gespannt, wohin es morgen geht :-)!


Wohin reist Du auf dem Teller?

Liebst,

Sabine

Freitag, 5. Juli 2013

Freitagsfunde {9}


Liebes, bevor wir beide in ein sonniges Sommerwochenende starten, kommen hier noch fix die Freitagsfunde:


Hach, dieser Blog ist mit meinem eingeschränkten Speiseplan momentan kaum vereinbar (ich arbeite aber daran ;-) ), aber da ich ihn so mag und dieses Rezept einfach himmlisch klingt und die Aprikosen erst jetzt reif sind...


Und weil es so schön war, bleiben wir beim Essen, das neue Thema für die ‚Post aus meiner Küche’ ist endlich da:
Kennst Du die Aktion? Wenn nicht, unbedingt reinlesen, Kochbücher wälzen und mitmachen, es macht richtig Spaß :-)!


Schluck! – und ganz viel Glück!
Einfach, weil es wichtig ist, sich manches Mal auch den unangenehmen Dingen zu stellen


Wieder so schön...mein Handy trägt schon das neue Wallpaper – macht Deins mit?


Was für eine TOLLE Idee! – der nächste Geburtstag kann kommen...oder so ;-)

 
In den nächsten beiden Tagen werde ich den bayerische Sommer genießen (hoffentlich) und mit sonnenbebrillter Nasenspitze fleißig Sommersprossen sammeln...ich freu mich drauf :-)!


Was hast Du vor?

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 4. Juli 2013

Törtchen zum 4th of July

Liebes, heute möchte ich Dir eine kleine Köstlichkeit vorstellen.

Frisch, fruchtig, knusprig, süß und für’s gute Gewissen auch geeignet ;-).

In hübschen Farben – weiß, rot und blau und das passt heute ja nun so richtig gut.


Ich habe einige Versuche hinter mir, Mürbeteig ohne Gluten hinzubekommen (vielleicht erinnerst Du Dich HIER).
Mittlerweile habe ich verschiedene Rezepte kombiniert und bin zufrieden.
Und für die Füllung habe ich auch ein paar leckere Ideen ;-).

Wollen wir?


Mürbeteigtörtchen – zum 4. Juli oder jeden anderen Tag

Du brauchst für 4 Tarteletteförmchen

120g Reismehl
80g Buchweizenmehl
50g (Kokosblüten)Zucker*
90g kalte Butter
1 Prise Salz
1 Ei

einige Mandelblättchen


* ich habe noch keine gute Version mit Reissirup hinbekommen

Verknete die Zutaten mit möglichst kalten Händen rasch zu einem Mürbeteig, teil ihn in 4 Portionen und drück diese in je 1 Tarteletteförmchen.
Ich habe auf dem Boden der Formen noch ein paar Mandelblättchen verteilt, bevor der Teig hinein kam, das kannst Du natürlich machen, wie Du magst.

Stell die Förmchen abgedeckt (z.B. mit Frischhaltefolie) für eine halbe Stunde ins Gefrierfach.

Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor und back die Tartelettes in etwa 15 Minuten fertig. Sie sollten goldig sein und gut duften.


Lass die Tartelettes auskühlen, in der Zeit kannst Du die Füllung vorbereiten.

Die könnte etwa so aussehen:

Für 4 Tartelettes brauchst Du:

Quarkcreme-Füllung

250g Quark (lactosefrei)
Abrieb von 1 (Bio)Zitrone
Saft von ½ Zitrone
etwa 3 TL Reissirup (oder eine andere Süße, wie Du magst)
Mineralwasser mit Kohlensäure
frisches Obst nach Belieben, in meinem Fall Erdbeeren und Heidelbeeren

Gib den Quark in eine kleine Schüssel, Reissirup, Zitronenabrieb und –saft dazu und verrühre alles mit einem Schneebesen. Jetzt kommt so lange schluckweise Mineralwasser dazu, bis der Quark sich in eine samtige Creme verwandelt hat, das dauert einen Moment, keine Sorge.

Diese Creme wird gerecht auf die ausgekühlten Tartelettes verteilt.
Ich habe jeweils noch einen Teelöffel Johannisbeermarmelade (ohne Zucker, hab lange danach gesucht) auf dem Boden der Törtchen verteilt, da sie nicht sofort gegessen wurden und ich den Boden knusprig halten wollte – hat gut geklappt und super geschmeckt.

Dann kannst Du so kreativ werden, wie Du nur möchtest.

Ich hatte frische Erdbeeren und Heidelbeeren daheim, die haben ganz wunderbar zur Creme und den knackigen Törtchen gepasst.
Die Früchte einfach möglichst hübsch auf dem Törtchen verteilen und dann fröhlich genießen :-)!


Mit frischen Aprikosen, Pfirsischen oder Nektarinen schmeckt das Ganze aber sicher auch herrlich, oder denk nur an die Johannisbeeren, die jetzt reif sind...

Die Törtchen gab es sicher nicht zum letzten Mal, Farben hin oder her ;-)!

Wenn Du keine Probleme mit Gluten hast, kannst Du natürlich einen ganz normalen Mürbeteig zubereiten, das einfachste Grundrezept 3-2-1 setzt sich zusammen aus 300g Mehl, 200g Zucker, 100g Butter – das würde von der Menge her dann allerdings locker für 8 Tartelettes reichen ;-)!

Oh, egal, ob mit oder ohne Gluten – die kleinen Tartelettes lassen sich prima auf Vorrat backen und dann einfrieren, einfach bei Bedarf auftauen lassen und vielleicht noch einmal 5 Minuten im Backofen aufknuspern...fertig!


Als nächstes werde ich versuchen, mein Rezept für Zitronentarte ‚ohne alles’ hinzubekommen, drück mir die Daumen ;-).

Was würdest Du in die Törtchen füllen?

Liebst,

Sabine