Mittwoch, 22. Januar 2014

Aus der Versuchsküche: Glutenfreie Nussecken

Liebes, ich habe sicher schon einmal erwähnt, dass ich unter schrecklichem Futterneid leide.
Ich sehe etwas Leckeres und es ist um mich geschehen.
Ich muss es haben.
Am besten sofort.

Blöd nur, wenn das nicht geht.
Weil eben Gluten, Lactose und normaler Zucker nicht gehen.
Und ich mir also erst einmal überlegen muss, wie ich das, was ich haben mag, mit diesen Einschränkungen nachbasteln kann.

Und so wird meine to-experiment-Liste lang und länger.


Zum Glück backe ich meine Brötchen und Brot selbst, so dass der Backofen locker 2x in der Woche sowieso an ist.
Zeit zum Experimentieren!

Diese Woche habe ich mir einen Favoriten vorgenommen.
Nussecken.


Ich liebe Nussecken!

Nein, nicht die quietschig-süßen Teile, die an den Zähnen kleben und tief in billige Schokolade getaucht wurden, sondern die, die Du nur bei wenigen Bäckern findest, die herrlich nussig schmecken und glücklich machen!

Himmlisch!

Liebes, Du ahnst es – mein kleines Küchenexperiment war erfolgreich!
Sowas von erfolgreich!

Die Nussecken schmecken nun, genau – nach Nuss, sie sind nicht allzu süß (ich bin ja nichts mehr gewohnt, Du kannst gern etwas mehr Zucker nutzen, wenn Du magst), dabei saftig und mit schön mürbem Boden.

Ich liebe diese gelungenen Experimente :-)!


Magst Du wissen, wie es geht?

Glutenfreie Nussecken

Du brauchst für 1 Blech:

Mürbeteig:
150g Hafermehl (glutenfrei; frisch aus Haferflocken gemahlen)
150g Reismehl
60g (Kokosblüten)Zucker
125g Butter
Vanille
2 Eier
Saft 1 Blutorange

Belag:
150g gemahlene Haselnüsse
150g grob gehackte Mandeln
80g Mandelblättchen
75g (Kokosblüten)Zucker
50g Reissirup
1 Ei (Gr. L)
175g Butter
¼ TL Vanille
¼ TL Zimt

Sonst noch:
2 EL Marmelade (ich hatte Pfirsichmarmelade ohne zugesetzten Zucker)


Aus den Zutaten für den Mürbeteig knetest Du rasch einen glatten Teig. Meiner war etwas trocken, so dass ich einfach noch eine Orange ausgepresst und den Saft untergeknetet habe. Schau erst einmal, wie trocken Dein Teig ist und gib den Saft nur nach Bedarf dazu.

Nun darf der Teig gut durchkühlen.
Entweder stellst Du ihn dafür 30 Minuten ins Gefrierfach oder aber mindestens 1, besser 2 Stunden in den Kühlschrank.
Du kannst den Teig auch vorbereiten und erst am Abend/nächsten Tag backen, das Rezept lässt sich also prima in Etappen zubereiten.

Während der Teig kalt wird, kannst Du Dich an die Füllung machen.
Ich habe dafür ganze Haselnüsse frisch im Zerkleinerer zu Mehl gemahlen, dadurch kann kein Geschmack verpuffen. Du kannst aber natürlich auch gleich gemahlene Haselnüsse kaufen.

Die Mandeln habe ich grob gehackt, auch hier gilt: Die gibt es auch schon so zu kaufen.

Vermische Butter, Ei, den Zucker und Reissirup (den Du sicher auch prima durch Ahornsirup ersetzen kannst, das gibt einen schönen Geschmack) zu einer schaumigen Masse.
Dann werden die Nüsse in all ihren Formen gut untergerührt, bis alles gleichmäßig verteilt ist.

Der gekühlte Teig wird nun auf einem Backblech ausgerollt.
Klingt einfach, ist aber eine etwas kniffelige Angelegenheit.
Ich lege dafür Backpapier auf einen Tisch, verteile den Teig grob darauf und drücke ihn mit den Händen schon einmal so flach es eben geht.
Dann kommt eine Lage Frischhaltefolie darüber und mit dem Nudelholz kannst Du nun in nullkommanix den Teig schön gleichmäßig bearbeiten.

Für die Nussecken sollte der Teig etwa 3-5mm dick sein.

Auf den Teig kommt jetzt eine dünne Marmeladenschicht.
Aprikose eignet sich super, weil sie etwas säuerlich ist, ich hatte allerdings nur Pfirsich da und das hat auch prima funktioniert.

Auf die Marmeladenschicht kommt nun der Nussbelag. Verteil ihn einfach gleichmäßig mit einem Löffel und achte darauf, keine Ränder stehen zu lassen.

Nun kommt Dein Blech bei 160°C Ober-/Unterhitze für eine gute halbe Stunde in den Backofen.
Wenn alles schön duftet und goldig ausschaut, sind Deine Nussecken fertig.

Aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit einem scharfen Messer in Dreiecke schneiden. Ich habe eher kleine Dreiecke gemacht, da die guten Stückchen doch sehr mächtig sind.


Nun kommt der schwierigste Teil...warten!

Die Nussecken müssen komplett (!) auskühlen, bevor Du sie vom Blech holst, der Boden krümelt sonst einfach weg.
Das Warten lohnt sich aber, versprochen!


Ich habe die Nussecken nicht weiter behandelt, Du kannst sie aber gern in geschmolzene Schokolade tauchen/damit bestreichen, wenn Du magst.

Und das war es auch schon!

Wie immer einfach und wie immer munter wandelbar – mit anderen Nusssorten, anderer Marmelade...ach, da fällt Dir sicher jede Menge zu ein!


Woran experimentierest Du?

Liebst,
Sabine

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