Dienstag, 26. Januar 2021

Schnelle Linsenpfannkuchen

Heute habe ich ein wunderbares Rezept für Dich, sehr wandelbar, sehr lecker und blitzschnell zubereitet. 

easy gluten free lentil pancakes
Es gibt Linsenpfannkuchen mit einer wunderbar abwechslungsreichen Füllung. Da trifft erdige Bete auf süße Karotte, salzige, getrocknete Tomate auf süße Blaubeere und alles schmiegt sich in ein wunderbar würziges Linsenbett.

Himmlisch!

easy and delicious gluten free lentil pancakes
Ob als schnelles Mittag-, oder leichtes Abendessen, Linsenpfannkuchen sind immer eine gute Idee und zum Glück sehr schnell zubereitet.


Wollen wir? 

quick and easy gluten free lentil pancakes

Linsenpfannkuchen (natürlich glutenfrei)


Du brauchst für 2 Pfannkuchen / für 2 zum Sattessen


100g Linsenmehl* (bei mir zur Hälfte rote Linsen und Mung-Linsen)

40g Joghurt

225ml Wasser

Salz

Pfeffer

Nach Geschmack: getrockneter Thymian oder Herbes de Provence


* Alternative kommt gleich


Füllung bei mir:

Babyspinat

gelbe Rübe

Möhre

getrocknete Tomaten

Manouri-Käse (Feta geht auch super)

Blaubeeren

Petersilie

Basilikum

Zitronensaft


Linsenmehl verwende ich sehr gerne und mahle es frisch in meiner (glutenfreien) Getreidemühle. Du findest Linsenmehl aber auch recht problemlos im Bioladen.


Hast Du weder eine Mühle, noch Linsenmehl, machst Du’s wie folgt: 

Die Linsen werden knapp mit Wasser bedeckt und weichen für etwa 5 Stunden ein, anschließend sollten sie gut abtropfen und werden dann zu einer feinen Paste püriert. In dem Fall brauchst Du eventuell etwas weniger Wasser (ich würde mit etwa 200ml rechnen).


Nun geht es weiter. 

Linsenmehl oder -paste werden mit dem Joghurt, Wasser und den Gewürzen zu einem dickflüssigen Teig vermischt.

Für mindestens 15 Minuten quellen lassen.


Anschließend in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit wenig Fett zwei große Pfannkuchen ausbacken. Nicht zu braun werden lassen, die Pfannkuchen werden so zwar schön knusprig, brechen aber auch leicht und lassen sich dann nur schwer füllen.


Für die Füllung habe ich verwendet, was sich im Kühlschrank getummelt hat, pro Pfannkuchen eine große Hand voll Babyspinat, auf die ich eine kleine gelbe Rübe und eine Karotte in dünne Scheibchen gehobelt habe, darüber ein bisschen Manouri-Käse gebröselt, ein paar traurige Blaubeeren haben auch noch im Gemüsefach gelauert, um die Süße wieder auszugleichen habe ich eine getrocknete Tomate in Öl in feinen Streifen dazu gegeben und am Ende eine großzügige Portion frischer Petersilie gehackt. Mein Basilikum vom letzten Sommer lebt auch noch und so kamen ein paar kleine Basilikumblättchen für eine pfeffrige Note dazu, ein bisschen Zitronensaft habe ich noch darüber geträufelt und das war es auch schon.


Die Linsenpfannkuchen sind ein wunderbar schnelles Essen, herrlich wandelbar und sie machen gut satt.

healthy and delicious: gluten free lentil pancakes
Statt der mediterranen Gewürzwelt könntest Du die guten Stücke auch arabisch oder indisch würzen und auch mit einem guten Schwung Kräutersalz und frischem Dill wird das Ganze sehr lecker und wunderbar frisch.

In nicht mal 30 Minuten zubereitet sind die glutenfreien Pfannkuchen auch ein gutes, schnelles Mittagessen und falls Du nicht an Linsenmehl kommst, dann sind die Linsen morgens schnell eingeweicht und abends fast genauso schnell zubereitet. Und wenn sich im Kühlschrank nur noch ein paar kleine Gemüsereste finden, dann kannst Du damit die Linsenpfannkuchen prima füllen.

Looking for the perfect healthy lunch? Try these gluten free lentil pancakes
Die Pfannkuchen machen, Linsen sei Dank, gut satt und reichen uns hier mit der beschriebenen Füllung völlig aus. Für den etwas größeren Hunger oder mehr Menschen lässt sich das Rezept problemlos verdoppeln oder eine etwas kräftigere Füllung aus gebratenem Gemüse, Halloumi, Hackfleisch oder oder oder zubereiten. 


Du siehst schon, ein tolles Grundrezept, das sich in jede nur erdenkliche Richtung abwandeln lässt.


Mach es Dir schön,

Sabine

Dienstag, 12. Januar 2021

12von12 im Januar – Stürmischer Schnee und schöne Buchstaben

Heute ist der 12. und was wäre ein besserer Anlass als endlich wieder einmal zu bloggen als 12 kleine Einblicke aus dem Alltag? Die sammelt Caro von Draußen nur Kännchen und ich mag diese kleinen Alltagsschnipsel nach wie vor sehr gerne.


Der Tag fing mit einem Tee im Bett an, da ich das Fotografieren gleich zu Beginn gekonnt vergessen habe, folgt das erste Bild nach der ersten Runde Übungen mit dem Bein, nach Waschmaschine anstellen und etwas Aufräumen

bevor ich dann 2 Mal Frühstück zubereitet habe, einmal Porridge und ein Müsli für den Lieblingsmenschen. Der sitzt seit Monaten und Monaten im HomeOffice, da soll wenigstens das Catering stimmen.

Aus eben diesen HomeOffice-Gründen sind Kopfhörer meine neuen besten Freunde, dazu gern ein TrueCrime Podcast, die habe ich im letzten Jahr für mich entdeckt

und erste Kalligraphieübungen, bzw. Skizzen.

Irgendwann am Vormittag denkt sich der Wettergott „Hey, stürmischer Wind und dabei wilder Schneefall, DAS wär’s doch!“ – und schon geht es los. Hat übrigens noch immer nicht so richtig nachgelassen. Pappiger, nasser Schnee – BÄH!

Zur Mittagspause des Lieblingsmenschen bekomme ich einen Kaffee, denn Barista kann er auch. Natürlich denke ich erst am Ende der Tasse an ein Bild – ich übe…

Nach einem schnellen Mittagsbrot und ein paar weiteren Übungen mit dem Bein habe ich dann eine Kalligraphieskizze vom Vormittag umgesetzt (und bin vielleicht etwas eskaliert bei den Verzierungen) und fotografiert.

Und wo ich die Kamera schon mal in der Hand und noch ein bisschen Tageslicht hatte, habe ich mich mit dem Makroobjektiv an eine wunderschöne Tulpe gemacht. Das einzige Bild hier übrigens, das nicht mit dem Smartphone aufgenommen wurde…

Ich versuche seit ein paar Monaten wieder, mehr zu lesen, das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Zur Zeit sitze ich an diesem autobiographischen Roman und komme so langsam rein. Dazu ein Tee und ein geschenktes Lesezeichen.

Apropos Geschenk, ich mache endlich ein Päckchen versandfertig, das hier schon seit ein paar Tagen auf letzte Handgriffe wartet. Morgen geht das dann zur Post.

Da ich den üblichen Abendspaziergang im Winde verweht vermute, drehe ich noch eine Übungsrunde mit dem Bein und auch mit den Händen, dabei ist dieses Stück entstanden. 

Recht spontan koche ich ungeplant Abendessen, beim Lieblingsinder wird geordert, wenn der Weg dahin schneefrei ist. Zu Spaghetti mit Tomaten und Walnusspesto reicht es noch und jetzt tippe ich bei einem Tee diesen Blogpost.

Ich freue mich, dass ich heute endlich, endlich mal wieder an die 12von12 gedacht und es vor allem geschafft habe, auch wirklich 12 Bilder zu machen.

Jetzt werde ich gleich noch gemütlich in den einen oder anderen Alltag luschern und freue mich dann auf eine Runde in der Badewanne.


Mach es Dir schön!

Liebst,

Sabine


Dienstag, 21. Juli 2020

Südtiroler Käseknödel

In der letzten Woche hat unsere kulinarische Sommerreise eine kurze Pause eingelegt, heute geht es weiter und zwar nach Südtirol.
Hach! Ich hab Sehnsucht nach Bozen und Meran, nach warmer Luft und diesem ganz speziellen Gefühl, das mir tatsächlich nur Südtirol gibt. Diese gelungene Mischung aus Alpenheimeligkeit und Italien. Wenn Du noch nicht dort warst, nimm Südtirol unbedingt auf Deine Reiseliste!

Viel schneller als gedacht kommst Du aber kulinarisch nach Alto Adige, sozusagen per Knödelexpress.
Wunderbar lockere glutenfreie Südtiroler Käseknödel, würzig, köstlich und in einer halben Stunde auf dem Tisch
Knödel sind der Inbegriff der Südtiroler Küche und ich habe eine ganze Weile an einer guten glutenfreien Variante gefeilt. Ich wollte die nämlich genau so locker und fluffig hinbekommen, wie ihre glutenhaltigen Cousins und das war dann schon eine kleine Herausforderung.
Am Ende hat wieder einmal das einfachste Rezept überzeugt und so kommen wir heute mit wenigen Zutaten aus.
Herrlich luftige glutenfreie Südtiroler Käseknödel, einfach gemacht und so lecker!
Wollen wir?

Südtiroler Käseknödel (glutenfrei)

Du brauchst für 12 kleine Knödel (oder 6 große)

150g Knödelbrot in Würfeln*
80g würziger Bergkäse in kleinen Würfeln
1 Schalotte oder kleine Zwiebel (etwa 40g)
Olivenöl
1 Ei, Gr. L
125ml Milch
Salz
Pfeffer
Nach Geschmack 1 EL gehackte Kräuter (Petersilie oder Schnittlauch)

*Wenn Du im Handel kein glutenfreies Knödelbrot findest, kannst Du Dir ganz einfach behelfen. Schneide 200g glutenfreies, weiches Brot (Weiß- oder Körnerbrot geht beides) in kleine Würfel und lege diese auf einem mit Backblech mit Backpapier aus. Im auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen für etwa 15 Minuten rösten, bis die Würfel schön trocken und resch sind. Abkühlen lassen und dann wie beschrieben verfahren.

Die Schalotte wird in feine Würfel geschnitten und in wenig Olivenöl glasig angeraten. Mit der Milch aufgießen und diese erwärmen.
Etwa die Hälfte des in kleine Würfel geschnittenen Bergkäses in die warme Milch-Schalotten-Mischung geben und unter Rühren schmelzen lassen.
Ist der Käse geschmolzen, alles zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Salz, Pfeffer, den restlichen Käse in kleinen Würfeln und wenn Du magst gehackte Kräuter dazu geben.
Die abgekühlte Milchmischung darüber gießen und ein Ei dazu schlagen.
Mit den Händen alles gut durchmischen und sobald das Brot anfängt, weich zu werden, kneten.

Du wirst eventuell im ersten Moment den Eindruck haben, dass die zugegebene Flüssigkeitsmenge nicht reicht, knete einfach weiter, das wird schon. Am Ende solltest Du einen eher lockeren, stückigen Knödelteig vor Dir haben, der auf Druck zusammenhält.
Das Ganze abgedeckt für etwa 15 Minuten durchziehen lassen.

In der Zeit setzt Du einen großen Topf mit Wasser auf, das einmal aufkochen sollte.
Ich würze das Wasser mit sehr wenig Gemüsebrühe, Du kannst auch einfach nur Salz verwenden. Richtig würzig sollte das Ganze nicht werden, es geht einfach darum, dass den Knödeln beim Kochen kein Geschmack entzogen wird.
Sobald das Wasser kocht, die Hitze stark herunterdrehen und das Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten.

Mit feuchten Händen werden nun die Knödel geformt. Dafür etwa gleich große Mengen Teig zwischen den gewölbten Handflächen zu Knödeln drehen. Ich habe mich für kleine Knödel entschieden, die etwa golfballgroß wurden.
Du kannst auch mit der doppelten Teigmenge pro Knödel arbeiten und entsprechend normal große Knödel formen.

So oder so, nun wird es spannend.
Bevor Du den ganzen Teig verarbeitest, dreh erst einmal einen Probeknödel. Der wandert dann auch gleich ins heiße Wasser und nun siehst Du, ob alles glatt gelaufen ist.
Hält Dein Knödel zusammen, steigt bald auf ist nach etwa 5 Minuten gar?
Alles richtig gemacht, Du kannst nun in Knödelproduktion gehen.

Will Dein Knödel schon beim Drehen nicht zusammenhalten? Dann fehlt dem Teig tatsächlich noch Flüssigkeit, gib schluckweise Wasser zu und hör auf, sobald Du eine Konsistenz hast, die funktioniert.

Fällt Dein Knödel beim Kochen auseinander?
Achte darauf, dass das Wasser nicht mehr kocht (ganz wichtig!), ist das nicht das Problem, knete 1 EL glutenfreie, helle Mehlmischung in den Teig und probier es noch einmal. Nimm mehr Mehl, falls nötig, das kann ich mir aber kaum vorstellen.

Sobald Du mit dem Teig zufrieden bist, wird die gesamte Menge zu Knödeln gedreht, die es sich dann im knapp siedenden Wasser gemütlich machen dürfen.
Meine Miniknödel waren nach gut 5 Minuten Ziehzeit gar und herrlich fluffig, drehst Du größere Knödel verlängert sich die Kochzeit auf etwa 10-11 Minuten.

Aus dem Wasser nehmen und genießen.
Glutenfreie Südtiroler Käseknödel, auf dem Teller nach Alto Adige
Auf den Bildern habe ich meine glutenfreien Südtiroler Käseknödel mit brauner Butter und etwas Parmesan serviert, sie passen großartig zu einem knackigen Salat, machen sich auch toll als Suppeneinlage (gerade in klarer Brühe!) und wenn Du es gehaltvoller magst, passt eine Champignonsauce super.
Dazu ein Glas Südtiroler Rosé und ich bin ein paar Bissen lang auf der anderen Seite der Alpen – herrlich!
Südtiroler Käseknödel, glutenfrei und köstlich
Die Knödel sind so fluffig-weich, wie ich mir das vorgestellt hatte, mit ein paar kleinen Inseln von geschmolzenem Käse, dabei schön würzig und saftig. Auf dieses Rezept bin ich ein wenig stolz und seit ich es entwickelt habe, wird hier sehr viel öfter geknödelt. Trau Dich also ganz unbedingt an diese kleinen Käseträumchen.
Glutenfreie Südtiroler Käseknödel, luftig und würzig
Wo wir nächste Woche Station machen? Verrate ich noch nicht, nur so viel – es wird lecker!

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine

Mittwoch, 8. Juli 2020

Pastel de Nata

Unsere kulinarische Sommerreise geht weiter, heute machen wir einen Zwischenstopp in Portugal.

Pastel de Nata, die köstlichen kleinen Küchlein aus Belém, standen schon lange auf meiner das-muss-ich-unbedingt-glutenfrei-hinbekommen-Liste. Sehr lange. Als ich dann meine kulinarsiche Sommerreise vorbereitet habe, fielen mir diese kleinen Teilchen wieder ein und ich habe mich ans Werk gemacht.
auf dem Teller nach Portugal mit köstlichen, glutenfreien Pastel de Nata
Die Füllung? Kein Problem.
Der Teig? Ach ja…

Pastel de Nata (die manchmal auch Pastei de Nata genannt werden) sind im Grunde genommen mit Pudding gefüllte Blätterteigküchlein, klein und fein, mit zwei, drei Happsen weg. Außen knuspriger Teig, innen cremige Füllung, die dezent gewürzt ist.
glutenfreie Pastel de Nata, schnell zubereitet und ein köstliches kulinarisches Andenken an Portugal
An eben diesem knusprigen Teig bin ich schier verzweifelt – und dann habe ich aufgegeben. Das gleich in doppeltem Sinn, zum Einen habe ich eine ganze Zeit lang nicht mehr versucht, die Pastel de Nata zu backen. Zum Anderen habe ich bei meiner jetzigen Variante etwas gemacht, das ich höchst selten tue. Ich habe auf einen fertigen Teig zurückgegriffen. Genauer gesagt auf fertigen, glutenfreien Blätterteig.
glutenfreie Pastel de Nata, schnell fertig und einfach nur köstlich
Das hättest Du nach dem x-ten Fehlschlag wohl auch gemacht und so sind sie ruckzuck fertig zubereitet, meine

Pastel de Nata (glutenfrei)

Du brauchst für 8 Stück

1 Portion glutenfreien Blätterteig*

250 ml Vollmilch (lactosefreie Milch oder Pflanzenmilch gehen auch)
15 g Speisestärke, glutenfrei
90 g Zucker
1 Eigelb, Größe L (wenn Deine Eier die Größe M haben, 2 Eigelb verwenden)
ein Stück Zitronenschale, bio (einfach mit dem Sparschäler abhobeln)
1 kleines Stück Zimtstange (bei mir etwa 4-5 cm lang)

Zimt nach Geschmack

*Alternativ zum Blätterteig kannst Du die Pastel de Nata auch mit einem glutenfreien Mürbeteig zubereiten. Ein gutes Grundrezept wäre zum Beispiel dieses HIER, unter Umständen ergibt das dann nur 6 Teigkörbchen.

Für die Creme werden Milch, Stärke, Zucker und Eigelb sorgfältig verquirlt. Zitronenschale und Zimtstange kommen dazu und dann wird die Mischung auf dem Herd bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren (Wichtig! Sonst hast Du schnell Rührei) erwärmt. Nach etwa 5 Minuten fängt die Masse an, anzudicken. Noch ein wenig weiter rühren, bis die Konsistenz von dickem Pudding erreicht ist.
Zur Seite stellen.

Der Blätterteig wird in Kreise von etwa 10cm Durchmesser ausgestochen oder ausgeschnitten und dann in die Mulden einer Muffinform gedrückt. Achte darauf, dass der obere Rand ein wenig dicker ist, als der Rest.
Verarbeite auf diese Weise den gesamten Teig.

Aus der abgekühlten Puddingmasse werden die Zitronenschale und der Zimt entnommen. Dann wird der Pudding gleichmäßig auf die Teigkörbchen verteilt.

Im auf 215°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen brauchen Deine Pastel de Nata nun etwa 17-20 Minuten, bis die goldig und gar sind.
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die abgekühlten Pastel de Nata mit etwas Zimt bestäuben oder pur essen.

Und das war es auch schon.
glutenfreie Pastel de Nata, ein kulinarischer Abstecher nach Portugal
Das ganze Rezept ist in unter einer halben Stunde fertig, perfekt also für spontanen Besuch, für eine süße Kleinigkeit zwischendurch oder auch für das schnelle Dessert.

Im Kühlschrank halten sich die Pastel de Nata ein paar Tage – wenn sie denn so alt werden -, frisch schmecken sie aber am besten.
einfache Pastel de Nata, glutenfrei und köstlich
In Portugal bekommt man die Pastel oft mit sehr dunklen Stellen auf der Oberfläche, weil die Füllung noch einmal abgeflämmt wird. Ich habe das versucht und finde nicht unbedingt, dass es den Geschmack deutlich verbessert, daher habe ich diesen Arbeitsschritt fröhlich unterschlagen. Wenn Du also die ganz authentische Optik haben magst, dann hat Dein Flambierbrenner noch seinen großen Auftritt.

Wie angegeben kannst Du den fertigen Blätterteig durch selbst gemachten Mürbeteig ersetzen, mir persönlich gefällt die Blätterteigvariante geschmacklich ein wenig besser.
glutenfreie Pastel de Belem, schnell zubereitet und köstlich
Nächste Woche geht die kulinarische Sommerreise wieder in Richtung Norden, es wird kugelrund...und mehr verrate ich noch nicht!

Bis dahin, mach es Dir schön und probier unbedingt die Pastel de Nata aus, sie sind himmlisch und dank des kleinen Blätterteigtricks auch unglaublich schnell zubereitet.

Liebst,
Sabine

Dienstag, 30. Juni 2020

Salade Mechouia – Gegrillter Paprika-Tomaten-Salat

Wie schon in der letzten Woche versprochen geht es nach Norwegen HIER in unserer kulinarischen Sommerreise in den Süden. Genauer gesagt nach Tunesien, wobei Du den gegrillten Salat, den ich heute für Dich im Gepäck habe, auch in Marokko finden wirst oder in Israel.
Ich kenne ihn aus Tunesien und so ist dieses Land unser nächstes Reiseziel auf dem Teller.
veganer, glutenfreier Salade Mechouia aus Tunesien, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Salade Mechouia, das ist im Grunde ein sehr einfaches Gericht. Ein paar Zutaten werden gegrillt, das geht im Backofen oder auf dem Feuer, und anschließend zerhackt. Wenn es nach den Tunesiern geht, sehr fein gehackt. Sehr, sehr fein. Das Ganze erinnert dann eher an eine Paste, als an einen Salat. Was super schmeckt sah auf Bildern eher kurios aus, weshalb ich meinen Salade Mechouia etwas gröber gelassen habe. Du ahnst es schon, das Ganze kannst Du halten, wie Du magst.

Der Name heißt aus dem Arabischen übersetzt übrigens einfach ‚gegrillter Salat‘ – und genau das beschreibt dieses kleine Rezept hervorragend.
veganer Salade Mechouia aus Tunesien,  gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Ob wie ich pur oder aber klassisch mit ein paar gekochten, geviertelten Eiern gegessen, Salade Mechouia schmeckt besonders gut, wenn er ein paar Stunden durchziehend konnte. Also morgens zubereiten und abends essen. Der Salat passt super auf jedes Mezze-Buffet, ist eine schöne Grillbeilage, er macht sich toll auf einer Scheibe Brot und kann sogar zu Reis gegessen werden. Himmlisch vielseitig also, so mag ich das!
veganer Salade Mechouia aus Tunesien, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat
Salade Mechouia

Du brauchst für 2 Personen

2 große Paprikaschoten, bei mir 1x rot und 1x gelb
3 große Fleischtomaten
1 große Zwiebel
3-4 Zehen Knoblauch
Olivenöl
Zitronensaft
1 TL Kapern
Salz
Pfeffer
¼ TL Scharfes Paprikapulver
¼ TL Kreuzkümmel, gemahlen

Die Paprika, Tomaten und Zwiebel werden geputzt und geviertelt. Anschließend mit dem Knoblauch in einer Schüssel mit 1-2 EL Olivenöl und etwas Salz vermischen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, dabei darauf achten, dass bei Paprika und Tomaten je die Hautseite oben liegt.
Im auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen.

Dann wird die Ober-/Unterhitze aus- und der Grill eingeschaltet und zwar auf der höchst möglichen Temperaturstufe. Bei mir sind das 290°C.
Das Gemüse auf dem Blech wird einmal kurz durchgerüttelt, sollten sich bei Knoblauch und Zwiebeln schon braune Stelle gebildet haben, diese Stücke entweder umdrehen oder schon vom Blech nehmen.

Das restliche Gemüse kommt zurück in den Ofen und unter den Grill, bis die Haut der Paprika anfängt, dunkle Blasen zu schlagen. Das dauert bei mir auf der obersten Schiene nur etwa 5-6 Minuten.

Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Paprikastücke in eine Schüssel legen. Mit einem Teller oder Stück Frischhaltefolie für etwa 10 Minuten abdecken.
Anschließend können die Paprikastücke ganz leicht geschält werden, bzw. die Haut lässt sich einfach abziehen oder -schieben. Auch die Haut der Tomaten wird nun entfernt und der Knoblauch aus den Häuten gedrückt.

Das ganze Gemüse auf einem Brett in gleichmäßig kleine Stücke hacken. Wie Du siehst, habe ich mich für eher große Stücke entschieden, Du kannst das machen, wie Du magst.

Nun alles in die Schüssel, in der die Paprikastücke ausgedampft haben, zurückgeben. Dort hat sich nämlich etwas Gemüsesaft gebildet und der schmeckt zu gut, um ihn einfach zu ignorieren.
Mit ein bisschen Olivenöl, Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. In Tunesien weit verbreitet ist die Zugabe von gehackten Kapern, wenn Du die magst, rate ich Dir unbedingt dazu. Und wenn Du kein Kapernfreund bist, dann wird der Salat auch so richtig lecker.

Nun muss das Ganze nur noch ein paar Stunden durchziehen und schon ist er fertig, unser tunesischer Salade Mechouia.
Tunesischer Salade Mechouia, gegrillter Paprika-Tomaten-Salat, glutenfrei und vegan
Statt im Backofen kannst Du das Gemüse natürlich auch auf dem Grill rösten. Die Mengenangaben sind, was ich eben heute verwendet habe und eher als Richtlinien anzusehen. Du magst es fruchtiger? Nimm mehr Tomate. Du magst es scharf? Röste einfach 1-2 Chilischoten mit oder würze alles am Ende mit ein wenig Harissa, der tunesischen Chilipaste. Auch mit der Wahl der Paprika kannst Du den Geschmack beeinflussen, probier zum Beispiel mal die grüne Spitzpaprika, die eignet sich toll für dieses Rezept.
Und wenn Du gleich für eine größere Gruppe oder auf Vorrat zubereiten magst, kannst Du die Mengen beliebig nach oben skalieren.
Tunesischer Salade Mechouia – Gegrillter Paprika-Tomaten-Salat, vegan und glutenfrei
Mit etwas Olivenöl bedeckt hält sich der Salat einige Tage im Kühlschrank und ich vermute, dass er sich auch super einkochen lässt.

Nächste Woche habe ich ein Rezept für Dich, an dem ich schon lange gearbeitet habe…lass Dich überraschen, wo wir Halt machen mit der kulinarischen Sommerreise.

Mach es Dir schön!

Liebst,
Sabine