Freitag, 18. Januar 2013

Warum ich LiebesSeelig bin


Die Idee, einen Blog zu schreiben, habe ich einige Monate mit mir herumgetragen, bevor ich den Plan dann endlich, endlich in die Tat umgesetzt habe.
Den ersten Post konntest Du am 8.1. lesen, tatsächlich aber habe ich den Blog schon am 31.12. eingerichtet, mein Mann war bei der Arbeit, ich hatte frei und ein paar Stunden nur für mich allein.
Auf einmal war er da. Der perfekte Zeitpunkt. Und dazu – der perfekte Name.

‚Seelig’ sollte mein Blog heißen, das war mir bei einem Schluck Milchkaffee auf einmal völlig klar. Denn die Seele soll mein Blog schon ansprechen, eben mit ‚Lauter Sachen, die glücklich machen’ und ich mag das Wortspiel, dass aus dem normalen ‚selig’ ein doppeldeutiges ‚seelig’ werden lässt.
Blöd nur, dass ich nicht die Erste war, die diese gute Idee hatte ;-) – die URL war schon vergeben.

Und jetzt? Als jemand, der durchaus an Zeichen glaubt, habe ich mich auf die Suche nach einem anderen Namen gemacht, denn ‚Seelig’ allein war ja nun ganz offenbar nicht richtig für mich und meinen Blog.
Ich habe eine ganze Weile gegrübelt, habe andere Namen aber immer ziemlich schnell wieder verworfen – das ‚Seelig’ wollte ich behalten. Also brauchte die Seeligkeit wohl einen Gefährten ;-).

Wieder habe ich lange überlegt, nebenher eine Mitternachtssuppe für unsere Silvestereinladung bei lieben Freunden fertiggestellt und mir Badewasser einlaufen lassen und dann, gerade als ich das Notebook zuklappen und mich in die Wanne legen wollte, war alles klar.
‚Liebes’, so nennen mich einige sehr gute Freunde. ‚Seelig’, das sollte bleiben und wieso sollte nicht ich selbst als Allererste seelig sein :-)?
So war die etwas verrückt klingende Kombination ‚LiebesSeelig’ geboren.

Ist Dir das auch schon passiert, Du hast eine Idee und weißt sofort und mit absoluter Sicherheit, dass diese Idee richtig ist, für Dich und den Zeitpunkt? So jedenfalls war das bei mir der LiebesSeeligkeit. Wir haben uns sofort gemocht und ich habe mich gleich mit dem Namen wohl gefühlt. Den Blog eingerichtet. (Na gut, das ist alles noch irgendwie sehr provisorisch...aber es wird, versprochen.) Einen ersten Post geschrieben. Einen Tag später den Post wieder gelöscht, weil er mir doch nicht gut erschien und ernsthaft überlegt, den Namen des Blogs noch einmal zu ändern. Oder das Bloggen doch nicht anzufangen. Es dann doch gelassen und meinem Bauchgefühl vertraut.
Puh.

Normalerweise bin ich eher der entschlossene Typ Mensch. Ich brauche ein Weilchen, um eine Entscheidung zu treffen, wäge das Für und Wider ab – und wenn ich mich dann einmal entschieden habe, bleibe ich dabei. Das ist meine normale ‚Entscheidungsfindung’ und ich fühle mich mit meinen Entscheidungen immer ganz wohl.
Und dann, dann gibt es noch die wenigen 3-Sekunden-Bauchentscheidungen, die ich getroffen habe. Wo und was ich studieren werde. Die beste Entscheidung meines Lebens, in nicht mal 2 Sekunden getroffen. Den kleinen spanischen Hund zu adoptieren, der mich im Internet angegrinst hat. Gesehen und verliebt und es die 2 ½ Jahre, die er noch bei mir gelebt hat, nicht eine Sekunde bereut. Und eben meinen Blog zu starten. Wer weiß, vielleicht ist das auch eine der ganz guten Entscheidungen gewesen. Ich bin gespannt.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass ich auch mit meinen Bauchentscheidungen ganz gut fahre, trotzdem ist es immer wieder eine kleine Überwindung für mich, ihnen voll und ganz zu vertrauen. Ich treffe diese Entscheidungen und versuche hinterher, das Ganze rational zu begründen. Völlig verrückt, ich weiß.

Wie geht es Dir? Triffst Du Deine Entscheidungen spontan aus dem Bauch heraus oder rational? Bin ich die einzige Verrückte ;-)?

Liebst,
Sabine

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