Mittwoch, 12. August 2015

In einem Tag durch...Tel Aviv

Wie versprochen nehme ich Dich mit, einen ganzen Tag durch Tel Aviv.
Ich war ja im Juli auf einer Dienstreise in Israel (HIER habe ich Dir schon ein Video davon gezeigt) und hatte dabei zum Glück ein wenig Zeit für zumindest ein bisschen Sightseeing. Ein Tag für Tel Aviv und einen für Jerusalem und so werde ich Dich mitnehmen durch meine Tage.


Heute ist Tel Aviv dran und das war ein ECHT laufintensiver Tag. Ich habe eine große Runde gedreht, dabei noch lange nicht alles gesehen, aber doch einen ganz guten Eindruck der Stadt gewonnen, denk ich.
Ich beschreibe Dir einfach, welchen Weg ich gegangen bin, zeige Dir Bilder und hab ein paar Empfehlungen für Dich. Und solltest Du einmal in Tel Aviv sein, nicht viel Zeit haben und viel sehen wollen – dann hüpfst Du einfach auf diese Runde, wo immer Dein Hotel steht :-).

Los geht es für mich in der Gordon Street. Dort gibt es ein wirklich nettes kleines Hotel, die Dizengoff Suites, die ich mit einem Hintergedanken gebucht hatte, dazu aber an anderer Stelle mal mehr.
Vom Hotel aus geht es in Richtung Westen zum Strand, einfach immer geradeaus laufen und Du kannst die kilometerlange Promenade einfach nicht verpassen.
Der Ausblick auf das Meer sollte an dieser Stelle genossen werden und wenn Du mehr Zeit hast als ich, würde ich Dir einen verplantschten Vormittag am Wasser empfehlen – am Nachmittag wird es sehr voll, aber morgens und vormittags ist der Strand noch entspannt leer.
In Richtung Süden gehen wir weiter, immer auf der Promenade, bis etwa auf Höhe der großen Hotels Sheraton und Dan gegenüber der Strandpromenade, nur einmal die Straße gequert, ein kleiner Park zu sehen ist, in dem ein Boot steht. Das ist aus Stein und darauf ist die Geschichte der Einwanderung erzählt, einen kleinen Schwenk davon habe ich Dir schon im Video gezeigt.


Gleich neben dem Park ist das Café Masada, in dem es einen ganz hervorragenden Cappuccino gibt, ein Wasser und eine grandiose Aussicht dazu, sehr empfehlenswert! Überhaupt solltest Du darauf achten, genug zu trinken, wenn Du wie ich Verrückte bei 36°C durch die Stadt rennst.
Ach ja, in allen Restaurants ist der Preis für den Service nicht in den Preisen auf der Karte inkludiert, es wird erwartet, dass 10, eher aber 12% der Rechnungssumme noch einmal draufgeschlagen werden.


Schweren Herzens ist es jetzt an der Zeit, dass wir uns vom Meerpanorama und auch vom Wind am Wasser trennen und uns in Richtung Innenstadt wenden. Gleich neben dem Café Masada gehen Treppen hoch, die Dich zur Frischmann Street führen. Die nächste Straße geht es gleich wieder rechts ab in die Ha’Yarkon, eine große Straße, die uns, wenn wir ihr in Richtung Süden folgen, in die richtige Ecke und zur Allenby Street bringt. Wieder eine große Straße, keine Angst, das werden wir heute auch noch ändern, der wir aber erst einmal folgen, um eine große Kurve herum und noch eine Ecke weiter, bis wir den Eingang zum Karmel Markt sehen, der von der Allenby abgeht und nicht verpasst werden kann.
Jetzt heißt es, sich mutig ins Getümmel zu stürzen! Im Video hast Du kurze Ausschnitte gesehen, allerdings hätte ich, gerade zu Beginn des Marktes, der eigentlich eine lange Straße ist, die links und rechts alle möglichen und unmöglichen Geschäfte und Marktstände bietet, gar nicht filmen können, weil es so voll war.


Tipp: Nach dem ersten guten Drittel wird es deutlich ruhiger und die Marktstände verändern sich hin zu Lebensmitteln, Obst und Gemüse. Wenn Du Hunger oder Durst hast, wirst Du hier sicher fündig – aber Achtung, zu Mittag essen wir woanders, das dauert aber noch ein bisschen und deshalb ist ein Snack durchaus drin.


Unser nächstes Ziel ist nach überstandenem Marktbesuch die Parallelstraße zum Karmel, in der jeden Dienstag und Freitag ein Kunstgewerbemarkt stattfindet. Um Dahin zu kommen kannst Du a) zurück über den Karmel gehen, was ich mir geschenkt habe, oder aber b) Dich munter durch kleine Gässchen schlagen und genau das tun wir. Am Ende des Marktes gehen wir nach rechts durch die Kalisher Street und die entlang, bis wir zur Kreuzung mit der Mohliver Street kommen. Zeit, ein bisschen durchzuatmen und Dich umzuschauen, viele Stoffgeschäfte finden sich hier, in denen vor allem Orthodoxe (die es nicht nur in Jerusalem gibt) einkaufen.

In die Mohliver Street biegen wir nach links ab  und laufen damit direkt auf den Zugang zur Nachalat Street zu, unserem Zwischenziel.
Die Nachalat bin ich zunächst einfach hinauf gelaufen, habe mich umgeschaut und bestaunt, was es alles zu kaufen gab. Von richtig schlimmem Kitsch bis zu richtig schönen Handwerksarbeiten ist alles dabei und wenn Du ein lustiges, verrücktes oder richtig schönes Mitbringsel suchst, hier wirst Du sicher fündig.
Das habe ich aber erst in einer zweiten Runde getan, zunächst bin ich alles abgelaufen, habe mir am oberen Ende der Straße in einem Stand einen großen, frisch gepressten Orangensaft gegönnt und dann entspannt alles noch einmal abgeschlendert. Ein  Mitbringsel für meine Schwester hat sich auch noch in meine Tasche geschlichen und dann habe ich die Nachalat wieder in Richtung Süden verlassen.


So langsam wird es echt Zeit für’s Mittagessen und so habe ich mich über die Binyamin Street aufgemacht zur Ahad Ha’Am. Die erwies sich als richtig, richtig lang und die gesuchte Hausnummer, die 51, als richtig weit weg. Das macht aber nichts, denn entlang der Ahad Ha’Am findest Du ganz viel beeindruckend schöne Architektur aus den 1920er Jahren. Da wir die Straße nach dem Essen auch wieder hinunter laufen müssen, empfehle ich Dir, auf der einen Straßenseite hin und auf der anderen zurück zu laufen, so verpasst Du nichts und kannst in Ruhe fotografieren.


Die Nummer 51 schließlich beherbergt das kleine Restaurant Mezze, Du sitzt in einem schönen Vorgarten und bekommst, wenn Du magst, eben Mezze, Vorspeisenvariationen, die satt und sehr glücklich machen. Das alles in Bioqualität, Vieles mit der Option, es vegan zu bekommen und das Meiste gibt es auch glutenfrei – übrigens auch die Desserts, das wusste ich leider nicht und war so schon pappsatt. Sag nicht, ich hätte es Dir nicht gesagt...
Himmlisch ist der Verbenen-Limetten-Eistee, der eben genau das ist, gekühlter Tee und den Du Dir nach Belieben selbst süßen, oder aber es lassen kannst – absolute Empfehlung, sehr erfrischend und am besten trinkst Du gleich zwei der großen Gläser!
Mein Essen konntest Du bereits im Video sehen, ich hatte Mezzevariationen aus Hummus, Tahina mit speziellen Gewürzen, Oliven, Salat und einem köstlichen kleinen Reis-Spinat-Gericht. Dazu gab es glutenfreies Brot.
Im Mezze ist es herrlich entspannt und das solltest Du ebenso entspannt genießen, bevor wir wieder aufbrechen.

Die Ahad Ha’Am wieder hinunter geht es immer geradeaus, vorbei am Shalom Tower, einem markanten Hochhaus, in das ganz entzückende Viertel Neve Tsedek, dem historischen Zentrum der Stadt, in dem ruhige Straßen mit Blumen bewachsen sind, kleine Häuser stehen und es auf der Shalom Shabazi Street richtig tolle Boutiquen zu entdecken gibt. Ich bin zunächst ein bisschen ziellos durch das Viertel gezogen und habe mich einfach daran gefreut, dann ging es für mich die Shabazi entlang. Wenn Du in Shoppinglaune bist, findest Du hier richtig schönen Schmuck, Inneneinrichtungsläden und noch viel mehr.


Neve Tsedek habe ich in Richtung Westen, also in Richtung Meer, wieder verlassen und es ging auf die HaMered in Richtung Norden. Am Park HaKovshim, auf den Du nun zuläufst, geht es am unteren Ende vorbei und dann die HaKovshim Street am Busbahnhof vorbei in Richtung Norden weiter.
Diese Ecke von Tel Aviv geht in das jemenitische Viertel über, durch das ich weiter in Richtung Norden gestreift bin, das mir aber nicht gar so viel gesagt hat. Laut Reiseführer finden sich hier viele kleine Cafés und Geschäfte, diese Straßen habe ich wohl geschickt umgangen...
So oder so, über die HaRav Kook (der erste Oberrabiner von Israel, um hier mal ein bisschen Bildung reinzubringen ;-) ) geht es wieder in Richtung Zentrum, denn eine Straße musst Du Dir unbedingt noch ansehen, die Bialik Street, die Du über die HaAri und die Allenby erreichst. Die Bialik Street wartet noch einmal mit schönsten Häusern auf und ist außerdem recht ruhig, eine schöne Abwechslung nach den trubeligen letzten Stunden.


Dir brennen die Füße?
Fast ist es geschafft, über die Idelson geht es wieder zur Allenby und über die nach Westen in Richtung Strand.

Endlich!

Schuhe aus und den Weg zurück mit den Füßen im Wasser laufen.
Achte dabei aber unbedingt auf umherfliegende Frisbee-Scheiben und Bälle!


Nach einem entspannten, plätschernden Spaziergang solltest Du auf Höhe des Sheraton zurück zur Promenade gehen, Dir auf dem Weg an einer der Duschen die Füße an den dafür vorgesehenen Stationen waschen (der Sand scheuert Dir sonst die Füße auf – naja, mir zumindest), Schuhe an und dann geht es wieder zurück über die obere Promenade bis zur Kreuzung Gordon Street.
Zurück ins Hotel, duschen, umziehen, Ruhe genießen.

Zum Sonnenuntergang solltest Du ganz unbedingt zurück zum Strand gehen, der Moment ist unbeschreiblich schön – und unbeschreiblich schnell vorbei, maximal 5 Minuten dauert das Spektakel, hab also am besten die Wetterapp im Blick. Kein Problem übrigens in Tel Aviv, denn W-LAN findest Du gratis fast überall. 

An einer der zahlreichen Bars am Strand hast Du Dir den Sundowner heute so richtig verdient und entweder findest Du hier auch einen Salat oder etwas anderes zu Essen, oder aber Du kommst mit mir zurück zum Hotel.
Wieso das?
Weil unten im Hotel das Café Marco ist, das himmlische, frische glutenfreie Pasta serviert. Steht nicht auf der Karte, aber jetzt auf dem Blog ;-).

Und wenn Du wie ich das Hotel nebenan im gleichen Gebäude hast hast, dann stolperst Du einfach glücklich aus dem Aufzug ins Zimmer – und wenn Du wie ich so richtig Glück hast, dann ist Dein Zimmer ein Träumchen, das sich über 2 Etagen erstreckt und eine große Dachterasse hat. Mit ein paar schönen Aufnahmen von Tel Aviv bei Nacht geht es dann ins klimatisierte Schlafzimmer und ab ins Reich der Träume.


Das war er, mein Tag in Tel Aviv.
Leider habe ich weder den Hafen gesehen, noch Jaffa, das alte Zentrum und die weiße Stadt fehlt mir auch noch.
Da bleibt nur eines – bald wieder hinreisen, nach Tel Aviv!

Ich hoffe, Dir hat unser Ausflug gefallen!

Liebst,
Sabine

Montag, 10. August 2015

Wir kochen zusammen – Shakshuka

Heute ist der 10. und das heißt: Kochen mit Ina HIER.
Das Thema für diesen Monat lautet: Fernweh! Welches Rezept erinnert Dich an den Urlaub? und mir war sehr schnell klar, was es werden sollte. Ein Rezept, das gleich 2 Länder miteinander verbindet, das köstlich vom Frühstück bis zum Abendessen schmeckt und dazu noch kinderleicht und blitzschnell zubereitet ist.
Shakshuka eben! 

Shakshuwie?

Shakshuka, ein ursprünglich wohl aus Tunesien/Nordafrika stammendes kleines Gericht, das Gemüse köstlich mit Ei verbindet und in Israel DAS Gericht schlechthin ist. Zum Frühstück.
Ich persönlich mag’s lieber als leichtes Abendessen, aber das kannst Du halten, wie Du magst.


Die Grundidee von Shakshuka ist eine Kombination aus Zwiebel, Knoblauch, Tomate, Paprika und Ei und auf dieser Basis kann dann aufgebaut werden, wie jeder Koch lustig ist – oder aber Du bist mit den Grundzutaten schon zufrieden, da spricht nichts dagegen. 

Ich persönlich gehe gern durch mein Gemüsefach und schaue, was ich noch da habe, in die Shakshuka passen auch sehr gut Zucchini oder Aubergine, Spinat oder Mangold und auch Möhren hab ich schon hinein geworfen.


Für Ina habe ich mir eine etwas gehaltvollere Variante ausgedacht und noch ein bisschen Feta mit ins Gericht geschmuggelt und alles schön würzig-scharf abgeschmeckt.
Das Rezept ist eher eine Richtlinie für die Zubereitung als etwas, das Du zwingend 1:1 genau so nachkochen sollst – mach einfach DEIN Shakshuka!

Shakshuka mit Feta und Zucchini

Du brauchst für 2 zum Frühstück oder für 1 Hungrigen

1 mittelgroße Zwiebel (ich verwende am liebsten rote)
1-2 Knoblauchzehen
1 kleine rote Paprika
½ Zucchini
½ TL Tomatenmark, einfach konzentriert
¼ TL Harissa (tunesische Chilipaste)
2 mittelgroße Tomaten (etwa 200g)
Salz
Pfeffer
¼ TL Paprika, edelsüß
¼ TL Kreuzkümmel
Messerspitze Kurkuma
½ Bund Petersilie
60g Feta
2 Eier, Gr. M

Die Zwiebel wird geputzt und in feine Würfel geschnitten, Paprika und Zucchini werden ebenfalls geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten (etwa 1cm groß), die Tomaten werden grob gewürfelt und Petersilie und Knoblauch werden fein gehackt.
Soviel zu den Vorbereitungen.

In einer kleinen Pfanne werden nun die Zwiebeln in wenig Olivenöl glasig angebraten, dann kommt der Knoblauch dazu und darf etwa 1 Minute mitbraten, anschließend werden Tomatenmark und Harissa kurz mit angeröstet.
Paprika und Zucchini dürfen dann auch endlich in die Pfanne und nachdem sie etwa 2 Minuten angebraten wurden kommen die Tomaten dazu.

Alles wird gewürzt und sollte dann abgedeckt etwa 2-3 Minuten köcheln.
Nun wird der Feta über alles gebröselt und ein Teil der gehackten Petersilie kommt dazu, bevor die beiden Eier auf das Gemüse geschlagen werden.
Stell den Herd aus, deck die Pfanne mit einem Deckel ab und lass das Shakshuka noch 5 Minuten auf der heißen Platte stehen, bis das Ei gestockt ist.

Nun nur noch die restliche Petersilie über alles streuen – und fertig bist Du.
Das Gemüse hat noch einen leichten Biss, die Eier sind dagegen schön cremig, der Feta salzig und alles miteinander ist wunderbar würzig.
Ein harmonischer Traum in der Pfanne!

Statt Petersilie wird in Israel gern frischer Koriander verwendet und beim Knoblauch war ich super dezent, mach das einfach, wie Du magst.
Harissa ist höllisch scharf, wenn Du das nicht gut verträgst, solltest Du weniger verwenden oder es gleich lassen.

Den letzten Zubereitungsschritt kannst Du auch im Backofen mache, zum Beispiel, währen die Frühstücksbrötchen aufbacken – ich wollte es nur erwähnt haben ;-)...


Liebe Ina, danke für das tolle Kochthema im August, jetzt bin ich schon ganz gespannt, welche Urlaubserinnerungen sich sonst noch auf diversen Tellern tummeln.

Wie scharf magst Du’s?

Liebst,
Sabine

Freitag, 7. August 2015

Freitagsfunde {115}

Huch, ist schon wieder Freitag?! Mein Kalender jedenfalls behauptet es, die Tagesplanung stimmt zu und nach einer trubeligen Woche kann ich zwei ruhigere Tage gut gebrauchen.

Eines fehlt nun aber noch zum Wochenendglück und das sind die Freitagsfunde, in denen ich Dir jede Woche zeige, worüber ich gestolpert bin, was mich interessiert und inspiriert, zum Lachen oder auch zum Granteln gebracht hat.
Und wie immer freue ich mich, wenn in meiner kleinen Liste auch etwas für Dich dabei ist.


Ein schon älterer Post, über den ich aber erst jetzt gestolpert bin HIER - ach, ich find ja, Regenbogen-Eis-Seife ist ZU gut, um nicht geteilt zu werden.

Ich hab noch nie versucht, Kaffee kalt zu ‚kochen’ aber das sollte ich vielleicht mal ändern...? Die Variante HIER sieht auf jeden Fall sehr lecker aus und genau richtig für das warme Wochenende.

Hast Du schon mal versucht, Gläser mit Lebensmittelfarben zu färben? Ich auch nicht, HIER sehen wir, wie’s geht und ich mag das Ergebnis sehr.

Ich mag ja Blumenkränze unglaublich gern und die Anleitung für diesen HIER sieht so aus, als ob auch ich das hinbekommen könnte. Das macht doch Mut!

Einen neuen Laden in Duisburg hat Berit HIER vorgestellt und ich blättere schon eifrig im Kalender um mal einen Nachmittag dafür zu finden...

Und das war es auch schon wieder.

An diesem Wochenende freue mich auf Kultur unter freiem Himmel, auf gute Gesellschaft und gutes Essen, auf viel Sonne und Sommerwärme, Zeit mit dem Lieblingsmenschen und ein bisschen Entspannung.

Mach es Dir sommerfrisch!

Liebst,
Sabine

Donnerstag, 6. August 2015

Sommerfrisches Zitroneneis

Endlich ist es wieder richtig warm, hier in NRW hatte der Sommer sich nämlich eine kleine Pause gegönnt. Die ist nun vorbei und ich kann Dir mein Rezept für das erfrischendste Eis überhaupt zeigen: Zitroneneis.
Fruchtig, ohne sauer zu sein und cremig, ohne allzu fettig zu sein macht dieses Eis genau eines – sehr, sehr glücklich. Und dass es in nur einer guten halben Stunde zubereitet ist schadet auch nicht.


Um das Eis sehr fruchtig hinzubekommen habe ich 3 große Zitronen ausgepresst und neben dem Saft auch die Schale verwendet – und eine kleine Geheimwaffe, ätherisches Zitronenöl nämlich. Ich habe ein spezielles Öl aus Zitronen aus Menton verwendet, jedes sehr gute, 100%ige Bio-Öl kann aber verwendet werden.
Achte nur ganz unbedingt darauf, dass Du reines, natürliches Öl verwendest und kein naturidentisches, das ist künstlich und längst nicht so gut.


Mittlerweile habe ich auch meine liebste Grundlage für Eis gefunden: griechischer Joghurt. Der ist mit 10% Fett zwar nicht sehr fettarm, aber immer noch viel schlanker als Sahne. Hat das Eis einen geringeren Fettanteil ist es auch lecker, aber die Eiskristalle sind etwas größer und das Eis ist weniger cremig.
Du siehst, ich habe mich in zahlreichen Versuchsreihen geopfert ;-).

So, jetzt wird’s aber zitronig...

 Zitroneneis (glutenfrei)

Du brauchst für 2-4 Portionen, je nach Eishunger

3-4 (Bio)Zitronen
250g griechischer Joghurt, 10% Fett
80-100g Reissüße, kristallin
5 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Die Zitronen werden gewaschen und die Schale von 3 Früchten wird fein gerieben und zur Seite gestellt.
Nun werden die Zitronen ausgepresst, bei mir haben 3 Zitronen für 125ml Zitronensaft gereicht, wenn’s bei Dir nicht klappt, nimm einfach eine weitere Zitrone.

Der Joghurt wird mit dem Zitronensaft vermischt und dann gesüßt. Da meine Zitronen schon sehr sauer waren, habe ich deutlich mehr Zucker benötigt, als gedacht (das könnte auch daran liegen, dass Reissüße keine so große Süßkraft hat wie Zucker), ganze 100g nämlich.
Die Schale von etwa 2 Zitronen kommt zur Grundmasse und dann wird das Ganze mit dem ätherischen Öl abgeschmeckt. Ich war nach genau 5 Tropfen sehr zufrieden mit dem Ergebnis, nimm einfach, was und wie viel Dir schmeckt.

Nun kommt die Masse in die Eismaschine und braucht dort etwa 30 Minuten, bis Du cremiges Eis hast.
Ohne Eismaschine kommt die Grundmasse in einer flachen Form ins Gefrierfach und wird etwa alle 40 Minuten mit einer Gabel durchgerührt, bis Du nach ein paar Stündchen das Eis hast.
Alles eine Frage der Geduld eben ;-).


Ich habe noch ein paar der entsafteten Zitronenhälften von den Häutchen gesäubert und das Eis darin serviert, einfach ein bisschen der zurückbehaltenen Zitronenschale darüber streuen – und fertig ist sie, die himmlisch sommerliche Erfrischung.


Abwandeln lässt sich das Eis auch ganz wunderbar, mit klein gehackten Basilikum- oder Minzblättchen zum Beispiel für einen kleinen Extrakick an Frische oder auch, indem Du Limetten statt Zitronen verwendest.
Dir fällt sicher etwas ein!

Schleckst Du schon oder schmilzt Du noch?

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 5. August 2015

Ich back’s mir...Thymian-Kirsch-Quiches mit Gorgonzola

Als Clara zur aktuellen Ich back’s mir-Runde HIER das Thema „mit Dir ist gut Kirschen essen…“ verraten hat, war ich richtig begeistert, denn ich liebe Kirschen und versuche, die kurze Zeit, in der es die frischen Früchtchen gibt, so gut wie möglich zu nutzen.

Zuerst wollte ich etwas Süßes backen, was läge auch näher bei dem Thema?

Dann aber saß ich im Flugzeug nach Tel Aviv und auf einmal war die Idee da – Kirschen und Thymian und Gorgonzola, das sollte doch als Kombination funktionieren?
Ich nehm’s vorweg – das funktioniert, super sogar!


Ich habe den drei Zutaten einen kleinen Quicheboden als Schauplatz für ihr Rendez-vous spendiert und hätte mir kaum etwas Besseres ausdenken können.
Die Süße der Kirschen wird schön ausbalanciert durch den Gorgonzola und dieser nimmt nicht Überhand, weil der Thymian ihn sanft auf den Boden zurückholt.
Schön!
Und lecker!

Wie üblich ist meine Variante glutenfrei und kann sehr einfach auch ohne Lactose zubereitet werden, wenn Du einfach alles essen kannst, funktioniert das Rezept auch mit einem ganz normalen Quicheboden (eine vegane Version habe ich Dir in den Anfangszeiten des Blogs HIER gezeigt - ignorier die gruseligen Fotos...).


So, jetzt wird aber gebacken!

Thymian-Kirsch-Quiche mit Gorgonzola (glutenfrei)

Du brauchst für 4 Tarteletteförmchen oder eine Springform mit 23cm Durchmesser

Teig:
70g Hafermehl (frisch gemahlen aus Haferflocken)
80g Buchweizenmehl
30g (Kartoffel)Stärke
40g gemahlene Haselnüsse
100g kalte Butter, in Stücken
1 knapper TL Salz
½ TL Tymian, getrocknet (oder 1 knapper TL frischer Thymian, fein gehackt)
Pfeffer
3 EL Eiswasser

Füllung:
150g Joghurt (ich hatte griechischen mit 10% Fett)
50g Gorgonzola
2 EL Sahne
3 Eier, Gr. M
1 TL Thymian
Salz
Pfeffer

300g Kirschen, entsteint (entspricht etwa 325g Kirschen mit Stein)

Aus den Zutaten für den Boden wird rasch mit kühlen Fingern ein glatter Teig geknetet. Er darf sich nun entweder in Folie eingeschlagen für 2 Stunden im Kühlschrank ausruhen, oder aber Du machst es wie ich, legst mit dem Teig sofort die Förmchen aus und stellst die für 30 Minuten ins Gefrierfach. Das funktioniert genau so gut, wenn nicht besser (weil Du nicht versuchen musst, den kalten Teig in die Form zu bringen) und spart Dir eine Menge Zeit.

So oder so, während der Teig kühlt, bereitest Du die Füllung zu.

Dazu werden die Kirschen zunächst entsteint und zur Seite gestellt.
Die Zutaten für den Guss werden einfach miteinander gemixt, ich habe das mit dem Pürierstab gemacht.
Schau erst gegen Ende, ob Du wirklich noch Salz benötigst, der Käse bringt schon viel Geschmack mit.

Auf den gekühlten Teig werden die Kirschen gleichmäßig verteilt und mit dem Guss zusammengebracht.
Im auf 190°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine kleinen Quiches nun etwa 30 Minuten, bis sie goldig sind und der Guss komplett gestockt ist.
Backst Du die Quiche in einer größeren Springform verlängert sich die Backzeit etwas, schau einfach nach, wann die Quiche fertig ist.

Nun nur noch abkühlen lassen – und fertig sind sie, die köstlichen, kleinen Kirsch-Gorgonzola-Quiches mit Thymian.

Die herzhaften Küchlein schmecken warm und auch kalt, sie sind eine schöne Vorspeise oder zusammen mit einem Salat auch ein leichtes Hauptgericht.

Ja, doch...mit mir ist definitiv gut Kirschen essen :-)!

Liebst,
Sabine

Dienstag, 4. August 2015

Goodbye & Hello – Juli & August

Rum ist er, der Juli, und ich muss sagen, er wird mir nicht so arg fehlen. Sehr voll war er und echt stressig, eine dicke Sommergrippe hat mich völlig umgehauen und auch meine Dienstreise nach Israel noch sehr anstrengend gemacht und meine verrückten to-do-Listen haben zwischenzeitlich Wolkenkratzerniveau erreicht.
Kann man mal machen, aber so langsam, bitteschön, darf es ein bisschen ruhiger werden. Ein wenig nur, so dass ich Zeit zum Atmen und Reflektieren habe und außerdem eine faire Chance, meine Listen abzuarbeiten. Das sollte sich doch machen lassen, oder :-)?

Und da mit dem neuen Monat bekanntlich alles...ähm...viel besser wird, beschließe ich einfach, dass das klappt!
Bevor ich mich also aufmache in einen bestimmt entspannteren Monat mag ich mit Dir noch kurz zurückschauen auf den Juli und auf das, was ich hier mit Dir geteilt habe.

Lecker war der Monat, es gab himmlisch fruchtige Zitronenmarmelade, die sich auch toll als Mitbringsel aus dem Urlaub eignen würde HIER


...und zusammen mit Ina habe ich köstliches Eis gemacht HIER
Eisrezepte wird es hier auf dem Blog in Zukunft öfter geben und man munkelt, es könnte schon sehr bald wieder soweit sein ;-)...


Dann habe ich Dir noch ein ganz einfaches, cremiges Pastagericht gezeigt, das sehr, sehr glücklich macht und die Hüften in Frieden lässt HIER und genau das Richtige für kühle Regensommertage ist.
Eine Premiere gab es hier auf dem Blog, nach einem Jahr Anlauf habe ich endlich ein Video gemacht und nehme Dich mit nach Tel Aviv und in die Altstadt von Jerusalem HIER.


Am 12. habe ich Dich HIER, so langsam wird es eine schöne Tradition, mit durch meinen Tag genommen und Dir in 12 Bildern gezeigt, was ich gemacht und erlebt habe


...und freitags sind wir, ganz sicher eine schöne Tradition, gemeinsam durch WWW gestromert und zwar


HIER und auch noch


Das war er, der Juli hier auf dem Blog, umständehalber ein bisschen stiller als gewohnt, aber wenn ich mir meinen Blogplaner für August so ansehe, wird sich das nun ändern.

Auf den August freue ich mich richtig, zum Einen, weil er mein Geburtstagsmonat ist und Geburtstag zu haben ist immer toll, aber auch, weil ich den Spätsommer so liebe, wenn die Brombeeren reif werden und sich das Licht abends schon wieder ganz langsam in etwas Herbstliches verwandelt.

Im August werde ich im Leben 1.0 ein größeres Projekt (hoffentlich) zu Ende bringen und dann ganz neue Pläne schmieden, ich werde mir noch ein paar Punkte meiner Summer Bucket List HIER vornehmen (überraschend Vieles habe ich schon gemacht) und vielleicht, wer weiß, noch ein paar ruhigere Tage genießen.

Hier auf dem Blog wird sich hoffentlich ganz viel tun, ich mag Dir unbedingt von Tel Aviv und Jerusalem erzählen, ein paar Tipps zum glutenfreien Verreisen geben (das kann nämlich viel entspannter sein, als Du vielleicht denkst), zwei Berichte, die ich mir für den Juli vorgenommen hatte, stehen auch noch aus, nämlich einer über Schwetzingen, wohin der Lieblingsmensch und ich unbedingt noch einmal fahren wollen, und einer über gleich zwei Fotoworkshops, ich habe jetzt schon viele Leckereien gemacht, die ich mit Dir teilen mag und, und, und... Hach, das wird spannend!

Was magst Du am August?

Liebst,
Sabine