Montag, 10. Juli 2017

Wir kochen zusammen: Zitronige Crème brûlée

Es ist der 10. und ich bin wieder beim gemeinschaftlichen Kochen von Ina HIER dabei. Im Juli geht es um die ganz große Dessertliebe HIER und meinem kleinen süßen Zahn hätte damit kaum eine größere Freude gemacht werden können. Ich liebe Desserts und ein Menü ohne den ‚Gang für den kleinen Löffel’ ist für mich selten komplett.
Looking for the taste of sumer? Try this Crème brûlée (it's gluten free, too)!
Meine liebsten Desserts sind dabei gerne warm und sanft, fruchtig und niemalsnicht zu süß, schwer oder groß.
Da die Temperaturen der letzten Wochen ja sehr warm waren, habe ich mich gegen meinen ersten Gedanken entschieden, Schokoküchlein gibt es irgendwann im Winter wieder. Etwas Leichtes musste her mit dem Geschmack nach Sommer.
Lemony Crème brûlée, the taste of summer in an easy-peasy dessert
Herausgekommen ist eine köstlich-zitrone Crème brûlée, ein Dessert zum Angeben, das rasend einfach gemacht ist und sich perfekt vorbereiten lässt. Also keine Angst vor der Crème!
Ob pur genossen oder mit ein paar frischen Beeren, ich liebe diesen Nachtisch sehr, der sich, Du kennst mich, herrlich abwandeln lässt.

Meine Crème habe ich im Dampfgarer zubereitet, im Wasserbad im Backofen geht das aber genau so gut. Ich gebe Dir im Rezept einfach beide Varianten an.

Wollen wir?
glutenfree Crème brûlée, the perfect treat for summer!
Zitronen-Crème brûlée (natürlich glutenfrei)

Du brauchst für 4 flache oder 3 hohe Förmchen

150ml Sahne
50 ml Milch
¼ TL Vanille, gemahlen
2 Eigelb, Gr. L
10g Zucker
Schale von 1 kleineren Biozitrone
Saft von ½ kleineren Zitrone

1 EL brauner Zucker

Sahne und Milch werden mit der Vanille erhitzt, wichtig: Nicht kochen lassen! Vom Herd nehmen, die Zitronenschale zugeben und alles ein wenig abkühlen lassen, so können sich die Aromen prima entfalten.

Parallel dazu werden die Eigelb mit dem Zucker aufgeschlagen, nimm dazu einen Schneebesen. Die Masse soll gar nicht großartig schaumig werden, aber etwas an Volumen zunehmen. Zu guter Letzt wird der Zitronensaft ebenfalls in die Mischung eingearbeitet.

Wenn Deine Sahnemilch etwa 10 abgekühlt ist, kommt sie in die Ei-Zucker-Mischung. 
Dabei musst Du nur eines beachten: Sei schnell und rühre mit dem Schneebesen, was das Zeug hält, denn sonst kann es passieren, dass Du ein süßes Rührei hast und das wollen wir nicht.

Fast ist es schon geschafft. Die Masse für die Crème brûlée wir nun durch ein Sieb in die Förmchen gegossen, denn das Ergebnis soll eine seidige Creme werden und da würde die Zitronenschale stören. Die hat ihren Job bereits erledigt und ihren köstlichen Geschmack abgegeben.

Jetzt trennen sich die Zubereitungswege.

a) im Dampfgarer

Die Förmchen werden mit Frischhaltefolie abgedeckt, um Wassertropfen auf der Crème zu vermeiden und brauchen im Dampfgarer bei 100°C 40-60 Minuten, je nach verwendetem Förmchen. 
Bei klassischen, flachen Crème brûlée-Formen braucht die Masse 40 Minuten, bis sie gestockt, aber noch etwas wackelig ist, die im Bild gezeigten höheren Förmchen habe ich 60 Minuten im Garer gelassen.

b) im Backofen

Dein Backofen wird auf 150°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Die Förmchen werden in die Fettpfanne, das ist das etwas tiefere Backblech, gestellt, alternativ funktioniert auch eine große Auflaufform hervorragend. So oder so, die Form kommt in den Ofen und wird dann mit kochend heißem Wasser so aufgefüllt, dass die Förmchen etwa bis zur Hälfte im Wasser stehen. 
Für diese Zubereitungsart würde ich Förmchen mit etwas höherem Rand, wie auf den Bildern zu sehen, verwenden. 
Die Crème braucht nun etwa 1 Stunde im Wasserbad, bis sie gestockt, aber noch etwas wackelig ist.

Von nun an geht’s wieder zusammen weiter.

Die heiße Crème abkühlen lassen am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, damit sich alles setzen kann.

Kurz vor dem Servieren kommt der Teil, auf den Du und ich schon sehnsüchtig gewartet haben – die Zuckerkruste!
Dafür wird der braune Zucker gleichmäßig auf der Oberfläche der Crèmes verteilt und dann
a) mit dem Küchenbunsenbrenner oder
b) etwa 3 Minuten unter dem Backofengrill zum Schmelzen gebracht.

Servieren, mit der Löffelrückseite die dünne Zuckerkruste aufknacken und genießen! 
Looking for a dessert for those warm summer nights? Try this lemony Crème brûlée!
Die Crème schmeckt durch die verwendete Zitrone wunderbar frisch und sehr sommerlich. Das perfekte Dessert auch für heiße Tage, denn tonnenschwer liegt da nix im Magen.

Du kannst Deine Crème brûlée natürlich auch ganz anders aromatisieren, klassischerweise wird sie nur mit Vanille abgeschmeckt, aber auch Versionen mit Tonkabohne, Lavendel oder Rosmarin sind köstlich! Oder wie wäre es mit einer Crema Catalana, die Orangensaft und Zimt braucht, um grandios zu werden?
Lemony Crème brûlée, a perfect dessert for summer
Wie immer gilt: Mach einfach draus, was Dir schmeckt – und vielleicht sicherheitshalber die doppelte Menge, denn die Frage nach einem kleinen Nachschlagkommt sicher ;-)!

Wie sieht Dein perfektes Dessert aus?

Liebst,
Sabine


PS: Wenn Du Dich wunderst, was sich bloß aus dem Eiweiß herstellen lässt, probier einfach meine Pavlovas HIER, auch ein hervorragendes Sommerdessert!

Freitag, 7. Juli 2017

Freitagsfunde {162}

Und schon ist wieder eine Woche rum und statt zu bloggen habe ich fleißig Blogbeiträge für die nächsten Wochen vorbereitet – hach ja, so kann’s manchmal gehen...
Pünktlich zum Wochenende melde ich mich aber natürlich mit den Freitagsfunden, meiner kleinen, persönlichen Liste an Funden aus dem WWW, als Gedächtnisstütze für mich und hoffentlich ein wenig Inspiration für Dich.

Levi beschreibt seine Quarterlife-Crisis HIER nachdenklich und poetisch und wie üblich hat seine Oma den besten Rat für ihn. Ich mag den Text und unbekannterweise die Oma sehr.

Eine ganz besondere Liebe zu Sukkulenten habe ich schon seit meiner Kindheit. Doch, tatsächlich, schon die kleine Sabine stand mit der Mama im Gartencenter grundsätzlich vor all den kleinen Kakteen und Sukkulenten und konnte sich nicht satt sehen. Meine Mutter hat diese Liebe leider nie geteilt ;-)... Heute sind meine Lieblinge schwer in Mode und überall zu finden, diese Variante HIER, die Pflanzen in Szene zu setzen, gefällt mir zu gut!

Nele teilt HIER ihre liebsten Podcasts mit uns und da es mir so geht, wie ihr und ich a) lange gebraucht habe, dieses Format zu mögen und b) sehr wählerisch bin mit dem, was mir auf die Ohren kommt, freue ich mich besonders, mich durch Neles Tipps zu klicken. Einiges kenne ich, anderes noch nicht und ich freue mich auf die Entdeckungsreise.

Kalligraphie nimmt mittlerweile ganz schön viel Zeit in meinem Leben 1.0 ein, wenn sie auch hier auf dem Blog kaum je erwähnt wird. Diese Anleitung für eine Verzierung HIER finde ich aber zu gut, um sie ungeteilt zu lassen. Vielleicht ein schönes, kleines Projekt für's Wochenende?

Fee hat einen Nordbalkon und mit damit einhergehenden Pflanzendramen zu kämpfen. Wie gut, dass sie trotzdem etwas ernten und damit bei Franziskas Blogparade HIER mitmachen kann, in der es um allerlei selbst Angebautes geht. Mein Rezept dazu kommt bald, Fees himmlische Kreation für Schoko-Minz-Eis findest Du HIER.

Und das war es auch schon wieder für diese Woche, ich hoffe, es war der eine oder andere Fund für Dich dabei!

Dieses Wochenende freue ich mich auf weitgereisten Besuch und gekürzte to-do-Listen, auf gutes Essen und ein besonderes Dessert, das ich bald auch mit Dir teile, auf Sonnenschein und Sommersprossen, viel Zeit mit dem Lieblingsmenschen und erholsame Stunden.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Freitag, 30. Juni 2017

Freitagsfunde {161}

Ich hoffe, Du hattest eine schöne Woche?  So mit Sonnenschein, guter Laune und genug Regen für den Garten zum Beispiel :-)?

Bevor es für Dich und mich bald ins Wochenende geht, habe ich natürlich noch die Freitagsfunde für Dich. Das ist mein kleines Sammelsurium an Funden der letzten Tage aus dem WWW, zu schön, inspirierend, besonders oder wie-auch-immer, um vergessen zu werden und mir zu wichtig, um sie nicht mit Dir zu teilen.
Aus gegebenem Anlass dieser Artikel HIER, der sich mit der Ehe für alle beschäftigt und heute zum Glück von den Ereignissen überholt wurde.
Wie traurig ich es finde, dass die gleichberechtigte Ehe für alle, die sie eingehen wollen, noch immer ein Diskussionsgrund ist, kann ich kaum in Worte fassen!

Zitronen-Joghurt-Kuchen mit Thymian? Klingt ZU gut, um nicht bald in eine glutenfreie Version umgewandelt zu werden! Hast Du kein Problem damit, findest Du das Rezept HIER.

Das nordisch-frische Design der Freudinge mag ich ja sehr und bin etwas verknallt in die Schönheiten aus Stoff, die es seit noch nicht allzu Langem gibt. Wie wäre es mit so etwas HIER für den nächsten Strandurlaub? Hach!

Mit vielen Bildern nimmt uns Neni HIER mit nach Bukarest und macht große Lust auf diese Stadt! Danke für’s Mitnehmen!

Getreu dem Motto ‚Die einfachsten Ideen sind doch die Besten!’ zeigt uns Renaade, wie Du und ich ruckzuck wunderhübsche Leuchttürme basteln können, schön anzusehen als Deko oder Meerwehstiller. HIER geht’s zur Anleitung.

Und das war es auch schon wieder für diese Woche.
Am Wochenende freue ich mich auf viel Zeit mit dem Lieblingsmenschen und ruhige Momente, auf Küchenexperimente und unseren endlich ansehnlichen Balkon, auf Milchschaumwölkchen und ein paar Sonnenstrahlen.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 28. Juni 2017

Gemüse-Expedition #6: Buschbohnen

Nachdem ich die letzten beiden Gemüseexpeditionen habe ausfallen lassen, bin ich im Juni wieder mit dabei. Buschbohnen sollen es werden und Clara hat HIER mit einem grandiosen Rezept vorgelegt.
Meine erste Idee war ein Klassiker aus meiner Familie, unser aller liebste Art, Bohnen zu essen. Da das aber wie Claras Gericht auch Bohnen und Kartoffeln als Hauptakteure hat, hat mich der Ehrgeiz gepackt.
Das muss doch auch anders gehen....? 
Irgendwie ungewöhnlich...?
glutenfree Green-Bean-Tortilla, a surprising variation of Spain's best-known dish
Lange habe ich überlegt, dann keine frischen Bohnen gefunden und so kommt mein Rezept erst zum Monatsende, dafür aber in sehr sommerlichem Gewand, passend zum Wetter der letzten zwei Wochen hier in München.

Die Bohnen spielen die Hauptrolle in meiner grünen Tortilla, einem kulinarischen Kurztrip nach Spanien, und sie verstehen sich hervorragend mit ihren Mitstreitern, frischem Knoblauch, Manchego und Thymian. Überraschend anders ist mein Bohnengericht also geworden, es hat so gar nichts mehr von der Schwere, die Kartoffeln und Bohnen für mich oft mitbringen, sondern macht sich hervorragend auf dem sommerlichen Abendbrottisch oder aber zur Tapasschlacht. 
Oh und schnell gemacht ist das gute Stück auch noch, was willste mehr?
Grüne Bohnen-Tortilla

Du brauchst für 2 Hungrige oder 4 als Vorspeise

300g grüne Bohnen, frisch
4 Eier, Gr. L
100ml Milch (lactosefrei, wenn nötig)
1 Zehe frischer, junger Knoblauch (oder ½ Zehe normaler Knoblauch)
1TL frischer Thymian, gehackt
Salz
Pfeffer
Bohnenkraut
20g Manchego
1 EL Olivenöl

Die Bohnen werden geputzt und in 1-2 cm große Stücke geschnitten. In Salzwasser mit einer Prise Bohnenkraut in 5 Minuten bissfest garen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, um den Kochprozess zu unterbrechen.
Kurz zur Seite stellen.

Eier, Milch, Salz, Pfeffer und Thymian mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verschlagen.
Knoblauch putzen und in feine Scheiben schneiden. Mit den abgekühlten Bohnen unter die Eimasse heben.

Eine ofenfeste Pfanne mit 1 TL Olivenöl großzügig einfetten, anschließend die Tortillamischung einfüllen. Die Pfanne für 2 Minuten auf eine heiße Herdplatte stellen, in der Zeit den Manchego fein über die Tortilla reiben.

Nun kommt die Pfanne in den auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen und dort braucht Deine Tortilla 20 Minuten, bis sie goldig-gar ist.
Mach unbedingt die Stäbchenprobe, ob die Eimischung wirklich durchgestockt ist, falls nicht, einfach weitere 5 Minuten im Ofen lassen.

Aus dem Ofen nehmen und warm oder kalt genießen.
Dazu passen ganz hervorragend eine Aioli, HIER habe ich Dir mein liebstes Rezept dafür gezeigt, sowie eine große Schüssel Salat.
Green-Bean-Tortilla, a classic with a twist (and it's glutenfree, too!)
Die Tortilla ist köstlich, sehr saftig und sanft im Inneren mit diesem himmlisch-würzigen Manchego und wenn Du dann ab und an ein Stückchen Knoblauch triffst, der, da jung, fast schon süßlich schmeckt...hach! Das Rezept hab ich nicht zum letzten Mal zubereitet!

Wo wir grad beim Manchego sind, davon habe ich ziemlich wenig verwendet, er tritt eher als Gewürz in Erscheinung, denn als dicke Käsekruste. Die würde auch gar nicht zur Leichtigkeit des Gerichtes passen.
Auch mit Parmesan würde das super funktionieren, allerdings bringt der Schafskäse dann doch noch ein paar andere Geschmacksnoten ins Gericht.
glutenfree Green-Bean-Tortilla, the spanish classic with a modern twist
Die Bohnen schmecken in meiner Variante überraschend anders, als gewohnt, obwohl ich sie mit Bohnenkraut vorgekocht hatte. Thymian und Knoblauch sind jedenfalls super Gefährten für die grünen Hülsenfrüchtchen!
Die Tortilla schmeckt, wie erwähnt, sowohl warm, als auch kalt und wahrscheinlich auch in jedem Zustand dazwischen. Dadurch lässt sie sich hervorragend vorbereiten und würde sich, dann vielleicht ohne Knoblauch, auch prima für ein mitgenommenes Mittagessen eignen. Oder wie wäre es mit einem Tapasabend für Familie und Freunde?
Green-Bean-Tortilla, a glutenfree summer dish for picnics or long evenings with friends
Bis Ende des Monats kannst Du Dein Rezept für Bohnen noch beim Clara HIER teilen. Ich klick mich jedenfalls immer zu gern durch all die Rezeptideen, auf die ich selbst wohl nie gekommen wäre!
Wie magst Du Bohnen besonders gern? 

Liebst,
Sabine

Sonntag, 25. Juni 2017

Mein Sonntagsglück – sommerliche Galette mit Lavendel

Heute habe ich ein wunderbares Rezept für Dich, mit dem ich den Sommer eingefangen habe. Süße, duftige Früchte treffen darin auf knusprigen Mürbeteig, der sanft aufblättert sowie eine cremige Pistazienüberraschung im Inneren, zusammengehalten von feinem Lavendelgeschmack, nicht im Vordergrund und dominant-seifig, sondern sanft im Hintergrund, gerade genug wahrnehmbar, um mit einer Gabel direkt in die Provence zu entführen.
glutenfree Galette with summer fruits, lavender and creamy pistachios, the perfect treat for a long summer day
Du merkst schon, ich bin schwer begeistert von meiner sommerlichen Galette, die so einfach in der Zubereitung ist und herrlich unkompliziert. Ob zum Dessert oder Nachmittagskaffee, diese Köstlichkeit passt immer und ist kinderleicht nachgebacken. Nicht mal eine Springform brauchst Du.
summerly Galette with stone fruits, pistachios and lavender, the taste of Provence combined in a sweet treat
Wichtig ist, dass die verwendeten Zutaten von sehr guter Qualität sind, gerade die Früchte müssen zwingend reif und sehr aromatisch sein, sonst wirst Du von Ergebnis eher enttäuscht werden. Ich hatte himmlisch gutes Obst aus Italien mitgebracht, dazu kamen fränkische Kirschen und frisch gemahlenes Pistazienmehl, um ja kein Aroma zu verlieren.

Wie üblich ist meine Variante glutenfrei, wie immer kannst Du einfach Deinen liebsten Mürbeteig zubereiten, die Galette wird dadurch kein bisschen weniger köstlich!
glutenfree Galette with stone fruits, lavender and pistachios, the taste of Provence in a cake
Wollen wir?

Steinobst-Galette mit Lavendel und Pistazien (glutenfrei)

Zucker:
30g Zucker
10-15 Lavendelblüten, getrocknet

Teig:
80g Hafermehl (glutenfrei, wenn nötig; frisch aus Haferflocken gemahlen)
40 Reismehl, Vollkorn (glutenfrei, wenn nötig)
40g süßes Reismehl (auch ‚glutinous rice’genannt)
40g Maisstärke (glutenfrei, wenn nötig)
2g Johannisbrotkernmehl
30g Lavendelzucker
Prise Salz
1 Eigelb
100g kalte Butter, in Stückchen
3 EL Eiswasser

Füllung:
400g gemischtes Steinobst (bei mir Kirschen, Aprikosen, Nektarinen und Bergpfirsiche)
¼ TL Vanille, gemahlen
gute Prise Lavendelblüten, getrocknet
10g Zucker

10g Speisestärke
20g Zucker
35g Pistazien, gemahlen

1 Eiweiß

Zunächst wird der Lavendelzucker vorbereitet, was denkbar einfach ist: Im Mörser oder Zerkleinerer werden Zucker und die Lavendelblüten fein vermischt. Fertig.

Für das Eiswasser wird wenig Wasser mit einigen Eiswürfeln einige Minuten stehen gelassen, so hast Du im Handumdrehen die perfekt temperierte Flüssigkeit für Deine Galette hergestellt.

Aus den Zutaten für den Teig knetest Du mit kühlen Händen rasch einen homogenen Mürbeteig, sollte die Masse zu trocken sein, kann noch ein weiterer Esslöffel Eiswasser zugefügt werden. Den fertigen Teig für gute 2 Stunden im Kühlschrank parken.

In der Zwischenzeit wird das Obst gewaschen und getrocknet, ich habe die Früchte in verschieden große Stücke geschnitten und die Kirschen einfach entsteint. 10g Zucker mit der Vanille und den Lavendelblüten mischen und unter das Obst heben.

Stärke, Zucker und gemahlene Pistazien werden sorgfältig vermengt und zur Seite gestellt.

Der gekühlte Teig wird am einfachsten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie gleichmäßig dünn kreisförmig ausgerollt. Das ist anfangs ein bisschen kniffelig, der kalte Teig ist sehr brüchig, sollte aber nach 1-2 Minuten deutlich einfacher zu bearbeiten sein.

Der ausgerollte Teig wird mit Hilfe der Frischhaltefolie auf Backpapier umgelagert.

Auf den Teigkreis wird mittig die Pistazienmischung verteilt, sie wird die beim Backen aus den Früchten austretende Flüssigkeit aufsaugen. Dabei sollte ein 2-3cm breiter Rand gelassen werden.
Dann werden die Früchte gleichmäßig auf der Mischung verteilt, achte auch hier darauf, den Rand stehen zu lassen.

Dieser Teigrand wird nun mit dem Eiweiß bepinselt und dann kommt der spannende Teil.
Mit Hilfe des Backpapiers schlägst Du den Rand vorsichtig zur Mitte hin ein, so dass eine Art Nest entsteht, aus dem die gezuckerten Früchtchen herausschauen.
Hast Du das vollbracht, darf Deine Galette noch einmal für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank, während Dein Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizt.

Im heißen Ofen braucht die Galette dann etwa 40 Minuten, bis der Teig wunderbar goldig ist und das Obst duftig und gar.

Mindestens eine halbe Stunde, besser aber etwas länger abkühlen lassen und dann wie immer einfach nur noch genießen!
Galette with stone fruits, pistachios and lavender, a gluten free treat for those long summer days
Die Galette schmeckt nach Sommer und Sonne, ein bisschen wie ein kurzer Urlaub in der Provence, mit feinem Duft nach Lavendel. So, so gut und ganz unbedingt zum Nachbacken empfohlen!

Wie üblich kannst Du variieren, statt der Früchtemischung kannst Du auch einzelne Sorten verwenden, statt Steinobst passen beispielsweise auch Beeren und so weiter. Auch das Pistazienmehl kann durch jedes andere Nussmehl ersetzt werden und solltest Du eine Nussallergie haben - mehr Stärke verwenden. Wir wollen einfach den austretenden Fruchtsaft binden.
glutenfree galette with stone fruits and lavender
Da mich dieses Rezept sehr glücklich gemacht hat, teile ich es auch noch beim #sonntagsglück von Kathrin HIER, denn geteiltes Glück ist doch so viel schöner!

Wie wär’s mit einem Teller voller Sommer zum Wochenstart?

Liebst,
Sabine